Kampagne gegen Schwächung des Umweltschutzes

von | 04.09.2025

„Finger weg von unserer Natur!”: Mit diesem Slogan appellieren Dutzende Umwelt-NGOs an die Bevölkerung. Im Mittelpunkt ihrer Kampagne steht ein Vorschlag der EU-Kommission, die im Namen der Wettbewerbsfähigkeit die Umweltrechtsvorschriften „vereinfachen“ will. Betroffen wären die Bereiche der Kreislaufwirtschaft, der Industrieemissionen und der Abfallwirtschaft. Neben einer stärkeren Digitalisierung der Berichterstattung vonseiten der Unternehmen, sollen laut Vorschlag auch Genehmigungsprobleme „bewältigt“ und die Datenbank für besorgniserregende Stoffe in Produkten eingestellt werden. Dies sichere eine „schnellere, einfachere und kostengünstigere“ Umsetzung, so die Kommission.

In Reaktion auf einen Vorschlag der EU-Kommission, der Umweltrechtsvorschriften „vereinfachen“ will, appellieren Dutzende Umwelt-NGOs an die Bevölkerung. (Copyright Natur an Ëmwelt.)

Die Umwelt-NGOs sehen das anders: Die „Vereinfachung“ sei nur ein Vorwand, denn die vorgeschlagenen Änderungen schwächten wichtige Umweltschutzregeln ab und stellen somit eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Integrität der Umwelt dar. „Was tatsächlich vereinfacht wird, ist der Weg für diejenigen, die von der Zerstörung der Natur auf Kosten der Allgemeinheit profitieren wollen“, so die NGOs, zu denen auch Luxemburger Organisationen wie natur&ëmwelt zählen. Die geltenden Regeln seien das Ergebnis jahrzehntelanger Kämpfe: „Lassen Sie nicht zu, dass sie durch Schweigen zunichte gemacht werden“, so die NGOs in ihrem Aufruf. Die Konsultationsphase, während der Bürger*innen ihre Stellungnahme übermitteln können, endet am Mittwoch, dem 10. September. Bis vor Redaktionsschluss haben über 100.000 Personen die Kampagne der Umweltgruppen bisher unterschrieben.

 

Mehr Informationen: www.handsoffnature.eu

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