CSV: Staats- statt Volkspartei

Sie ist die größte Partei mit den kürzesten, weil nach außen hin konfliktfreien Parteitagen. Und sie wird die Geschicke des Landes noch für einige Jahre bestimmen.

Im Jahre 2009 hatte vor allem einer die Wahlen gewonnen, nämlich Jean-Claude Juncker. Weniger klar war damals allerdings, ob er sein Amt auch tatsächlich bis zum Ende der Legislaturperiode 2014 ausfüllen würde. Auch wenn Juncker immer wieder dementiert, so ist keineswegs ausgemacht, ob er nicht doch irgendwann als hauptamtlicher „Mister Euro“ oder in einer sonstigen EU-Funktion Luxemburg den Rücken kehren wird. Als designierter Nachfolger gilt (noch?) Luc Frieden, der in letzter Zeit auffallend oft zu seinem Regierungschef – auch in nicht ganz unsensiblen Themenbereichen – auf Distanz gegangen ist. mehr lesen / lire plus

KINDERBETREUUNG: Zwischenbilanz

Mangel an Betreuungsplätzen, überstürzte Einführung der Chèque- Services und mangelnde Qualität der Kinderbetreuung, das sind einige der Kritikpunkte, die diese Woche in der Chamber diskutiert wurden.

Auf Antrag der demokratischen Partei standen diese Woche die Kinderbetreuung und die Frühförderung auf der Tagesordnung der Chamber. Die DP monierte scharf den Mangel an Betreuungsstrukturen und -plätzen: „Vor ein paar Jahren hat Luxemburg bei einem Vergleich mit dem Ausland die hinteren Ränge belegt – diese Verspätung haben wir heute noch immer nicht aufgeholt. Es ist nach wie vor wichtig, dass wir mehr hochwertige Betreuungsplätze haben, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, so Parteipräsident Claude Meisch am Mittwoch im Parlament. mehr lesen / lire plus

DÉBAT: L’école, fondamentalement

Le débat « Fir d’Liewe léieren ? », organisé conjointement par le woxx et RTL-Radio s’est penché sur les questions fondamentales concernant l’école. En voici un bref résumé.

Deux de nos débatteurs de la soirée : Mady Delvaux et Guy Foetz.

Organiser un débat recèle toujours un certain nombre d’inconnues : l’évènement n’en chevauchera-t-il pas un autre ? Intéressera-t-il suffisamment de gens ? La salle ne sera-t-elle pas trop vide, ou, à l’inverse, y aura-t-il assez de places assises ? De ce point de vue au moins, le pari fut tenu. Le débat organisé conjointement par le woxx et RTL-Radio mardi dernier – avec l’aimable participation de l’Asti qui a assuré la traduction vers le français – avait pour intitulé « Fir d’Liewe léieren ?  mehr lesen / lire plus

FUKUSHIMA +1: Strahlend sauber

In Fukushima strahlen die Reaktorkerne immer noch. In Luxemburg klafft ein Widerspruch zwischen Anti-Atom-Rhetorik und der Förderung der französischen Nuklearindustrie. Zeit für den nächsten Knall?

Geisterstadt Luxemburg. Mit einer spektakulären Aktion erinnerte Greenpeace Luxemburg an den Atomunfall vor einem Jahr in Fukushima.

Am 11. März 2011 löste ein Erdbeben der Stärke 9, gefolgt von einer 15 Meter hohen Welle, einen der größten Unfälle in der Geschichte der Atomenergie aus. Ein Jahr später sind die Reaktorkerne in Fukushima noch immer nicht stabil, und die Experten untersuchen noch immer, was alles schiefgegangen ist. Weniger Beachtung wird der Tatsache geschenkt, dass es noch schlimmer hätte kommen können: Wäre es nicht gelungen, die Stromversorgung der Pumpen in Fukushima wiederherzustellen, oder wären die Folgen des Erdbebens in anderen Reaktoren gravierender gewesen, so hätte man Tokyo evakuieren müssen – ein Szenario, auf das sich die Regierung insgeheim eingestellt hatte. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Goodwill

« Réussir l’école grâce à la culture », quelle bonne idée ! Cependant, l’offensive lancée par les ministères de la culture et de l’éducation s’apparente plutôt à une manoeuvre politicienne qu’à une initiative honnête et nouvelle.

« Nous risquons de perdre quelque chose d’essentiel dans nos lycées : l’éducation artistique tout court. »

« Qui a des visions, devrait consulter un médécin », la fameuse citation de l’ex-chancelier allemand Helmut Schmidt aurait bien pu s’appliquer à la conférence de presse de lundi dernier, pendant laquelle Mady Delvaux-Steres, la ministre de l’éducation et Octavie Modert dans sa fonction de ministre de la culture, ont exposé conjointement leurs « visions » sur les relations entre culture et éducation. mehr lesen / lire plus

Narrow

Erwartungen zu erfüllen ist normalerweise nicht die Art von Anja Franziska Plaschg, alias Soap & Skin, die erst
letzte Woche mit ihrem neuen Album „Narrow“ in der Kulturfabrik gastierte. Und trotzdem ist „Narrow“ – der lang ersehnte Nachfolger auf ihr Debüt „Lovetune for Vacuum“ – genau das Album das man von ihr erhofft hatte. Sicherlich gibt es Veränderungen und Fortschritte, doch der verzweifelte Grundton, mit der über allem schwebende ätherischen Stimme und dem klassisch anmutenden Klavierspiel sind sich treu geblieben. Trotzdem fällt auf, dass sich die Künstlerin mehr in Richtung Elektronik bewegt und auch nicht mehr davor zurückschreckt dröhnende Beats und Balladen in einer Songstruktur zu vermischen. mehr lesen / lire plus

A Creature I don’t know

Zuweilen erinnert die Stimme von Laura Marling an Joan Baez und natürlich an ihr großes Vorbild Joni Mitchell. Ohne großen Pathos macht die junge Sängerin mit den weißblonden Haaren, Folkpop vom Feinsten. Nachdem schon ihr Debüt „Alas, I Cannot Swim“ großen Anklang gefunden hatte, und ihr mit „I Speak Because I Can“ ein Emanzipierungswerk gelungen ist, hat sie letztes Jahr im Spätherbst ein weiteres Album mit dem verschlüsselten Titel „A Creature I Don‘t Know“ nachgeschoben. In den zehn Tracks des neuen Albums erzählt die Musikerin aus Hampshire ihre düsteren Geschichten, offenbart ihre intimen Geheimnisse oder erklärt das Gut und Böse der Liebe – und ist dabei noch direkter und weniger gediegen als auf den vorherigen Alben. mehr lesen / lire plus

Ningaloo

Bien entouré de musiciens chevronnés, – John Schlammes à la basse, Michel Mootz aux fûts et Claude Schaus au piano – le saxophoniste luxembourgeois Jitz Jeitz vient de sortir son nouvel album « Ningaloo ». Sur ce disque plutôt personnel, Jitz Jeitz prouve surtout les bienfaits de ne pas se prendre trop au sérieux, comme le démontrent certains de ses titres, drôles à souhaits. Point de vue musical, on n’a pas réinventé la roue, mais on reste dans des sphères plus traditionnelles du jazz, sans que cela ne devienne redondant pour autant. Pour cela, « Jingaloo » est d’abord bien trop varié, avec plusieurs exercices de style qui vont de la ballade à la reprise d’une chanson issue du registre pop, en traversant maints autres styles, avec même des clins d’oeils à la musique classique. mehr lesen / lire plus

IRAN: Machtkampf ohne Ende

Die Parlamentswahlen haben an der innenpolitischen Lage im Iran nichts verändert. Präsident Ahmadinejad steht nach wie vor unter Druck. Doch die Aktionen des Regimes werden nervöser – und damit unberechenbarer.

Auf Konfrontationskurs:
Die Bewegung „Green Iran“ hat im Sommer 2009 deutlich gemacht, dass sie keine Reformen, sondern grundlegenden Wandel will.
Vom iranischen Regime wurde sie mit brachialer Gewalt gestoppt.

Man weiß nicht recht, was weniger überraschend war: das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Russland oder das der Parlamentswahlen im Iran. Ging es für Wladimir Putin nur noch darum, wie hoch er gewinnt, stilisierte im Iran das Regime selbst zur Entscheidungsfrage, wie hoch die Wahlbeteiligung sein würde. mehr lesen / lire plus

FESTIVAL: Porte à Pop

Cela fait maintenant trois années que l`association Portugal Pop organise le festival du même nom. Cette année, ils ont choisi l`enceinte de la Kulturfabrik afin de proposer un florilège d`artistes tout au long du samedi 10 mars.

Une des stars les plus populaires du Portugal:
Zé Manel.

Créé en 2010, le Festival Portugal Pop a pour but de promouvoir la musique pop et rock portugaise au Luxembourg. Il s’adresse non seulement à la communauté lusophone du grand-duché, mais espère bien rassembler les amateurs de musique de toutes les cultures, et ce notamment grâce à la venue d’artistes chantant dans la langue de Shakespeare. mehr lesen / lire plus

ANGELINA JOLIE: L’amour de la guerre

« In the Land of Blood and Honey », le premier film d’Angelina Jolie n’a pas divisé les esprits pour rien : d’un côté, c’est un exploit et une réussite, de l’autre, la greffe ne prend pas vraiment.

Leur amour va être anéanti par la guerre civile.

L’histoire que raconte « In the Land of Blood and Honey » est vieille comme l’humanité. C’est Roméo et Juliette pris dans une machinerie patriarcale qu’ils ne peuvent pas vaincre, même s’ils le voulaient. Juste qu’ici, ce n’est pas une brouille familiale qui constitue le moteur du drame, mais la guerre et la haine entre nationalités Danijel et Alja, le couple autour duquel tourne le film, filent le parfait amour : leur histoire est passionnée, innocente et ils sont encore dans cette phase d’un couple où ils ressentent ce que Milan Kundera a appelé « l’insoutenable légèreté de l’être ». mehr lesen / lire plus

MALEREI: Kopfkino

Von Köpfen und ihrem Inhalt erzählen die Bilder der Malerin Gisela Kaufmann – und genau diese kann man sich zurzeit in der Ausstellung „Vorwiegend Köpfe“, die anlässlich ihres 70. Geburtstages in der Tufa Trier gezeigt werden, ansehen.

„Köpfe und das, was ich mir als deren Inhalt vorstelle, beschäftigen mich seit Jahren“ ist Kaufmanns Leitmotivation für ihre farbenfrohen Bilder. Entdecken kann man aber nicht nur Portraits von bekannten Konterfeis wie Lou Reed, dem Träumer, der Tai Chi macht, Karl Marx, dem Macho, der seine Frauen ausgebeutet hat und Ai Weiwei, dem rebellischen Künstler, der sich mit dem Staat China anlegt und sich diesem Kampf kompromisslos stellt. mehr lesen / lire plus

Par où la sortie… de l’église?

Les affaires se corsent entre l’église catholique et l’Association des humanistes, athées et agnostiques (Aha). Depuis que ces derniers ont lancé le site fraiheet.lu, plus de 3.600 personnes ont quitté l’église par l’intermédiaire de la page internet. Or, il semble que la masse critique soit atteinte et que l’église tente par tous les moyens de freiner le mouvement. Alors que jusqu’à présent, il suffisait d’envoyer une lettre demandant d’être rayé du registre des baptêmes et de préciser dans quelle église avait eu lieu cette cérémonie, l’église demande maintenant une multitude de documents comme une photocopie de la carte d’identité et du certificat du baptême. mehr lesen / lire plus

BESCHÄFTIGUNGSINITIATIVEN: In die eigene Tasche gelogen

Gut zehn Prozent des „Fonds pour l’Emploi“ fließen in private Beschäftigungsinitiativen, deren Ruf nicht immer der beste ist.

Nachdem des Wirtschaftsaudit bei der LCGB-Initiative ProActif Unregelmäßigkeiten bei der Finanzführung in einer Größenordnung von 2,3 Millionen Euro festgestellt hatte, konnte Arbeitsminister Nicolas Schmit für das ebenfalls LCGB-nahe Forum pour l’Emploi (FPE) Entwarnung geben: Doppelte Bezahlung oder fehlgeleite Gelder habe es in diesem Falle nicht gegeben.

Trotzdem gibt es auch beim FPE einige Probleme. Die Struktur ist, gemessen an der Vielzahl der Aktivitäten, unterfinanziert. Außerdem ist FPE demselben Irrtum aufgesessen, der schon ProActif in die Bredouille gebracht hat: Eine noch vom Vorgänger François Biltgen 2009 gewährte einmalige Millionen-Spritze wurde als reguläre Aufstockung des laufenden Haushalts missverstanden. mehr lesen / lire plus

Austérité consulaire

La cure d’austérité au Portugal se fait ressentir jusqu’aux sommets de la communauté portugaise au Luxembourg. Comme le rapporte l’hebdomadaire lusophone « Contacto » dans son édition de cette semaine, la présence diplomatique risque de se voir réduite. En effet, l’actuel consul général du Portugal, José Carvalho Meneses Rosa, vient d’être rappelé à Lisbonne. Il ne sera pourtant pas remplacé. Sa tâche sera remplie par le futur secrétaire de l’ambassade (le « numéro deux »). A l’ambassade, c’est aussi le remaniement : une nouvelle ambassadrice, Rita Ferro, actuellement en poste à Tunis, devrait arriver prochainement à Luxembourg. Parallèlement, le secrétaire devrait également être remplacé. Ce qui fait bondir un député socialiste, Paulo Pisco, qui vient d’adresser une question parlementaire au ministre du Commerce extérieur. mehr lesen / lire plus

Grüne gegen verfehlte Griechenland-Hilfe

„Das Verhältnis zwischen 130 Milliarden Euro für Griechenland und 530 Milliarden für die Banken zeigt, wo die Prioritäten des europäischen Krisenmanagements liegen.“ Der grüne Abgeordnete François Bausch sparte nicht mit Kritik während der von seiner Partei angefragten parlamentarischen Aktualitätsdebatte zur Griechenland-Krise. Stillschweigend habe die Europäische Zentralbank eine große Banken-Rettungsaktion durchgeführt, ohne dies mit Bedingungen zu verknüpfen. Paralell dazu seien aber im „Fiskalpakt“ keine Mittel vorgesehen, um die EU aus der Schulden- und Wirtschaftskrise zu führen. „Dieses Hilfspaket für Griechenland ist keine Hilfe“, so Bausch, und es sei ekelerregend, wie das Land derzeit vorgeführt werde. Der grüne Abgeordnete distanzierte sich deutlich von der EU-Therapieform, griff aber die Mainstream-Diagnose auf: Der Grund für Griechenlands Misere seien politische Fehler, und das Land sei objektiv, wie Portugal, Spanien und Irland, überschuldet – zwei Interpretationen, über die sich streiten lässt. mehr lesen / lire plus

Weltfrauentag und Behinderung

„Mehr Chancengleichheit für Frauen mit und ohne Behinderung“, fordert „Nëmme Mat Eis!“ anlässlich des Weltfrauentages. Die NGO verweist auf die Ergebnisse einer Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung, die im Auftrag des Bundesfrauenministeriums von der Universität Bielefeld erstellt wurde. Die Studie belegt, dass Frauen mit Behinderung vielfach geschlechts- und behinderungsspezifische Diskriminierungen und häufiger Gewalt erleben. Auch alte pflegebedürftige Menschen müssten besser geschützt werden. „Wir brauchen umfassende, barrierefreie und leicht zugängliche Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen mit Behinderungen sowie für Pflegebedürftige und deren Angehörige (…) Insbesondere in Einrichtungen bedarf es verbindlicher Präventions- und Interventionspläne für das Pflegepersonal zum Umgang mit Gewalt“, so eine Vertreterin des Sozialverbandes in Nordrhein-Westfalen. mehr lesen / lire plus

Florange dans l’étau électoral

Alors que les élections présidentielles en France avancent à grands pas et que l’atmosphère politique chez nos voisins de l’Hexagone vire au polar, les candidats se bousculent en Lorraine pour donner leur soutien aux ouvriers d’Arcelor-Mittal à Florange. Vu que l’usine de Gandrange a définitivement fermé ses portes, il ne reste de toute façon plus grand choix. Même Nicolas Sarkozy refait des promesses d’investissement et assure que l’usine – à l’arrêt « provisoirement », comme le veut la novlangue des communicants du géant de l’acier – rouvrira grâce à des subventions étatiques. Ce qui n’a pas empêché les ouvriers de bloquer leur usine pour faire pression. mehr lesen / lire plus

Political correctness vs. liberté artistique

Un de nos fervents lecteurs s’est indigné en voyant une caricature parue dans le woxx du 24 février, accompagnant l’article sur les limitations des aides sociales accordées aux demandeurs d’asile. Le dessin montrait les deux ministres concernés, placés devant une grande tente portant l’inscription « Arbeit macht 80€ ». Cette comparaison l’a profondément choqué, car elle rapprochait les tortures, les massacres et le génocide perpétrés dans les camps de concentration à des discussions actuelles dans notre pays qui se déroulent dans un cadre démocratique. Une telle comparaison ne ferait que minimiser les crimes nazis. Ce n’est pas la première fois qu’une discussion s’engage sur le choix entre le risque que peut comporter le recours à des symboles d’une période obscure et les limites de la liberté artistique, sous le chef de laquelle tombe notamment la caricature. mehr lesen / lire plus