Inklusion: Ein Leitfaden

Die UN-Behindertenrechtskonvention legt fest, dass gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein Menschenrecht ist. Um sie umzusetzen, muss sich auch Luxemburg Instrumentarien geben.

(Foto: Pixabay)

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„Inklusion“ ist en vogue, auch wenn nicht jeder den Leitbegriff mit Inhalt zu füllen vermag, der mehr eine Gesellschafts-Utopie als die Realität beschreibt. Bis wir in einer Gesellschaft leben, in der die Teilhabe aller gesichert ist, ist es ein weiter Weg. Und doch wird auch in Luxemburg mehr und mehr für das Thema sensibilisiert. So veranstaltete Info-Handicap in diesen Wochen unter dem Motto „Goinclusive“ gleich mehrere Konferenzen. Zwei fanden am Abend des 9. November statt: eine im LTPES mit Betroffenen, die andere, ausgetragen von der Menschenrechtskommission (CCDH) mit dem Präsidenten der Lebenshilfe Österreichs, Germain Weber und der am CHL tätigen Kinder-Psychologin Nora Wurth. mehr lesen / lire plus

Musiktherapie: „Musik erreicht jeden“

Dass Musik eine heilende Wirkung hat, ist seit langem erwiesen. Der „Europäische Tag der Musiktherapie“ am 15. November gibt der Luxemburger Vereinigung „GML“ und dem Europäischen Dachverband „EMTC“ Gelegenheit, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

„Was halten Sie von Musik?“ fragt ein Arzt einen Alzheimer-Patienten im Film „Alive Inside“. „Mein Herz schlägt für Musik. Ich liebe Musik“, antwortet der. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Musikstücke bei dementen Menschen starke Gefühle auslösen, wie sie Erinnerungen wecken. Musik aktiviert mehr Synapsen im Gehirn, regt umfassender an als alles andere, so die unmissverständliche Botschaft. „Jeder Mensch braucht Stimulation von außen – vom Kindesalter an bis ins hohe Alter“, erklärt ein Arzt im Film. mehr lesen / lire plus

Ohne Quote geht’s nicht!

„Gut, dass sie endlich kommt!“ bejubelt der CID-Femmes das Vorhaben der Gleichstellungsministerin, die Frauenquote umfassend durchzusetzen. Nun habe auch der Regierungsrat dem Vorschlag Mutschs zur Quotierung der Wahllisten (National- und Europawahlen) zugestimmt. Angeblich gegen den Widerstand der DP, der eine solche Reglementierung zuwider sei. „Die Quote bahnt sich ihren Weg – und das ist gut so.“ Es habe sich gezeigt, dass es ohne das von Hassliebe geprägte Instrument Quote nicht vorangeht mit der demokratischen Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung. Kritik äußert der CID an der Unterschiedlichkeit der Regelungen für die Europa- und die Nationalwahlen wie auch daran, dass es auf kommunaler Ebene keine Quotierung gibt. mehr lesen / lire plus

AUTISMUS: Eigene Welt?

Autisten leben in ihrer eigenen Welt, so die landläufige Vorstellung. Dabei wäre es an uns, ihnen Orientierungspunkte zu geben.

Klischee-Autist: Dustin Hoffman in Rainman (1988).

Er zählte Spiel-Karten und Streichhölzer in rasender Geschwindigkeit, las zwei Seiten eines Buches gleichzeitig und blieb auf der Straße, mitten im Verkehr, abrupt stehen, weil die Ampel auf Rot umschaltete. Dustin Hoffman spielte in „Rainman“ (1988) den erwachsenen Autisten und „Savant“ Raymond. Einen sonderbaren, tollpatschigen Menschen, der zwar hochbegabt ist, aber in vielen Alltagssituationen völlig aufgeschmissen. Der Prototyp eines Autisten war filmisch geschaffen. Doch obwohl „Rainman“ zur Enttabuisierung des Phänomens beigetragen hat, hat der Film auch ein Stück weit zur Zementierung des Klischees über Autisten beigetragen. mehr lesen / lire plus

SCHULE: Auf dem Weg zur Inklusion

Ein inklusives Schulsystem ist möglich – so zumindest die Erfahrung an einer Schule in Lorentzweiler. Wichtig ist jedoch, dass Lehrer und Sonderpädagogen an einem Strang ziehen.

165 ununterbrochene Ballwechsel im Federballspiel, so der Rekord, den Lynn zusammen  mit ihrer Sportlehrerin Barbara Goetschalckx aufgestellt hat. Eine enorme Leistung für ein Mädchen mit Trisomie 21. Aber es hat auch lange gedauert. „Meistens saß sie da und hat beim Gruppenturnen nicht mitgemacht. Das musst du erst eimal aushalten“, so Goetschalckx.
Diese Woche hatte die „Groupe Luxembourgeoise d’Education Nouvelle“ (GLEN) zu dem 15-minütigen Dokumentarfilm von Serge Benassutti mit dem Titel „Lynn? – Firwat net? Inclusion gëtt et!“ mehr lesen / lire plus

BEHINDERUNG / SEXUALITÄT: Gegen alle Vorurteile

Behinderte Menschen und Sexualität – nach wie vor ein Tabu. Statt es zu thematisieren und neue Wege, wie die Sexualassistenz, zu beschreiten, ziehen es die Verantwortlichen vor zu schweigen.

Einmal loslassen – für behinderte Menschen ist das Ausleben ihrer Intimität nicht einfach.

„Meine Einschränkungen in der Sexualität bestehen darin, daß ich nicht so einfach flirten kann, und dass ich nicht sehe, was mein Partner von mir will“, schreibt ein junger Mann, der als Vollblinder geboren wurde in einem Blog. Charlotte dagegen kam mit einer spinaler Muskelatrophie auf die Welt. Wegen des fortschreitenden Muskelschwunds wurde ihr eine Lebenserwartung von nicht mehr als einem halben Dutzend Jahren vorausgesagt. mehr lesen / lire plus