Fluglärm, ein bisher nur von den massiv Betroffenen wahrgenommenes Umweltproblem, könnte in den kommenden Jahrzehnten in Luxemburg zu einem Politikum werden, falls das von Investoren, Regierung und Gewerkschaften unterstützte Logistik-Projekt umgesetzt wird. Einen Vorgeschmack liefert die derzeitige Debatte über Fluglärm und Nachtruhe in Deutschland. Insbesondere das jüngste Verfahren zum Frankfurter Nachtflugverbot vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt als richtungsweisend. Eigentlich hatten die Anrainer in einem langwierigen Mediationsverfahren den Wirtschaftsvertretern ein Nachtflugverbot abgetrotzt, als Gegenleistung für die durch den Ausbau entstehende zusätzliche Lärmbelastung, doch war dieses von der CDU-Landesregierung wieder ausgesetzt worden. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 4. April mehr oder weniger den alten Kompromiss – gerade mal sechs Stunden „Kernruhezeit“ – wieder in Kraft gesetzt. Kommentar der Lufthansa: „Der Export- und Logistiknation Deutschland drohen die Flügel gestutzt zu werden.“ Ähnlich wie in Luxemburg wird mit den geschaffenen Arbeitsplätzen und der internationalen Konkurrenz argumentiert, dem am Ende Lebensqualität und Gesundheit geopfert werden müssen. Das deutsche Beispiel macht nicht wirklich Lust darauf, aus Luxemburg eine Logistiknation zu machen.
Salaire social minimum : Un passage en force sans trop de risques
La hausse de 170 euros du salaire social minimum au 1er janvier 2027 mécontente aussi bien le patronat que les syndicats, qui dénoncent une décision unilatérale du gouvernement. Pour la coalition, le risque d’une mobilisation sociale majeure sur ce sujet est cependant limité.

