Einiges ist im Umbruch im hiesigen Pressewesen. Formate schrumpfen oder wachsen in ÖPNV-unkompatible Dimensionen. Druckereien werden gewechselt und joint-ventures mit Konkurrenten eingegangen. Jüngstes Beispiel: Der „journal“ will sich ab nächstem Dienstag ein neues Gesicht geben. Eine größere Distanz zur DP und eine Umorientierung hin zu mehr Hintergrund wird versprochen. Das neue Layout ist verspielter als das bisherige. Relaunch-erfahren warnen wir: Es ist nicht einfach, ein Presse-Produkt so umzugestalten, dass man neue LeserInnen dazugewinnt, ohne einen Teil der eingeschworenen zu vergraulen. In einem bleibt sich der „journal“ treu: Ausgerechnet die Wirtschaftsredaktion entzieht sich dem neoliberalen Diktat und muss sonntags nicht arbeiten. Obwohl es wieder eine Montagsausgabe geben wird, erscheint der Wirtschaftsteil, Speerspitze der hiesigen wirtschaftsliberalen Publizistik, erst am Dienstag und überlässt ihren Platz am Montag dem Sport.
Die woxx in Prag
Die woxx hat seit dem Sommer ein neues und, wie wir finden, schöneres Zuhause im Netz. Was wir zu Beginn dieses Prozesses nicht wissen konnten: Die neue Website führte uns nach Prag zum „Media Innovation Summit“, auf dem jedes Jahr vier Dutzend Medien „innovative“ Projekte vorstellen. Eine Gelegenheit für die woxx-Mitarbeiterinnen Susanne und...

