Antworten zur Umgehungsstraße Niederkerschen

von | 12.04.2024

Im Juli 2022 besetzten Aktivist*innen den Bobësch, um gegen den Bau der Umgehungsstraße zu protestieren. Foto: Bobi bléift

Am Freitag, dem 5. April 2024, antwortete Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) auf eine parlamentarische Anfrage von David Wagner (Déi Lénk) zur geplanten Umgehungsstraße von Niederkerschen. Jahrzehntelang wurde darüber gestritten und 2023 wurden gleich zwei neue Trassen vorgestellt; zuerst eine Tunnelvariante und später jene Streckenführung, die nun in Angriff genommen werden soll. Wagner wollte wissen, warum die Alternativstrecke „D“ nicht zurückbehalten worden ist. Diese Strecke sollte durch die zwei Gewerbegebiete „Op Zaemer“ und „Bommelscheier“ statt durch Naturschutzgebiete führen. Laut Backes sei diese Variante aus Sicherheitsgründen nicht möglich gewesen, unter anderem da man die nötigen Sichtverhältnisse nicht garantieren könne. Außerdem hätte diese Variante einen Ausbau des Park&Ride-Parkplatzes am Bahnhof erschwert. Die Alternativstrecke hätte auch nicht die Bedingungen für eine „Nah-Umgehungsstraße“ erfüllt, wie sie der nationale Mobilitätsplan 2035 fordert. Aus Backes’ Antwort geht ebenfalls hervor, dass die Pläne für die Umgehungsstraße bereits am 19. Dezember 2023 vom Umweltminister Serge Wilmes (CSV) an die EU-Kommission geschickt wurden. Unterzeichnet wurde die Genehmigung am 15. März 2024.

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