Demokratische Republik Kongo: Neokoloniale Landnahme

Nach einem tödlichen Grubenunglück sind die informellen Bergarbeiter einer Kupfer- und Kobaltmine in der Demokratischen Republik Kongo von Repression durchs Militär bedroht. Ihre prekäre Lebenssituation wird durch den reindustrialisierten Rohstoffabbau weiter verschärft.

Weltmarktführer mit zwielichtigen Verbindungen: Gewerkschaftsprotest anlässlich der Jahreshauptversammlung des Rohstoffhändlers Glencore im Mai 2018 in Zug in der Schweiz. (Foto: EPA-EFE/Alexandra Wey)

Ende Juni wurden 43 informelle Bergarbeiter bei einem Unfall in der Demokratischen Republik Kongo verschüttet. Eine Terrassenkonstruktion in der offenen Kupfer- und Kobaltmine in Kamoto nahe der Stadt Kolwezi im Südosten des Landes war zusammengebrochen. Die Betreiber des Bergwerks, die Schweizer Aktiengesellschaft Glencore, machten die informellen Bergarbeiter und ihre „illegalen“ Aktivitäten für den Unfall verantwortlich. mehr lesen / lire plus

KONGO: Nur die Uniformen wechseln

An der Lösung des bewaffneten Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben weder die beteiligten Parteien noch die „internationale Gemeinschaft“ größeres Interesse.

Vom Freischärler zum General und wieder zurück: Bosco Ntaganda, Anführer der kongolesischen Rebellentruppe M23 und vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl als Kriegsverbrecher gesucht.

Kämpfe, Friedensabkommen, erneuter Konflikt: Die Kivu-Provinzen entlang der Grenze zu Ruanda in der Demokratischen Republik Kongo durchlaufen seit mehr als 15 Jahren ein immer wiederkehrendes Muster. Daran konnten weder die Stationierung Tausender Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen noch diverse Entwaffnungsprogramme für Rebellenorganisationen noch die wiederholte Finanzierung von nationalen Wahlen etwas ändern. Die internationale Diplomatie, das wird immer deutlicher, hat die Motivation verloren, sich ernsthaft mit den Konflikten im Ostkongo zu befassen. mehr lesen / lire plus

KENIA: Staatszerfall oder Demokratisierung

Der offenbare Schock vieler Kenianer angesichts der eskalierenden Gewalt und die Proteste gegen die Missachtung des Wählervotums sind, trotz der momentanen Krise, mögliche Anzeichen einer langfristigen Konsolidierung der bürgerlichen Demokratie.

Nach den Wahlen: Straßenszene in Nairobi am 3. Januar. Andernorts wirkt die Hauptstadt von Kenia wie leergefegt. (Foto: mentalacrobatics/ Flickr)

Die Farbe Orange wurde von Kenias Opposition als Symbol des friedlichen politischen Wandels gewählt, denn auch in Afrika kennt man die Bilder von der „orangenen Revolution“ in der Ukraine vor etwas mehr als drei Jahren. Obwohl politische Ereignisse in Afrika hierzulande gemeinhin als grundlegend anders und exotisch wahrgenommen werden, versuchen afrikanische politische Bewegungen durchaus, sich in globale Entwicklungen einzuordnen, ihre Mittel zu nutzen und von der Kraft ihrer Symbole zu profitieren. mehr lesen / lire plus