Radfahren mit Hindernissen

von | 13.08.2010

Sie ist in aller Munde, die „mobilité douce“. Doch ganz ohne besondere Infrastrukturen kommt das Zufußgehen, das Radfahren oder das Skaten nicht aus. Wie schlechte Radwege einem den Spaß vermiesen können, musste unlängst der CSV-Abgeordnete Marcel Oberweis feststellen: Der Radweg PC3 zwischen Echternach und Vianden weist an verschiedenen Stellen Mängel auf und zwingt die RadtouristInnen stellenweise zum Ausweichen auf die normale Fahrbahn. In einer parlamentarischen Anfrage an den Minister für Infrastrukturen und die Ministerin für Tourismus (beide ebenfalls CSV) will er jetzt erfahren, ob zumindest in Sachen PC3 Remedur geschaffen wird. Doch die Probleme bei den „pistes cyclables“ sind nicht neu. Und die „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ wird nicht müde die zuständigen Stellen auf Probleme aufmerksam zu machen. Mit mäßigem Erfolg. Dass erst an allerletzter Stelle an die RadfahrerInnen gedacht wird, machen auch die Arbeiten an der „Bisserbréck“ in Luxemburg-Stadt deutlich. Der viel genutzte Radweg PC1 wurde kurzerhand für Wochen unterbrochen – ohne eine ungefährliche Ausweichmöglichkeit anzubieten. Und das mitten in der Tourismussaison. Für die LVI einmal mehr ein Beweis für die Notwendigkeit eine „cellule mobilité douce“ zu schaffen, die aber bislang von Minister Wiseler verweigert wird. Ob ihn ein Nachhaken des Parteikollegen Oberweis umstimmen kann?

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