Jahr null für Bibliotheken

von | 11.06.2010

Nachdem die Vereinigung der öffentlichen Bibliotheken ULBP noch vor einem Jahr sehr streng mit der Kulturministerin und dem von ihr initiierten Gesetzesprojekt 6026 zur Schaffung besserer Rahmenbedingungen für kommunale und regionale Bibliotheken umging, haben die Wogen sich etwas geglättet. Immerhin nahm die Ministerin an der diesjährigen Hauptversammlung des Dachverbandes teil. In der Tat war das ursprüngliche Gesetzesvorhaben in nicht unwesentlichem Maße im parlamentarischen Prozess umgeschrieben worden, so dass viele der Bedenken der Bibliotheksbetreiber ausgeräumt werden konnten. Für den ULBP-Präsidenten Claude Adam schreibt man nunmehr das Jahr null des Luxemburger Bibliothekswesens. Schafft es die Ministerin nämlich wie versprochen, in den kommenden Wochen die Ausführungsbestimmungen des Gesetzes zu erlassen, dann dürften ab dem nächsten Jahr die erhofften Gelder fließen. Einzig verbleibender Streitpunkt: Die Verpflichtung der Bibliotheken, sich an das nationale „Aleph“-Bibliothekennetz anzuschließen, bereitet vor allem kleineren Bibliotheken Bauch-schmerzen. Die als wenig benutzerfreundlich bewertete Software setzt umfangreiche Aus- und Fortbildungskurse voraus. Die ULBP wünscht sich deshalb eine „Light“-Version, doch die dürfte zum Jahr eins noch nicht zur Verfügung stehen.

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