Am Mittwochabend stellte das „Ombudscomité fir d’Rechter vum Kand“ (ORK) seinen Bericht zur Kinderrechtslage vor. In einigen Bereichen freut sich das ORK über erfolgte Entwicklungen. So sei es begrüßenswert, dass Kinder in Fällen häuslicher Gewalt mittlerweile offiziell als Opfer anerkannt würden. Auch die Tatsache, dass inzwischen ein praktischer Leitfaden für Suizidprävention bei jungen Menschen vorliegt, sieht das ORK positiv. In mehreren Bereichen sieht es aber Handlungsbedarf. So müssten Prozeduren geschaffen werden, damit Kinder sich auch bei einer anonymen Geburt späterhin über ihre Herkunft informieren könnten. Das ORK spricht sich entschieden gegen Gewalt an Kindern aus. Egal ob diese in Form psychischen Drucks, einer Backpfeife oder schlimmeren Formen erfolge: In jedem Falle handele es sich um Gewalt, die unter keinen Umständen zu tolerieren sei. In puncto Menschenhandel fehle es an einer nationalen Strategie, um Opfer im Kindesalter besser identifizieren und ihnen helfen zu können. Eine Strategie fehle ebenfalls im Bereich der mentalen Gesundheit, um Kinder und Jugendliche besser unterstützen zu können. Dabei habe das ORK diese Forderung bereits vor zehn Jahren geäußert, so das Vorstandsmitglied Michelle Entringer am Mittwoch. Zurzeit arbeitet das ORK an einem ausführlicheren Bericht, der anschließend der Genfer Kinderrechtskommission vorgelegt werden wird. Ein solcher Bericht wird alle fünf Jahre von sämtlichen Mitgliedstaaten gefordert.
Jungsein in Luxemburg: Mehr als Bildschirmzeit
Der Jugendbericht 2025 belegt: Wie junge Menschen zwischen 12 und 29 Jahren das Aufwachsen erleben, hängt stark von Geschlecht und sozialer Herkunft ab.

