
(© Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz)
Unterstützt durch berückend schöne Schwarz-Weiß-Bilder und begleitet von einer poetisch anmutenden weiblichen Erzählstimme, wirkt der Film vor allem durch das herausragende Spiel Sandra Hüllers in der Hauptrolle, der man den Zwiespalt und die innere Zerrissenheit einer Frau, die sich im 17. Jahrhundert als Mann ausgibt, in einem abgelegenen Dorf das Erbe eines Gutshofes erschleicht und selbst vor einer Ehe nicht zurückschreckt, stets abnimmt. Bei ihren Motiven bleibt der Film allerdings offen: ist es der Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung oder doch nach einer – aus heutiger Sicht – queeren Lebensweise? Die eine oder der andere hätte sich da sicher mehr gewünscht.

