KLIMASCHUTZ: Streit um Kyoto

Während zehn Jahren wurde in Luxemburg in Sachen Klimawandel und Kyoto- Verpflichtungen gemogelt. Ein freimütiges Interview des Wirtschaftsministers hat eine öffentliche Diskussion hierüber ausgelöst.

Jeannot Krecké fühlt sich unfair behandelt: „Man hat eine meiner Aussagen aus dem Kontext gerissen und daraus einen reißerischen Titel gemacht. Jetzt ist das Ganze ausgeartet zu einer Diskussion, die ich nicht wollte“, sagt er gegenüber der woxx. Auslöser des Ärgers ist ein Interview des Wirtschaftsministers in der Mouvement-Zeitung „De Kéisecker“. Die umstrittene Schlagzeile lautet: „Die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsplätze sind meine größte Sorge, nicht Kyoto.“

Aus dem Kontext gerissen ist der Satz nicht. Die Interviewerin Blanche Weber hatte Krecké gefragt, ob die Vereinbarkeit von CO2-Reduktionszielen und Wirtschaftswachstum während der Lissabon-Tripartite ein Thema gewesen sei. mehr lesen / lire plus

ROCK: Eyston

„Instant Rock“: Das ist nach eigener Aussage die beste Beschreibung von Eyston – einer der luxemburgischen Bands, die in den letzten Jahren diskret aber beständig die Szene aufmischten.

Eyston: Ewig gelbe auf Neptun reisende Skater: Laurent Panunzi – Schlagzeug und Gesang, Pierre Bianchi –
Gitarre und Gesang, Tom Schneider, Bass … hier auf Mini-Tour in Dänemark.

Vor knapp einem Jahr kreuzten sich die Wege von zwei ungewöhnlichen Bands auf einem gemeinsamen Konzert in Luxemburg. Die lokale Musikformation Eyston und die Kölner Hardcore-Band Collin Kramer waren sich auf Anhieb vertraut und fühlten eine wie immer da gewesene Seelenverwandtschaft. Bereits einige Wochen später beschlossen beide Bands, eine gemeinsame Vinylplatte zu veröffentlichen, die in dieser Woche auf den internationalen Labels Revolt Records (NL), Appliance Records (US) und Canot Pneumatique Records (D) veröffentlicht wurde. mehr lesen / lire plus

MARK WATERS: Just like Heaven

Sortez les mouchoirs! „Just like Heaven“ est une adaptation sucrée d’un roman qui, pourtant, n’était pas inintéressant.

Colocataires d’une autre dimension: Reese Witherspoon et Mark Ruffalo dans „Just like Heaven“.

Que pouvait donner une adaptation d’un livre de Marc Levy à la sauce hollywoodienne en pleine période de fêtes? Une indigestion de bons sentiments qui ne retient que vaguement la trame du livre, lui enlève toute son originalité pour en arriver à ce qu’on peut attendre d’un film honnête et sans prétention.

Lorsque l’on visionne „Just like Heaven“, on ne peut s’empêcher de penser à d’autres références hautement hollywoodiennes sauce romantico-guimauve avec en tête de peloton, le célèbre „Ghost“ mettant en scène le couple Swayze-Moore. mehr lesen / lire plus

PETER JACKSON: King Kong

Peter Jackson aime relever les défis. S’attaquer à un mythe du cinéma en proposant un remake est chose périlleuse, tant il est risqué de décevoir les aficionados. Mais Jackson a réussi à insuffler une âme à ce beau gorille numérique et les interprètes ne déçoivent jamais (Jack Black est brillant). La bestialité de l’innocence de King Kong nous touche vraiment et les références à „Heart of Darkness“ de Conrad soulignent justement l’allégorie de l’oeuvre. mehr lesen / lire plus

PIPILOTTI RIST: Joy

Im Casino, bis zum 5. März 2006.

Eine Frau schlendert eine Straße entlang. In ihrer Hand hält sie eine Riesenblume mit der sie unbeschwert in regelmäßigen Abständen Autofenster einschlägt. Von hinten kommt eine Polizistin auf sie zu. Wenn beide auf Augenhöhe sind, werfen sie sich einen liebevollen und komplizenhaften Blick zu. Die Lust und die Freude unbescholten materiellen Besitz zu zerstören, die die Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist in ihrem Werk illustriert, sind nur einige der vielen Möglichkeiten Freude zu bereiten. Eine ganze Palette davon findet man in der neuen Themenausstellung „joy“ im Casino, die heute Abend um 19 Uhr eröffnet wird. mehr lesen / lire plus

JUSTIZ: Lex Greenpeace lebt!

Justizminister Luc Frieden musste sein Gesetz zur Einschränkung des Versammlungsrechts zwar zurückziehen. Dennoch scheinen Luxemburger Gerichte seinen Vorstellungen enstprechend zu urteilen.

Nehmen wir einmal an, ein Journalist erwähnt in einem Presseartikel das Gerücht einer großherzoglichen Verwicklung in die Bommeleeër-Affäre. Und ruft zugleich indirekt dazu auf, den Großherzoglichen Palast kurzzeitig zu blockieren, um durch diese Aktion den Hof unter Druck zu setzen, endlich seine Sicht der Dinge zu schildern. Angenommen, es würden sich daraufhin hunderte aufgebrachte BürgerInnen vor dem Palais versammeln und dort die Touristenscharen daran hindern, eine der Hauptattraktionen der Stadt Luxemburg zu besichtigen. In diesem rein fiktiven Beispiel würde der Hof daraufhin das Presseorgan verklagen – auf Schadensersatz, wegen der ausgebliebenen Eintrittsgelder. mehr lesen / lire plus