Neue Einspeisetarife für nachhaltige Energien

von | 26.07.2013

(rg) – Zumindest für
die Betreiber von nachhaltigen Energieanlagen scheint die derzeitige
„Regierungskrise“ von Vorteil zu sein: Während früher die Anpassung der
Einspeisetarife zur Förderung von nachhaltigen Energieformen manchmal
„verpennt“ wurde, hat die eigentlich zerstrittene Regierung am
vergangenen Freitag rechtzeitig die von Wirtschaftsminister Etienne
Schneider verantwortete Neuregelung der Tarife abgesegnet. Sie sollen ab
dem 1. Januar 2014 gelten und können somit schon zeitig vorgestellt und
der EU-Kommission zur Genehmigung unterbreitet werden. Um im Jahre 2020
tatsächlich den angestrebten Anteil von 11 Prozent erneuerbarer
Energien zu erreichen, steigt der Umfang der Förderung an – außer für
die Photovoltaik. Es bleibt bis 2020 eine lange Strecke, bei der vor
allem die Windenergie, Biomasse und Biogas in die Höhe schnellen sollen.
Weil die besten Windstandorte bereits genutzt werden, muss bei diesen
Energiearten die Förderung um 13% steigen, wenn eine angemessene
Rentabilität erreicht werden soll. Am stärksten, nämlich um fast ein
Drittel, steigt jedoch die Förderung von Biogasanlagen – der erklärten
Absicht zum Trotz, die Nutzung von Ackerflächen im In- und Ausland zur
reinen Energiegewinnung zu vermeiden. Fragt sich nur, ob diese
Förderdynamik nicht gerade das Gegenteil bewirkt. Immerhin 2 der
angestrebten 11 Prozent nachhaltiger Energie sollen im Jahr 2020
übrigens indirekt erbracht werden: durch die Finanzierung von
effizienteren Anlagen in Drittländern.

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