Windkraftsektor verfehlt Klimaziel um ein Drittel

von | 05.01.2024

Foto: CC-BY-SA 2.5 Christian Wagner/Wikimedia

Mit dem jetzigen Stand der Produktion wird der globale Windstromsektor sein mit dem 1,5-Grad-Szenario kompatibles Ziel um 650 GW verfehlen. Dies geht aus einem im Dezember veröffentlichten Marktbericht des Lobbyverbands Global Wind Energy Council (GWEC) hervor. Bis 2050 soll die Windenergie weltweit ein Drittel des Stroms ausmachen. Dafür müsse die jetzige Anzahl an Windrädern in den nächsten sieben Jahren verdreifacht werden, bis sie eine Gesamtkapazität von 2,75 TW erreicht. Bislang werde man aber nur 77 Prozent dieses Ziels erreichen, so der GWEC-Bericht. Schuld daran seien hauptsächlich die zunehmende Volatilität der Strompreise, Engpässe in den Lieferketten sowie die steigenden Kosten, vor allem was den Preis der Rohstoffe angehe. Seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine versuchen die meisten Länder ihre Produktion zu lokalisieren. Allerdings sei die Herstellung von Windrädern dennoch von einigen wenigen Ländern abhängig, allem voran China, dessen Industrie die Mehrheit der notwendigen Rohstoffe wie Kupfer produziert. Laut dem GWEC müsse man eine „lokale Versorgung sicherstellen“, und in Europa die „bestehende Kapazität bis 2030 mindestens verdoppeln“ um mit dem 1,5-Grad-Ziel kompatibel zu sein. Der Fokus müsse insbesondere auf eine Standardisierung der Windräder liegen, um die Produktion und Auslegung zu steigern, so die Lobby, der über 1.500 Unternehmen und Institute des Sektors angehören.

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