Back to the Books: Graffiti-Battle und Frauen an Sprühdosen

In den Rotondes werden am Samstag die Sprühdosen gezückt: Die Veranstaltung „Back to the Books“ widmet sich zum dritten Mal ganz der Graffitikunst. Es gibt ein Battle, die Doku „Girl Power“ über Frauen in der Szene und eine erstaunlich männliche Jury.

Beim Graffiti-Battle von „Back to the Books“ treten 24 Künstler*innen gegeneinander an. (Copyright: Back to the Books)

Mit „Back to the Books“ verdonnern die Rotondes niemanden zur Pflichtlektüre und zitieren auch keinen vors Bücherregal. Der Veranstaltungstitel spielt auf die Black Books an: Hefte, die Writer*innen – so heißen Graffiti-
künstler*innen, die vor allem Buchstaben an die Wand bringen – zur Verbesserung ihres Stils nutzen und untereinander austauschen. mehr lesen / lire plus

Erzählabend: Menschenfressende Ungeheuer gehen um

Am Samstag nehmen gleich mehrere Erzähler*innen, darunter Betsy Dentzer und Luisa Bevilacqua, das Publikum im Biodiversum mit auf eine Reise durch Sagen, Märchen und Naturwelten. Die Veranstalterin Muriel Nossem sprach mit der woxx über die Kunst des Erzählens.

Märchen, Sagen und andere Geschichten: Im Biodiversum in Remerschen nehmen ausgebildete Erzähler*innen ihr Publikum mit auf Gedankenreisen. (Copyright: Luis del Río/Pexels)

„Erzählungen berühren Menschen“, sagt die Erzählerin Muriel Nossem. „Erzählungen erlauben es zu reisen, schöne Momente zusammen zu verbringen.“ Nossem ist Naturpädagogin und bietet seit drei Jahren Naturwanderungen mit Erzählungen an. Am Samstag lädt sie gleich mehrere Erzähler*innen aus Luxemburg, Belgien und Frankreich ein, um unter dem Dach des Biodiversum in Remerschen ihre liebsten Geschichten zu teilen. mehr lesen / lire plus

Bühne frei für Texter

Francis Kirps, Christian Happ und Luc Caregari machen morgen aus der Escher Kulturfabrik ihre Lesebühne. Special Guests gibt es obendrauf.

Bildquelle: Die Lesebühne in Luxemburg

Kein Kabarett, keine Lesung und auch kein Poetry Slam, sondern von allem etwas: Bei den Lesebühnen versammelt sich ein festes Autor*innen-Ensemble regelmäßig, um selbstgeschriebene Kurztexte möglichst unterhaltsam vorzutragen. Anders als beim Poetry Slam gibt es dabei außer dem Applaus des Publikums nichts zu gewinnen – und den wollen morgen Abend Francis Kirps, Christian Happ und Luc Caregari für ihre Beiträge in der Escher Kulturfabrik ernten.

Die Autoren sind bekannte Gesichter aus der luxemburgischen Literatur- und Künstler*innenszene. mehr lesen / lire plus

Digitales Bookfest: Feministische und politische Höhepunkte

Was haben Margaret Atwood, Francis Kirps, Edward Snowden und internationale Aktivist*innen gemeinsam? Sie alle kommen am Wochenende zu Literaturbegeisterten nach Hause und feiern mit ihnen das digitale „Bookfest“.

Copyrigth: Frankfurter Buchmesse

Es ist für gewöhnlich schwer, der Literatur-Prominenz bei der Frankfurter Buchmesse ungestört zu lauschen oder mehrere Veranstaltungen unter einen Hut zu bringen. Das Messegelände ist überfüllt und vor den Lesebühnen formen sich schnell Menschentrauben. Dieses Jahr fällt dieser Stress wegen Corona flach. Die Veranstalter*innen haben das „Bookfest“ zum Großteil ins Internet verlegt. Am Samstag, dem 17. Oktober 2020, werden Lesungen, Diskussionsrunden und Performances per Livestream auf YouTube und auf buchmesse.de mehr lesen / lire plus

Martha Da’ro: Trommelnde Beats und Straßengangs

Die Sängerin und Schauspielerin Martha Da’ro folgt am Samstag im Neimënster dem Ruf des Plattenlabels De Läbbel und bringt eine Mischung aus Hip-Hop, Soul und Pop auf die Bühne.

Martha Da’ro präsentiert ihre wundervoll raue Stimme und ihre energiegeladenen Songs am Samstag im neimënster. (Copyright: Yaqine Hamzaoui)

Pixel, Pixel, noch mehr Pixel – plötzlich eine Stimme: krächzend, zerbrechlich und trotzdem wundervoll. „I know I’ve been a fool. I know I’ve been a fool for letting you go“, singt sie. Aus den Pixeln wird ein Auge, dann ein Gesicht. Es ist das der belgischen Sängerin Martha Da’ro.

Die Pixel gehören zum Videoclip ihrer Single „Fool“. mehr lesen / lire plus

Au théâtre : Truckstop

Suite du passage en revue des abondantes productions théâtrales du moment, avec le très réussi « Truckstop », une production du Centaure accueillie au Kinneksbond.

Sullivan Da Silva, Elsa Rauchs…

Un bar routier déserté, qu’on imagine aisément rendu obsolète par une infrastructure d’autoroutes toujours plus envahissante. Katalijne, qui souffre de troubles de la concentration, mène une vie rangée, dont sa mère, propriétaire de l’établissement, a organisé les moindres aspects. Et puis survient Remco, qui rêve d’aventures dans un camion flambant neuf et qui séduit la jeune femme. Elle et lui vont alors échafauder des plans d’avenir… que la mère de Katalijne, pas convaincue de la fiabilité de Remco, va s’employer à contrecarrer. mehr lesen / lire plus

Wiederaufnahme von „Le Gardien“: „Das Team hatte glänzende Augen, als es die Bühne betrat“

Das Theaterstück „Le Gardien“ feiert nach einer Corona-Zwangspause seine Wiederaufnahme im Escher Theater. Die Produktionsleiterin Tessy Fritz über glänzende Augen, Schauspiel und Masken sowie digitale Theaterprojekte.

Was ist schon dabei, einander auszunutzen? Davies (rechts) und Mick (links) haben es beide auf Aston abgesehen. (Fotos : Vincenzo Cardile)

„Es tut gut, endlich wieder loszulegen. Das Team hatte glänzende Augen, als es die Bühne bei der ersten Probe betrat“, sagt Tessy Fritz, Produktionsleiterin des Theaterstücks „Le Gardien“ und Präsidentin der Theaterorganisation Canopée. Das Stück wurde im Februar 2020 im Düdelinger Kulturzentrum Opderschmelz uraufgeführt. Es folgten vier weitere Aufführungen bis in den März hinein, dann fiel der Vorhang für mehrere Monate: Die Kulturinstitutionen schlossen wegen der Corona-Pandemie ihre Türen. mehr lesen / lire plus

Au théâtre : Comme s’il en pleuvait

Bridée par la pandémie dès mars dernier, la saison théâtrale a démarré sur les chapeaux de roues, avec de nombreuses productions simultanées. Pour notre édition en ligne, regard sur « Comme s’il en pleuvait », une production du TOL accueillie au Théâtre des Capucins.

Steeve Brudey et Colette Kieffer dans « Comme s’il en pleuvait » (Photo : Ricardo Vaz Palma)

Bruno et Laurence sont un couple a priori sans histoires de la classe moyenne : lui anesthésiste, elle enseignante. Leur vie bascule le jour où un billet de cent euros se retrouve sur la table de leur salon, sans que ni l’un ni l’autre ne l’y aient laissé. mehr lesen / lire plus

Désoeuvrés: Musik und Text in den Rotondes

Einblicke in Schreibprozesse: Die Literaturveranstaltung Désoeuvrés bringt am 8. Oktober Autor*innen wie Nora Wagener und Tullio Forgiarini mit Musik von Gregario und den Stiff Peaks zusammen.

Copyright: CC BY Tekke ND 2.0

Nora Wagener, Laura Märker, Tullio Forgiarini und Jean-Marc Ceci sind völlig neben der Spur. Das ist keine Beleidigung, das ist das Thema der nächsten Ausgabe der Literaturveranstaltung Désoeuvrés in den Rotondes. Auf französisch heißt das Motto « à côté de la plaque ». Eine Anspielung auf das, was die Veranstalter*innen Isabelle Junck, Jeff Schinker und Tom Haas in ihrer Pressemitteilung zwischen den Zeilen als Professionalisierung der Eventreihe bezeichnen: das bewusste Zusammenwirken von Musik und Literatur. mehr lesen / lire plus

Théâtre : Masques dans la salle et sur scène

La saison théâtrale reprend enfin. Au TNL, « Objet d’attention », coproduction avec le TOL, pose un regard sur la maltraitance des enfants en jouant à cache-cache avec le public et les protagonistes.

Une passion dévorante qui va déboucher sur un drame, mais lequel exactement ? (Photo : Bohumil Kostohryz)

À l’entrée dans la salle du Théâtre national, on ressent un double plaisir : d’abord, cette sensation de rompre un jeûne de théâtre imposé par les circonstances sanitaires, avec des saisons interrompues en plein élan ; ensuite, la contemplation d’un vaste plateau où l’on découvre un décor sur deux étages, chose évidemment impossible dans l’antre du Théâtre ouvert Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Grenzenlos Kultur: Telefon-Kanon, Krise und Symposium im Wohnzimmer

Ein Kollektiv greift zum Hörer, eine Akademie inszeniert die Welt in der Krise und Künstler*innen mit Behinderung ergreifen bei einem Symposium das Wort – das hat das Festival Grenzenlos Kultur an diesem Wochenende online zu bieten.

Hallo? She She Pop am Apparat? Das Performance-Kollektiv schwelgt beim Grenzenlos Kultur Festival am Telefon in Erinnerungen an Theaterbesuche. (Copyright: She She Pop)

Das Grenzenlos Kultur Festival der Organisation Lebenshilfe Kunst & Kultur, die Projekte im Bereich Kunst und Behinderung konzipiert, läuft noch bis Sonntag – in Mainz und in den eigenen vier Wänden. Wer es am Wochenende nicht in die Stadt am Rhein schafft, darf sich über drei Online-Veranstaltungen freuen. mehr lesen / lire plus

Britisch-irisches Filmfestival: Filme gucken, Englisch sprechen, Sekt trinken

Dieses Wochenende beginnt das British & Irish Film Festival Luxembourg. Ein Festival mit allem, was dazu gehört: digitale Gesprächsrunden, viel Kino und eine Magnumflasche Crémant.

Wer will Popcorn zum „British & Irish Film Festival Luxembourg“? Das Filmfest bietet vom 18. bis zum 26. September ein abwechslungsreiches Programm – filmisch und in puncto Rahmenevents. (Copyright: CCO)

In den Kinos der Hauptstadt wird es vom 18. bis zum 26. September britisch und irisch: Das British & Irish Film Festival Luxembourg trotzt sowohl Corona als auch dem Brexit und geht in die elfte Runde. Das Programm reicht von Dramen über Komödien bis hin zu Dokumentarfilmen. mehr lesen / lire plus

Kulturfestival: „Wir wollen mit dem Festival Identitäten zelebrieren“

Das Kulturfestival „This Is a Human’s World“ will auf Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern sowie Genderdiversität in der luxemburgischen Musikszene hinweisen.

„Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich als Mann in der richtigen Position bin, um ein Festival zu organisieren, das die Diskriminierung von Frauen und Genderdiversität thematisiert“, sagt Pascal Useldinger, Veranstalter des Festivals „This Is a Human’s World“ der woxx, „aber mein Dasein als Mann darf mich letzten Endes nicht daran hindern, auf Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, unterschwellige Homofeindlichkeit und Rassismus in Luxemburg hinzuweisen.“ Useldinger wirkt den Missständen am Samstag mit einer Diskussionsrunde, Auftritten vorwiegend weiblicher Musiker*innen und Performances entgegen. mehr lesen / lire plus

Résidences artistiques : Courage, squattons !

La pandémie a chamboulé le train-train culturel luxembourgeois. Malgré la pluie d’annulations, certain-e-s ne se sont pas laissé-e-s aller à l’oisiveté, mais ont inventé de nouveaux formats − comme la Kulturfabrik avec ses résidences Squatfabrik.

Le nom implique un retour aux origines, car le centre culturel Kulturfabrik, pour celles et ceux qui l’ignoraient encore, est bien la seule institution culturelle du pays à ne pas avoir été conçue lors d’un conseil communal ou dans une antichambre ministérielle. Elle s’est construite à partir de la base et contre la volonté politique. Les années 1980 furent donc des années de lutte contre les politicien-ne-s, que ce soit au niveau communal ou étatique. mehr lesen / lire plus

Geht’s wieder? Weltmusikkonzerte 
in Luxemburg


Musiker*innen und Veranstalter*innen sind seit Anfang des Jahres von der Pandemie schwer gebeutelt und das Publikum lechzt nach Livekonzerten. Die Philharmonie Luxemburg und Cube 521 in Marnach setzen alles daran, ihre Säle wieder zu füllen.

Der kurdisch-iranische Kamantsche-Virtuose Kayhan Kalhor kommt demnächst gleich zwei Mal nach Luxemburg. (Foto: Yannis Psathas)

Abos für die neue Saison sind in der Philharmonie bisher nicht vorgesehen und es bleibt natürlich auch bei einzelnen Livekonzerten ungewiss, ob sie stattfinden. Doch es macht es Hoffnung, dass die Konzerthäuser zumindest versuchen Konzerte zu veranstalten. Im – vorläufigen – Programm der Philharmonie, wie auch in dem des Cube 521 sind Auftritte ausgezeichneter Weltmusik-Künstler*innen vermerkt. mehr lesen / lire plus

Müholos in der Kulturfabrik
: Dr. Müller verschreibt Trance


In der Kufa Summer Bar wird es am Freitag experimentell, abgespact und grell: Auf zu neuen Galaxien mit dem Roboter Müholos und DJ Ghost!

Staubsauger aus dem All oder DJ? Müholos legt Trance und Elektro auf. (COPYRIGHT: Müholos)

Müholos ist ein Staubsauger auf zwei Beinen mit blinkender Lichterkette um den Hals. Streng genommen ist er ein Roboter, eine Klangmaschine. Er steht hinterm Mischpult, legt Elektro und Trance auf. Wer ihn zusammengebastelt hat? Dr. Alfred Müller, der Dr. Frankenstein der Musikszene. Er erweckte Müholos zum Leben und schleppt ihn nun in die Summer Bar der Escher Kulturfabrik.

Im Internet gibt es zu den beiden Beschreibungen wie diese: „Müholos est la création du savant Docteur Alfred Müller, qui a consacré sa vie au développement complexe d‘une machine sonore luminescente aux émanations de plaisir intense.“ mehr lesen / lire plus

Festival : Congés corona

Le mois d’août est traditionnellement celui des Congés annulés aux Rotondes – pandémie oblige, la formule a été repensée et mise surtout sur les artistes locaux.

Jeune talent à découvrir d’urgence : Jana Bahrich est Francis of Delirium. (© Rotondes)

Le business de la musique a été frappé de plein fouet par le confinement et a toujours des difficultés à s’en relever maintenant. Cela pour plusieurs raisons : les règles du moment ne permettent pas d’organiser de grands événements ni à l’intérieur ni à l’extérieur, le public rechigne à revenir de peur de s’infecter et surtout – c’est ce qui distingue la musique d’autres disciplines comme le théâtre ou les arts plastiques – le business international est au plus bas. mehr lesen / lire plus

Jazz: Du bon bop au Bock

Les concerts reportés pendant le confinement commencent doucement à se tenir à nouveau. Ce dimanche, Giuseppe Millaci et son Vogue Trio investiront donc le parvis de Neimënster pour un apéro jazz attendu.

Giuseppe Millaci (au centre) et ses acolytes jazzeront à Neimënster ce dimanche. (Photo : giuseppemillaci.com)

Jeune, mais émérite : le contrebassiste Giuseppe Millaci a beau n’être né qu’en 1988 en Sicile, il peut déjà afficher sur sa carte de visite une intense activité de sideman, dans sa Belgique d’adoption et ailleurs. En 2016, il met sur les rails « son » groupe, le Vogue Trio, où officient le batteur belge Lionel Beuvens et le pianiste français Amaury Faye, rencontré lors d’une jam-session. mehr lesen / lire plus

The Rise of the Synths: Musikalische Post aus Vergangenheit und Zukunft

Der Dokumentarfilm „The Rise of the Synths“ porträtiert die lange unbekannt gebliebenen Komponist*innen des Synthwave. Ein Musikgenre, das Mitte der 2000er-Jahre aus MySpace hervorging. Die Rotondes zeigen den Film zum Auftakt der Congés annulés.

Ran an die Synthesizer: „The Rise of the Synths“ dokumentiert das Musikgenre Synthwave und dessen Protagonist*innen. (Copyright: The Rise of the Synths)

„If you are hearing this, this is a message from the past and from the future“, dröhnt es im Trailer zur Doku „The Rise of the Synths“. Die Vergangenheit liegt in dem Fall vierzig Jahre zurück – und die Zukunft deren zwanzig. Das im Film dokumentierte Musikgenre Synthwave, entwickelte sich nämlich Anfang der 2000er-Jahre auf der Internetplattform MySpace, nimmt aber starken Bezug zu bestimmten popkulturellen Szenen der 1980er. mehr lesen / lire plus

Konzert: Folk zu Tabuthemen von Fernanda Stange

Die brasilianisch-luxemburgische Singer-Songwriterin Fernanda Stange tritt am Samstag auf. Die Corona-Krise hat sie zunächst gelähmt, dann beflügelt.

Die Singer-Songwriterin Fernanda Stange liefert bei ihrem ersten Konzert nach der Ausgangssperre Folk, emotionale Texte und einen neuen Song. (Foto: Noémie Piscitelli)

Die Ausgangssperre im Frühjahr verbannte Musiker*innen in die eigenen vier Wände. Weltweit funktionierten sie ihre Wohnzimmer zu Bühnen um. Die Singer-Songwriterin Fernanda Stange performte ebenfalls vor der Webcam. Am Samstag sitzt sie erstmals wieder mit Gitarre und ohne Bildschirm live vor dem Publikum. Die brasilianisch-luxemburgische Musikerin tritt im Le Gueulard Plus in Nilvange auf.

„Ich freue mich darauf, besondere Momente auf der Bühne zu erleben, in denen ich wirklich eine Verbindung zum Publikum habe. mehr lesen / lire plus