Arme werden ärmer, Reiche reicher

von | 11.06.2010

Auch Zahlen können trügen. Obwohl Luxemburg was das Lohnniveau angeht in internationalen Statistiken noch immer weit vorne liegt, zeigt eine soeben publizierte Broschüre der Arbeitnehmerkammer CSL, dass die Einkommensschere immer größer wird. Nach dem vorgelegten Armutsbericht sind in Luxemburg insbesondere allein erziehende Mütter zu 31%, junge Menschen und Mindestlohnempfänger in etwas geringem Umfang von Armut bedroht. Mit einem Armutsrisiko von derzeit 13% liegt Luxemburg weit unter dem europäischen Durchschnitt, allerdings mit einer Steigerung dieses Wertes zwischen 1997 und 2008 um zwei Prozent. Allein Schweden, Deutschland und Frankreich schneiden hier schlechter ab. Dieser europäische Trend wachsender Ungleichheit zeigt sich besonders bei den uneinheitlichen Löhnen. „In Luxemburg hat sich das Gefälle zwischen hohen und niedrigen Löhnen vergrößert, während es beispielsweise in Frankreich gesunken ist. Am stärksten haben sich die Löhne in Deutschland auseinanderentwickelt“, erklärte der Betreuer der Studie Marco Wagner. Auch Luxemburg zählt somit immer mehr Menschen, die zwar eine Beschäftigung haben, aber dennoch von Armut bedroht sind. So wächst auch hierzulande die Zahl der „working poor“.

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