LITERATUR
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NACH AUSCHWITZ: Literarischer Filmriss

Zum Jubiläum der "Gruppe 47" hat der Literaturkritiker Helmut Böttiger eine Geschichte dieser Vereinigung deutscher Nachkriegsliteraten auf den Markt geworfen. Das Buch ist vom selben Ungeist durchzogen, von dem auch sein Gegenstand beseelt war. Eine zwiefache Erledigung.

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VERGANGENHEITSSBEWÄLTIGUNG: Unter Deutschen

Aus der Perspektive eines jüdischen Re-Emigranten beschreibt Ursula Krechels preisgekrönter Roman "Landgericht" eindringlich die vergiftete Atmosphäre im bundesrepublikanischen "Wirtschaftswunder" nach der militärischen Niederwerfung der deutschen Volksgemeinschaft.

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ARBEIT MACHT KRANK: Totenkorb ohne Milch

Mario Desiati erzählt die Geschichte der italienischen Arbeitsmigration aus der Perspektive der Nachkommen. Sie handelt von skrupelloser Ausbeutung - und ist trotz des historisierenden Blicks erschütternd aktuell. Ein Treffen mit dem Autor.

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SOZIOTOP DER EITELKEITEN: Viktorianischer Schickimicki

Ein Snob ist ein Frosch, der versucht, sich zur Größe eines Ochsen aufzublähen. - Diese giftige Charakterisierung hat im 19. Jahrhundert der Autor William Thackeray formuliert. Vor dem Hintergrund der beginnenden Industriegesellschaft beschreiben seine satirischen Charakterporträts den Egoismus der englischen Oberschicht.

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VERLUSTGEFÜHLE: Identität, verzweifelt gesucht

Salvatore Scibona hat einen beeindruckenden Debütroman vorgelegt. Er beschreibt darin nicht nur die innere Zerrissenheit der italienischen Einwanderer in die USA und ihrer Nachfahren. Scibonas Figuren sind Individuen, denen in einer brüchig gewordenen Moderne die Identitätsbildung problematisch geworden ist.