Justine Blau: Auf der Suche nach Darwin

Die Düdelinger Stadtgalerie Nei Liicht bietet zurzeit Raum für die künstlerischen Explorationen von Justine Blau. Einmal eingetaucht in die vielseitigen Arbeiten, können Besucher*innen einen reichen Schatz an Nachforschungen zu Fragen des Lebens und Wiederbelebens entdecken.

Graue Archivboxen mit Darwins Herbarium: eine Priorität für das De-extinct project. (Fotos: © Justine Blau)

Was war zuerst? Das Huhn oder das Ei? Entlang der Stufen zur Ausstellung im ersten Stock finden sich die ersten Hinweise auf die Thematik der Ausstellung. Die Fotografie einer marmornen Statue mit Ei in der Hand sinniert wohl über den Ursprung des Lebens. Gegenüber dem Philosophen steht „Vida inerte“ und „Phusis kruptesthai philei“. mehr lesen / lire plus

Einzelausstellung: Konstruktion Kunst

Der junge luxemburgische Künstler Yann Annicchiarico gestaltet in seiner aktuellen Einzelausstellung „La moitié des yeux“ den Galerieraum Nosbaum Reding um. Dabei führt er die Besucher*innen durch ein Labyrinth der Kunst(geschichte).

Betritt man zurzeit die Galerie Nosbaum Reding in der Rue Wiltheim Nr. 4, sieht man sich dicht hinter der Tür konfrontiert mit einer raumfüllenden Konstruktion. Breite, doppelwandige Holzkonstruktionen mit tür- und fenstergroßen Öffnungen oder stufenförmigen Kanten erinnern an Bühnenkulissen oder Filmsets. Auch die Belichtung durch sorgfältig platzierte kleine Scheinwerfer auf Ständern verstärkt diesen Eindruck der Inszenierung. Man sieht in die offenen Strukturen hinein und durch sie hindurch, schwarze Panels verkleiden nur teilweise den Aufbau. mehr lesen / lire plus

Videoinstallationen: Zwei Blickwinkel auf Raum und Zeit

Aktuell findet man im städtischen Cercle Cité die Videoinstallationen zweier junger Kunstschaffender. Thibault Brunet und Suzan Noesen bieten mit „Soleil noir“ und „Libera Pagina!“ sehr unterschiedliche multimediale Konzepte mit gelegentlichen Berührungspunkten unter dem Ausstellungstitel „Points of View“.

Thibault Brunets künstlerische Arbeiten haben meist Videospiele oder digitale Datensätze wie räumliche Gebäudemodelle aus Google Earth als Ausgangspunkt. Nun wechselt er die Seiten, indem er mit einem sperrigen 3D-Scanner Innen-, aber vor allem Außenräume digitalisiert. Das schwere Gerät übersetzt sozusagen seine natürliche oder urbane Umgebung in einem Umkreis von 150 Metern in eine digitale Punktewolke. Dabei besitzt diese Art Sprache eine Reihe an Eigenheiten, die die eingefangene Realität entfremden. mehr lesen / lire plus

Berthe Lutgen und Jos Weydert: Malen gegen Missstände

In der wenig bekannten Galerie „Wallis Paragon“ unweit des städtischen Hauptbahnhofs lässt sich zurzeit die Vielfalt von Berthe Lutgens Arbeitsweise erkunden. Die Ausstellung zeigt zudem eine kleine Auswahl von Werken ihres Künstlerkollegen und Mannes Jos Weydert. Beide sind Urgesteine der politisch engagierten Kunst in Luxemburg.

Berthe Lutgen – Memento Mori mit Plastik (Bilder: Berthe Lutgen)

Den Namen Berthe Lutgen verbindet man wohl als Erstes mit Feminismus, ist die 1935 geborene Frauenrechtlerin doch als Begründerin des „Mouvement de Libération des Femmes au Luxembourg“ (MLF) bekannt. Das letzten April in der Abtei Neumünster (woxx 1470) erstmals ausgestellte langformatige und mehrteilige Bild „La marche des femmes“ von Berthe Lutgen passte zwar nicht in Gänze in die kleinen Räumlichkeiten der Galerie „Wallis Paragon“, dafür rundet das letzte der ursprünglichen acht Panels die derzeitige Ausstellung ab. mehr lesen / lire plus