Naturmusée: Schräge Vogelwelt

Das Nationalmuseum für Natur-
geschichte gibt in einer eigens konzipierten Ausstellung Einblick in die Biologie, die Lebensweisen, aber auch die Bedrohungen der Vögel.

Ende Oktober machten fünf Natur- und Umweltbewegungen auf einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in der luxemburgischen Vogelwelt aufmerksam. Unter den Organisationen, die Alarm schlugen, war auch das Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHN), das bis Juni 2020 die Sonderausstellung „Geckeg Vullen“ zeigt. Diese kommt also zum richtigen Zeitpunkt, denn der Rückgang der Biodiversität ist für viele Wissenschaftler*innen ein genauso schwerwiegendes Problem wie die Klimakrise. Bei den Vögeln ist er besonders spürbar, immer mehr Arten landen auf roten Listen.

Die Ausstellung beginnt jedoch am Anfang: Die Evolution der Vögel. mehr lesen / lire plus

Dramatisches Vogelsterben in Luxemburg

Fünf Natur- und Umweltbewegungen warnen vor einem drastischen Schwund der Artenvielfalt in der luxemburgischen Vogelwelt.

Bereits im Mai machte der Bericht des Weltbiodiversitätsrats darauf aufmerksam, dass weltweit über eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Im Anschluss an die Veröffentlichung machten einige Umwelt-NGOs publik, dass das Phänomen auch vor Luxemburg keinen Halt macht. Am heutigen Donnerstag, dem 30. Oktober, haben die Association des biologistes luxembourgeois (Abiol), der Mouvement Ecologique, das Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHN), natur&ëmwelt, und die Société des naturalistes luxembourgeois (SNL) in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen eine Kampagne gestartet, die auf die Situation der Vögel in Luxemburg aufmerksam machen soll.

Die sogenannte Rote Liste, ein Dokument, in dem genau aufgelistet ist, welche Vogelarten wie häufig in Luxemburg vorkommen, wurde heute ebenfalls veröffentlicht. mehr lesen / lire plus

Konferenz: Das große Insektensterben

Am Mittwoch, dem 12. Juni, lädt der Mouvement écologique zu einer Konferenz mit dem Schmetterlingsforscher und Buchautor Andreas H. Segerer.

Foto: Martin Melicherik/Pixabay

Die Meldungen zum Artenschwund der letzten Jahre sind erschreckend: In knapp drei Jahrzehnten ging die Biomasse von Insekten in Deutschland um 75 Prozent zurück. Eine Million Arten – darunter auch viele Insekten – sind weltweit vom Aussterben bedroht. Um erneut auf diese Problematik aufmerksam zu machen und Lösungswege aufzuzeigen, lädt der Mouvement Ecologique mit der Unterstützung der Association des biologistes luxembourgeois, des Nationalen Museums für Naturgeschichte (MNHN), von natur&ëmwelt, der Société des naturalistes luxembourgeois (SNL) und der Plattform Meng Landwirtschaft zu einer Konferenz ein. mehr lesen / lire plus

Artensterben: Systemwechsel nötig

Über eine Million Arten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Das Artensterben betrifft auch Luxemburg. Letzte Woche forderten mehrere NGOs ein radikales Umdenken in der Politik.

Landnutzungsänderungen sind einer der großen Treiber des Artensterbens. Ein Beispiel dafür ist Deforestation wie hier in Madagaskar. (Foto: Dudarev Mikhail/Shutterstock.com)

Bereits bei der Einladung zur Pressekonferenz wurde klar, dass es sich um ein ganz besonderes Statement handeln würde. Es kommt nämlich nicht alle Tage vor, dass politische Organisationen wie der Mouvement écologique und Natur & Ëmwelt gemeinsam mit wissenschaftlichen Vereinen wie der Association des biologistes luxembourgeois (Abiol), der Société des naturalistes luxembourgeois (SNL) und gar dem Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHN) gemeinsam vor die Presse treten. mehr lesen / lire plus

Biodiversitätsforschung: Luxemburg verstärkt Zusammenarbeit

Luxemburg ist seit zwei Wochen Vollmitglied bei der Global Biodiversity Information Facility (GBIF), einer weltweiten Datenbank über das Leben auf unserem Planeten.

Über 5000 Beobachtungen von Parus Major, der Kohlmeise, wurden in der Datenbank eingetragen. (Foto: cc by-sa Kristjan Osbek)

Seit dem 19. Dezember hat das Großherzogtum seinen Mitgliedschaftsstatus bei der GBIF geändert. 2005 ist Luxemburg der Organisation beigetreten, die Koordination erfolgt seitdem über das Nationale Museum für Naturgeschichte (MNHN). Mit der Vollmitgliedschaft kommt nicht nur das Wahlrecht in den Gremien der Organisation, sondern auch eine Rechnung. Luxemburg muss nun einen finanziellen Beitrag zur GBIF leisten, der „proportional zur Größe seiner Wirtschaft“ ist. mehr lesen / lire plus

Insektensterben
: Stiller Frühling?

Es gibt immer weniger Insekten, stellt eine deutsche Studie fest. 
Wie ist die Situation in Luxemburg – und was kann gegen das Insektensterben getan werden?

(Foto: pixabay/TambiraPhotography)

Tote Bienen erregen die Gemüter – wenn andere Insekten sterben, ist der öffentliche Aufschrei jedoch wesentlich leiser. Als Ende Oktober ein deutsches ForscherInnenteam die Resultate einer Langzeitstudie vorstellte, gab es dennoch Schlagzeilen. 27 Jahre lang hatten die ForscherInnen Insekten in Naturschutzgebieten gefangen und die Biomasse gewogen. Sie fanden heraus: Es gibt immer weniger Fluginsekten, in knapp drei Jahrzehnten ging die Biomasse um 75 Prozent zurück. In den Sommermonaten, in denen es eigentlich besonders viel Insekten geben sollte, lag der Schwund sogar bei über 80 Prozent. mehr lesen / lire plus

SAATGUT: Aufkeimen?

Der kürzlich gegründete Verein „Seed“ setzt sich zum Ziel, eine Saatgutsammlung aufzubauen und den Anbau und Tausch von traditionellen Nutzpflanzenarten zu fördern. Außerdem will er über die aktuelle Gesetzeslage infomieren.

Monokulturen so weit das Auge reicht? Damit das nicht so wird, ist auch die Luxemburger Regierung gefordert stärker über die aktuellen EU-Gesetz-Entwicklungen zum Saatgut zu informieren und Stellung zu beziehen.

„Von den nur noch 695 in Luxemburg vorkommenden Arten sind mindestens 6 Prozent gefährdet“, heißt es in den kürzlich in einer von der „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) veröffentlichten Studie, die sich auf die IUCN-RedList Europas bezieht. Für die Rote Liste Europas wurde der Schutzstatus von über 6.000 hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten nach den Kategorien der IUCN und den regionalen, länderspezifischen Richtlinien bestimmt. mehr lesen / lire plus