Fahrradkonzept Stadt Luxemburg – Lob und Tadel

von | 14.06.2013

(rg) – Rund 279 Seiten umfasst der Ergebnisbericht zur Fortschreibung des Radverkehrskonzepts der Stadt Luxemburg, der schon im Sommer 2012 ausgearbeitet wurde. Dieser „Halbzeit“-Bericht über die, vor gut sechs Jahren in Angriff genommene, Fahrradplanung für die Hauptstadt sollte u.a. als Argumentationshilfe für eine breite öffentlich Debatte über das weitere Vorgehen in Sachen fahrradfreundliche Stadt dienen. Die Lokalsektion des Meco hat das Dokument genauer studiert und kommt zu einem eher durchwachsenen Ergebnis. Zur Methode merkt die Umweltgewerkschaft an, dass es wenig förderlich sei, einen derart umfassenden Bericht zur Diskussion zu stellen, ohne den Leser zuvor durch eine verständliche Zusammenfassung mit den wesentlichen Ergebnissen bekannt zu machen. Zum Konzept selbst bilanziert der Meco ebenfalls nüchtern, dass es in puncto zentrale Achsen des Plans immer noch zu keiner brauchbaren Lösung gekommen sei. Die fehlende Anbindung des Zentrums an das wichtige Bahnhofsviertel sei „frustrierend“ und mache ein Umsteigen auf das Fahrrad für viele derzeit unmöglich. Zudem seien bei wichtigen technischen Hilfsmitteln des Fahrradverkehrs, wie Talbrücken und Liften, lange Verzögerungen entstanden. Aber auch bei Detail-Umsetzungen des Plans wird den Verwaltungen ein Mangel an Bewusstsein für das Fahrrad vorgeworfen, wie er sich etwa an den zahlreichen Unterbrechungen der Radpisten zeige oder an den Passagen mit Baustellen, an denen sichere Übergangslösungen für die RadfahrerInnen regelmäßig einfach vergessen werden.

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