KOMMUNALWAHLEN: Grüne Koalitionäre im Anmarsch

Die Grünen als Zünglein an der Waage: Noch nie standen so viele Koalitionen mit grüner Beteiligung an wie bei den diesjährigen Gemeindewahlen.

Die Grünen werden bei der Kommunalwahl 2005 in 24, also gut zwei Drittel der 37 so genannten Proporzgemeinden mit kompletten Listen zur Wahl antreten. In Wincrange, das bei diesen Wahlen zum ersten Mal nach dem Proporzsystem wählt, aber auch in fünf klassischen Proporzgemeinden, wird es zum ersten Mal grüne Listen geben. Lediglich in Wiltz hat es für eine grüne Liste nicht mehr gereicht. Übernimmt man die Resultate der Landeswahlen 2004 in den betroffenen Gemeinden, ist ein Trend unverkennbar: In vielen Ortschaften, in denen die Grünen bereits implantiert sind, werden sie Sitze dazu gewinnen. mehr lesen / lire plus

KOMMUNALWAHLEN: Grüne Koalitionäre im Anmarsch

Die Grünen als Zünglein an der Waage: Noch nie standen so viele Koalitionen mit grüner Beteiligung an wie bei den diesjährigen Gemeindewahlen.

Die Grünen werden bei der Kommunalwahl 2005 in 24, also gut zwei Drittel der 37 so genannten Proporzgemeinden mit kompletten Listen zur Wahl antreten. In Wincrange, das bei diesen Wahlen zum ersten Mal nach dem Proporzsystem wählt, aber auch in fünf klassischen Proporzgemeinden, wird es zum ersten Mal grüne Listen geben. Lediglich in Wiltz hat es für eine grüne Liste nicht mehr gereicht. Übernimmt man die Resultate der Landeswahlen 2004 in den betroffenen Gemeinden, ist ein Trend unverkennbar: In vielen Ortschaften, in denen die Grünen bereits implantiert sind, werden sie Sitze dazu gewinnen. mehr lesen / lire plus

STADTENTWICKLUNG: Rochade mit Bauernopfer

Auf der Rocade wird wieder gebaut. Doch statt eines attraktiven neuen Stadtviertels entsteht hier banaler Büroraum.

Mehr Wohnungen ins Stadtzentrum – das war einer der Lieblingsslogans von Paul Helminger während seiner sechsjährigen Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Luxemburg. Bei der Diskussion um die Cité judiciaire etwa, die 2001 lanciert wurde, hatte sich der Liberale auch mit diesem Argument gegen eine Bebauung des Heilig-Geist-Plateaus für die Zwecke der Justiz gewandt. Die Alternative: Das Ilôt A an der Rocade de Bonnevoie. Nach der Überdeckung der Eisenbahngleise war an der Schnittstelle zwischen Bahnhofsviertel und Bonneweg ein neues Areal im Besitz der Stadt Luxemburg entstanden. mehr lesen / lire plus

THEATER: Die Arbeit der Kunst

Der Regisseur Hansgünther Heyme schärft seine Gesellschaftskritik gern an Stücken der griechischen Antike. In Luxemburg bringt er nach den „Scherben“ mit „Elektra“ erneut Euripides auf die Bühne.

Sein Engagement gilt der freien Entfaltung des denkenden Individuums:
Hansgünther Hemye.

Woxx: Sie wurden einmal mit den Worten zitiert: „Ich war immer zerrissen zwischen Mathematik und Philosophie, zwischen freier Kunst und Gestaltungsaufgaben.“ Schlägt sich diese Zerrissenheit auch in Ihren Arbeiten nieder?

Hansgünther Heyme: Ja, sicher. Ich pendele zwischen sehr genauer, präziser Ästhetik und relativer Geschmacklosigkeit und Wildheit. Das liegt daran, dass es bei uns an der Schule zwei ungeheuer frappante Lehrerfiguren gab. Ein Philosoph und ein Mathematiker. mehr lesen / lire plus

KINO: Systemkritik à la Hollywood

In den USA hat Crash, ein Film über Rassismus in Los Angeles, das Publikum polarisiert. Seine Wirkung verdankt er der schonungslosen Darstellung von Gewalt.

Officer Ryan (Matt Dillan) macht ausnahmsweise seinen Job.

Der Film beginnt mit einem Crash. Der Autounfall ist nur die erste einer langen Reihe von brutalen Kollisionen, bei denen EinwohnerInnen von Los Angeles – Angehörige verschiedener Ethnien und sozialer Schichten – aufeinander prallen und einander anbrüllen, demütigen oder erschießen. Mit vorgehaltener Waffe überfallen zwei schwarze Gangster den Staatsanwalt Rick Cabot und seine Frau. Wütend und verängstigt igelt sich diese in ihrer Luxusvilla ein und lässt ihren Frust an ihrer mexikanischen Haushaltshilfe aus. mehr lesen / lire plus

TRIXI WEIS: Ego

Galerie Dominique Lang: bis zum 28. Oktober

Fast hat man den Eindruck, anklopfen zu müssen. Zögernd betreten die Besucher den schummrig beleuchteten Raum. Trixi Weis‘ Ausstellung „Ego“ ist ein facettenreiches Selbstporträt in zehn Teilen, das Videoinstallationen, Skulpturen und Dias kombiniert. Ehrlich und authentisch wirken die einzelnen Werke: vom sprechenden Märchenbuch über die Guckloch-Kiste mit dem tanzenden Vamp bis zur Liebeserklärung an die Liebe. Die Titel sind kurz und prägnant – „Enfance“, „Séduction“, „Nature“ oder „Nationalité“.

Fast exhibitionistisch offenbart sich Trixi Weis, erzählt von inneren Konflikten, Wünschen und Enttäuschungen. Sie leitet den Besucher von stummer Tristesse zu wirbelnder Freude, von monotoner Melancholie zu buntem Lichtspiel. mehr lesen / lire plus

TÜRKEI-EU: Die offene Tür

Den Beitritt der Türkei sollte man grundsätzlich bejahen. Die für einen Erfolg notwendigen Bedingungen werden aber derzeit nicht erfüllt – auf beiden Seiten.

Am kommenden Montag sollen die EU-Beitrittsgespräche mit der EU beginnen. Doch am Sonntagabend werden die 25 Regierungen ein weiteres Mal über den Verhandlungsrahmen feilschen. Das Problem macht sich an einem entscheidenden Punkt fest: Soll es um eine Vollmitgliedschaft gehen oder steht auch eine „privilegierte Partnerschaft“ zur Diskussion? Denn obwohl der Europäische Rat bereits 1999 der Türkei das Kandidatenstatut zuerkannt hat, bleibt in der politischen Diskussion offen, ob das Land überhaupt seinen Platz in der EU hat. Nein, antworten nicht nur österreichische, deutsche und französische Konservative; auch innerhalb der Linken gibt es Bedenken. mehr lesen / lire plus