2024 gab es einen Rekord bei der Erzeugung von Elektrizität durch Kernkraft: 2.677 TWh wurden mit Kernkraftwerken erzeugt. Das ist nur wenig mehr als beim letzten Rekord, der 2006 aufgestellt worden war. Dennoch bleibt der proportionale Anteil der Kernkraft im weltweiten Energiemix wie schon im Vorjahr bei neun Prozent. Das analysiert der „World Nuclear Industry Status Report“, der am vergangenen Montag vorgestellt wurde. Der Bericht wurde von unabhängigen Journalist*innen und Wissenschaftler*innen verfasst und von mehreren Stiftungen, der Fraktion „Die Grünen/EFA“ sowie dem deutschen „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ finanziert. Aktuell befinden sich 63 neue Kernkraftwerke im Bau, die meisten davon (32 Stück) in China. Bei dem Bau setzen so gut wie alle anderen Länder auf Technologie aus Russland, mit der gerade 27 neue Reaktoren in acht Ländern, davon 7 in Russland selbst, errichtet werden. Lediglich zwei Reaktoren französischer Bauart werden derzeit im Vereinigten Königreich errichtet. Die kleinen, modularen Reaktoren (SMR), die seit Jahren als Zukunftstraum der Industrie gelten, konnten bislang keine Fortschritte machen. Einige Firmen, die solche SMRs entwickelten, sind mittlerweile sogar bankrott gegangen. Weil nicht genügend Nachfolgeprojekte geplant seien, Kernkraftwerke dabei immer älter und Photovoltatik und Windkraft immer billiger würden, sei ein Siegeszug der Erneuerbaren gegenüber der Kernkraft vorherzusehen, so der Bericht.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

