Punk-Rock
: Ein Teenie-Traum wird wahr


Steil nach oben für All The Way Down: Am 4. März stellt die luxemburgische Punk-Band im De Gudde Wëllen ihr Debütalbum „For The Princess“ vor. Ein willkommener Neuauftritt nach fast einem Jahr der kreativen Pause – nicht nur für Fans der lokalen Punk-Musik.

Auf dem Weg nach oben: All the Way Down.

Es hat sich viel verändert für die vier Jungs aus dem Norden Luxemburgs. 2009 waren Mateus Wojda, Mitchio Weber, Jim Thill und John Wolter noch stark dem Skate Punk verschrieben, und recht zügig bahnte sich All The Way Down seinen Weg durch die hiesige Musiklandschaft. „Die Punk-Szene hat uns seit unseren ersten Konzerten stets mit offenen Armen empfangen”, lobt John, Drummer und Lead-Sänger der vierköpfigen Band. „Wir haben uns dank des DIY-Spirits nicht nur musikalisch, sondern auch auf menschlicher Ebene weiterentwickeln können.”

All The Way Down haben auf Festivals wie Rock-A-Field, Rock um Knuedler, Mess for Masses, Rock de Schleek und Food for Your Senses gespielt und standen bereits mit The Casualties, Strung Out, The Adolescents, Against Me und The Ataris auf der Bühne. Die Jungs sind erwachsen geworden und melden sich mit einer großen Portion Energie und neuen Ideen zurück: „Klar sind die lauten und schnellen Elemente in unseren Songs noch genauso präsent wie vor sieben Jahren. Allerdings haben wir uns auch jenseits von unseren Punk-Rock-Helden inspirieren lassen. Wir hoffen, dass wir mit unserem Sound die gesamte luxemburgische Musikszene bereichern.”

Diesen Sound präsentiert All The Way Down mit ihrem ersten Album „For The Princess“ auf eindrucksvolle Weise. Ein Meilenstein für die Musiker, die sich, wie es scheint, ihren Teenie-Traum endlich verwirklicht haben: „Wir fiebern bereits jahrelang unserem Debütalbum entgegen. Dabei hatten wir unser Projekt über längere Zeit auf Eis gelegt. Jetzt freuen wir uns umso mehr, zu zeigen, wie sehr wir uns als Band entfaltet haben und was man in Zukunft von uns erwarten kann.”

Und das Resultat dieser Entwicklung kann sich hören lassen. All The Way Down zeichnet sich dadurch aus, trotz studienbedingter Aufenthalte außerhalb Luxemburgs gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten – ein Zusammenhalt, der sich bereits früh im Punk-Quartett manifestiert hat: „Gemeinsam auf einer Bühne zu stehen und neue Leute und Orte kennenzulernen, hat uns als Band zusammengeschweißt”, sagt John. „Jeder von uns lebt sein eigenes Leben, und natürlich prallen da – im allerbesten Sinne – immer wieder Welten aufeinander. Diese unterschiedlichen Auffassungen verarbeiten wir musikalisch weiter.”

Das Debütalbum ist eine vielschichtige Platte geworden, und wartet mit musikalischen und textlichen Qualitäten auf. „Wir haben sehr darauf geachtet, unseren Sound aufs nächste Level zu bringen. Dadurch klingt alles ausgereifter und progressiver als auf unserer ersten EP.” Unverkennbar auch die düstere Atmosphäre, die Sänger John so erklärt: „Es sind eher die negativen Gedanken und Geschehnisse im Leben, die zur Kreativität anregen. Ich glaube, dass sich viele Menschen aus unserer Generation in den Themen des Albums wiederfinden können.”

Am 4. März im Gudde Wëllen.

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