Psychiatriegeschichte im literarischen Gewand: Gespensterfische
In poetischen Fragmenten verwebt Svealana Kutschke in „Gespensterfische“ zwölf Lebensgeschichten zu einem gewichtigen Roman über Psychiatrie, Trauma und Erinnerung.
In poetischen Fragmenten verwebt Svealana Kutschke in „Gespensterfische“ zwölf Lebensgeschichten zu einem gewichtigen Roman über Psychiatrie, Trauma und Erinnerung.
Der kanadische Historiker Quinn Slobodian schreibt in seinem Buch „Kapitalismus ohne Demokratie“ über marktradikale Ideen, in denen der Staat für rechte Libertäre zum Feindbild wird. Dabei lässt er den Kapitalismus selbst als verlorenen Garten Eden erscheinen. Das Weltwirtschaftsforum in Davos hatte im Januar mit Javier Milei einen speziellen...
Die Bücher des jüngst verstorbenen Schriftstellers Paul Auster sind häufig von biografischen Erlebnissen des Autors geprägt, sein Leben und Schaffen waren eng miteinander verwoben. Noch prägnanter ist aber der magische Sog seiner Geschichten, dem sich seine Leser kaum entziehen können. Der Roman „Baumgartner“ liest sich wie ein Vermächtnis. Am...
Ocean Vuong wurde in Fachkreisen für seinen Debütroman „On Earth We’re Briefly Gorgeous“ gefeiert. Zwischen der gesellschaftlichen sowie politischen Anlayse der USA in den 2000er-Jahren, der Aufarbeitung des Vietnamkriegs und einer schwulen Liebensgeschichte wirkt aber einiges forciert. Ocean Vuongs Ich-Erzähler Little Dog schreibt an seine...
Tomasz Jedrowskis Debütroman „Swimming in the dark“ versetzt die Leser*innen in die Polnische Volksrepublik der 1980er-Jahre. Ein Roman über Politik und Gefühle, der auf die Liebesgeschichte hätte verzichten können. „I’m in the corner, watching you kiss her“, singt Callum Scott in seiner Cover-Version von Dancing On my Own. „I’m not the guy...
Der britischen Autorin Bernardine Evaristo gelang mit ihrem Buch „Girl, Woman, Other“ der literarische Durchbruch: Sie gewann zusammen mit Margaret Atwood den Booker Prize 2019. Jetzt erschien die deutsche Übersetzung. Ist der Hype berechtigt? Bernardine Evaristo hat gefühlt eine der längsten Widmungen der Literaturgeschichte geschrieben. Mit...
Der Autor und Journalist Mark Gevisser hat mit seinem neuen Buch „Die pinke Linie“ ein Referenzwerk für LGBTQ+ Geschichte geschrieben. Auf Reisen durch über zwanzig Länder dokumentiert er politische Entwicklungen und porträtiert queere Menschen. Ich verdanke Mark Gevisser meine erste Weltreise – und die führte an zahlreichen Pride-Flaggen...
Eigentlich ist er derjenige, der Neuerscheinungen rezensiert: der luxemburgische Literaturkritiker Jérôme Jaminet. Im März hat er sein Buch „Ein Wort in Esels Ohr. Aufzeichnungen“ veröffentlicht. Das Cover resümiert den Inhalt. „Don't judge a book by its cover“, lautet eine oft zitierte Redewendung. Das gilt allerdings nicht für „Ein Wort in...