Erst verfüttern – dann kontrollieren

von | 06.01.2011

„Die Futtermittelhersteller in Luxemburg haben keine Lieferung von verseuchten Futtermitteln von der betroffenen deutschen Firma erhalten.“ Und: „Die zuständigen Dienste machen Dioxin-Proben der Futtermittel von Tieren, die in den Handel kommen und verfolgen den Zwischenfall in Deutschland genau“, heißt es auf der Internetseite des Konsumentenschutzes (www.securite-alimentaire.public.lu). Nach Gammelfleischskandal, absichtlich gepanschtem Wein und Umetikettierungen von verdorbenem Fleisch, ist es nun das mit Dioxinen verseuchte Futter für Legehennen, Mastgeflügel und Schweine in Deutschland, das das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie erschüttert. In seiner parlamentarischen Anfrage will deshalb der grüne Abgeordnete Henri Kox wissen, wie oft in Luxemburg Proben von den verantwortlichen Behörden durchgeführt werden und ob die betreffenden Laboratorien über genügend materielle und personelle Ressourcen verfügen. Zwar liegt noch keine Antwort vor, aber bei den deutschen Nachbarn werden bereits härtere Strafen und schärfere Kontrollen gefordert. Das wird nicht ganz einfach werden angesichts der Undurchsichtigkeit einer globalen Futterindustrie.

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