FOTOGRAFIE: Festgeeiste Erinnerungen
Ein verlassenes Haus und ein verlorenes Lebensgefühl, das hat Armand Quetsch in seinen minimalistischen Stillleben verewigt.
Wohnzimmerausschnitte, bei denen dem Austellungsbesucher der Geruch von Kölnisch Wasser und der Altherrenduft „Tabac“ in den Sinn kommen, hat der in Brüssel lebende Luxemburger Fotograf Armand Quetsch auf Fotopapier gebannt. Es ist eine Welt, in der es noch kein Ikea oder Wegwerfnippes gab, das Telefon, das man sich in den siebziger Jahren leistete, noch eine Lebensanschaffung darstellte. In der Blumengestecke aus Kunstäpfeln, Plastikrosen und Getreideähren über Jahrzehnte ihren angestammten Platz hatten und wie Gebrauchsgegenstände gepflegt wurden. Eine Welt, in der es noch Nachtspeicherheizungen gab, in der gehäkelte Kissen auf dem Sofa liegen und ein vertrockneter Buchsbaumstrauch hinter dem Kruzifix steckt. mehr lesen / lire plus


