CATTENOM: Demo am 14. September

von | 06.09.2013

Nach zahlreichen Pannen und Zwischenfällen im AKW Cattenom rufen das Internationale Aktionsbündnis gegen Cattenom (IAC) und Sortons Du Nucléaire Moselle auch in diesem Jahr wieder zur Demo „CATTENOM NON MERCI“ auf.

Der Demozug versammelt sich am Samstag, den 14. September um 14 Uhr in Metz auf der Place de la République und zieht nach einer Eröffnungskundgebung mit RednerInnen aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland durch die Metzer Innenstadt.

Nach dem Brand im Juni und den rund 60.000 ausgelaufenen Litern Salzsäure verstärkt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern der Großregion der Eindruck, dass die Sicherheit von Leib und Leben nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. Viele Menschen sind mittlerweile davon überzeugt, dass Atom-Technik nicht beherrschbar ist. Es ist vor allem auch die Angst vor einem verheerenden Störfall, der enorme Auswirkungen auf die Umwelt haben kann ? oder sogar zur radioaktiven Verstrahlung weiter Gebiete führen würde. Schätzungen zufolge wären dabei über eine Million Menschen in der Großregion gefährdet, die in diesem Falle ihre Heimat verlassen müssten.

Laut „Stresstest“ zählt das Atomkraftwerk Cattenom zu den gefährlichsten der Welt. Es ist weder gegen Erdbeben noch gegen Überschwemmungen ausreichend gesichert und die für Notfälle vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen sind mangelhaft.

Experten und Politiker in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Luxemburg fordern daher die sofortige Abschaltung. Auch viele Politiker im nördlichen Teil Frankreichs haben mittlerweile größte Bedenken. Doch wenn es nach den Betreibern geht, soll die Laufzeit noch bis 2051 verlängert werden ? ein regelrechter Schlag ins Gesicht für die Bürgerinnen und Bürger der Großregion.

Der Bürgermeister von Thionville hat vor kurzem bekundet, dass das AKW Cattenom weder kurzfristig noch mittelfristig stillgelegt werde, denn die Energiepolitik sei eine innere Angelegenheit Frankreichs. Daher ist es an der Zeit, den Druck zu verstärken. Es ist jetzt besonders wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger aus der Großregion ein sehr deutliches Zeichen setzten und gemeinsam mit Atomkraftgegnern aus Frankreich für die sofortige Abschaltung des AKWs protestieren.

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