Bitte nicht ausdrucken! Der jüngste Umweltbericht der Stadt Luxemburg, auf 2015 datiert, umfasst 150 Seiten. Und ist dank verlinktem Inhaltsverzeichnis, Powerpoint-Layout und Querformat recht angenehm am Bildschirm zu lesen. Am 6. Februar befasste sich der hauptstädtische Gemeinderat mit dem Bericht sowie der künftigen Umweltpolitik. Handlungsbedarf gibt es zum Beispiel beim Energieverbrauch der kommunalen Gebäude und Anlagen – ein Punkt, in dem die Stadt auch bei ihrer Zertifizierung im Rahmen des Klimapakts relativ schlecht abschneidet. Die – recht unvollständigen – Messergebnisse zur Luftqualität sind ebenfalls nicht erfreulich – der Schöffenrat zieht allerdings einschränkende Maßnahmen für den Individualverkehr kaum in Betracht, sondern hofft auf die Wunderwirkung der Tram. Diskutiert wurde auch über eine von Déi Lénk eingebrachte Motion für eine nachhaltige Energiepolitik. Da sich die Motion auf das Koalitionsabkommen von 2011 beruft, entschloss sich der blau-grüne Schöffenrat, die im Text enthaltenen Forderungen zu unterstützen. Interessant ist die Idee eines Altbausanierungsplans, der gezielt den Energieverbrauch in Mietwohnungen senken, also das Ökologische mit dem Sozialen verbindet soll. Die Diskussion über die spannende Motion von Déi Lénk für eine ökologische und soziale Staffelung des Wasserpreises (woxx 1398), ebenfalls auf der Tagesordnung, wurde vertagt.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

