Organisationen in der Bredouille

von | 28.05.2020

Ein Viertel aller luxemburgischen Vereine leidet angesichts der aktuellen Pandemie unter Existenzängsten. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Comité de liaison des associations d’étrangers (Clae) durchgeführt hat. Insgesamt 125 Akteure aus Bereichen wie Kultur, Menschenrechte, Umwelt, Jugend, Gesundheit und Bildung haben an der Umfrage teilgenommen. 90 Prozent davon schätzen, dass die sanitäre Krise sich auf ihre Organisation ausgewirkt hat. 55 Prozent berichten über Schwierigkeiten, feste Ausgaben wie Miete oder Gehälter zu stemmen. Die geringeren Einnahmen sind in den meisten Fällen auf das Veranstaltungsverbot zurückzuführen. Manche Organisationen berichten allerdings auch über einen Rückgang an Spenden. Zusätzlich erschwert wird die Situation durch eine reduzierte Anzahl an freiwilligen Helfer*innen. Es gibt aber auch Positives zu berichten: Mittels Videokonferenzen, Social-Media-Präsenz sowie Online-Veranstaltungen und -weiterbildungen haben die Organisationen versucht, das Beste aus der Situation herauszuholen. Manche haben die Zeit genutzt für interne Reflexionen oder die Planung künftiger Veranstaltungen. Wie das Clae in einem Schreiben mitteilt, fordern die Organisationen von der Regierung finanzielle Unterstützung, eine bessere Sichtbarkeit zivilgesellschaftlicher Initiativen und eine Plattform, auf welcher sich die einzelnen Akteure miteinander austauschen können.

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