Méco sagt Schottergärten den Kampf an

von | 21.05.2020

Luxemburg hat keine natürliche Wüste, dafür jedoch viele künstliche: Besonders als Vorgärten sind Schotterflächen beliebt. Der Mouvement Écologique sagt ihnen nun den Kampf an.

Foto: Méco

Verkümmerter Boden, exotische Pflanzen, Aufheizung der Umgebung, Versiegelung der Oberfläche, fehlender Lebensraum für Insekten und Vögel – und hässlich sind sie auch noch. Dennoch entscheiden sich viele Haushalte in Luxemburg für Schottergärten. Vermutlich spielt bei der Entscheidung oft das Versprechen eine Rolle, dass Schotterflächen vor dem Haus besonders pflegeleicht seien. Dabei stimmt das nur zum Teil, denn schon nach weniger Zeit sprießt wieder „Unkraut“, das dann mühsam entfernt werden muss. In Zeiten des Artensterbens sind Schottergärten kein gutes Signal: Bienen und andere Insekten rettet man damit sicherlich nicht.

Als die woxx 2017 über die deutsche Studie berichtete, die das Insektensterben genauestens quantifizierte, sagte Guy Colling vom Nationalmuseum für Naturgeschichte, dass auch Privathaushalte etwas gegen den Artenschwund tun könnten: „Die Leute müssten etwas toleranter werden, was Unkräuter und Insekten in ihren Gärten angeht und vielleicht auch mal eine Blumenwiese statt eines Steingartens anlegen.“ Diese Idee will der Méco nun in die Tat umsetzen und bietet Hilfestellungen, um die Schotterwüste zurück in einen naturnahen Vorgarten zu verwandeln.

Eine neue Website, die der Méco angelegt hat, hilft dabei. Darauf findet sich ein konkretes Beispiel, wie ein Schottergarten in einen naturnahen Garten verwandelt werden kann, eine Liste mit bienenfreundlichen und einheimischen Pflanzen und Läden, wo sie unbehandelt gekauft werden können und außerdem allgemeine Tipps für einen naturnahen Garten. Daneben werden Positiv- und Negativbeispiele von besonders schönen oder gruseligen Vorgärten gesammelt. Außerdem fordert die Umwelt-NGO aber auch dazu auf, politisch aktiv zu werden: Bürger*innen sollen die Verantwortlichen ihrer Gemeinde dazu auffordern, Schottergärten kurzerhand zu verbieten.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #388 – Blutspende: Anhaltende Diskriminierung

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Erst im Mai hat das Luxemburger Rote Kreuz erneut Alarm geschlagen wegen niedriger Blutreserven – und das, obwohl potenzielle Spender hierzulande nach wie vor diskriminiert werden. Schwule und bisexuelle Männer müssen nämlich seither 12 Monate zölibatär leben,...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #387 – KI-Wahn: Wann wird aus einem Etwas ein Jemand?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Et ginn ëmmer méi Berichter iwwer Leit, déi duerch d'Notzung vu KI-Chatbots a Wahnzoustänn geréie sinn. Mä wéi genau geschitt dat? A firwat versoen d'Sécherheetsmecanisme vun dëse Systemer? D'Melanie Czarnik huet mam Psychiater a Psychotherapeut Marc Augustin...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #386 – Frieden à mi-mandat : ensemble, vraiment ?

Chaque semaine, le podcast de la woxx vous offre un regard en coulisses sur notre travail journalistique et explore les enjeux derrière nos articles. Cette fois-ci, retour sur le discours sur l'état de la nation prononcé par le Premier ministre Luc Frieden le 19 mai. Entre appels répétés à la cohésion et au « vivre-ensemble », annonces...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #385 – Flexibel Psychiatrie fir schwéier Fäll

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. Et gëtt een neie Pilotprojet an der Psychiatrie zu Lëtzebuerg. De Konzept kënnt aus Holland, nennt sech „Fact“ a geet bei seng Patient*innen – egal, wou dat grad ass. Domadder sollen déi 20 Prozent vu psychesch kranke Mënsche gehollef kréien, déi an normale...