Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (1/3)

Am 1. März geht es los: Der öffentliche Transport in der zweiten Klasse ist in ganz Luxemburg kostenlos. Damit mehr Menschen von dem Angebot profitieren können, sind aber noch gewaltige Anstrengungen vonnöten.

Foto: CC BY-SA GilPe

Es ist wohl die Maßnahme der Neuauflage der blau-rot-grünen Koalition, die für das meiste Aufsehen und für die meisten Diskussionen gesorgt hat: Der öffentliche Transport wird in Luxemburg bald kostenlos sein. Ähnlich wie Straßenbau- und -unterhalt, Polizei, Rettungsdienste, der öffentliche Wald und viele andere staatliche Dienste wird auch der öffentliche Transport von Steuergeldern finanziert.

Im Mobilitätskonzept Modu 2.0, das im Juni 2018 veröffentlicht wurde, stand zwar noch nichts von kostenlosem öffentlichen Transport – die Maßnahme wurde erst bei den Koalitionsverhandlungen Ende 2018 ausgeknobelt – dafür aber Lob auf die günstigen Tickets in Luxemburg. mehr lesen / lire plus

Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (2/3)

Luxemburg lässt sich nicht nur den kostenlosen öffentlichen Transport etwas kosten, sondern baut das System auch aus. Das genügt aber noch nicht.

Foto: CC-BY-SA GilPe

Im luxemburgischen Zugverkehr werden große Investitionen unternommen, um das Netz auf einen Stand zu bringen, das die aktuelle Passagierzahl – und hoffentlich auch den Zuwachs der nächsten paar Jahre – verkraften kann. Die neue Strecke Richtung Frankreich und der Kauf von neuem Rollmaterial sind ein gutes Signal. Zusätzlich mit den Erweiterungsarbeiten am Hauptbahnhof werden sich, so versprechen es zumindest der Minister und die CFL seit Jahren, endlich mehr Kapazitäten auftun. Während der Süden mit der „schnellen Tram“ eine zusätzliche Anbindung an die Hauptstadt bekommen soll und in Richtung Junglinster mit innovativen „dynamischen“ Busspuren experimentiert werden wird, geht der Norden recht leer aus. mehr lesen / lire plus

Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (3/3)

Der öffentliche Transport in Luxemburg hat zwei Achillesfersen, an denen dringend eine Operation nötig ist: Die Informationspolitik und der Umgang mit PKWs.

Um auf den öffentlichen Transport zurückgreifen zu können, muss man sich zuerst einmal über Verbindungen und Abfahrtszeiten informieren können. Die CFL hat ein neues Informationssystem für Passagiere installiert, das mit Anzeigetafeln und Durchsagen über aktuelle Verspätungen auf dem Laufenden hält. Für alle Verkehrsmittel gibt es Apps und die Website Mobiliteit.lu, die allerdings auch nach dem pompös inszenierten Update immer noch viele Schwächen hat und die Nutzer*innen eher schlecht als recht informiert.

An vielen Bushaltestellen funktioniert das Informationssystem nicht, Fahrpläne müssen oft mühsam gesucht werden. mehr lesen / lire plus

Klimaschutz: Nein zu Heathrow … und zum Findel?

Ein britisches Urteil unterstreicht den Stellenwert des Pariser Abkommens. Und stellt Ausbauprojekte an anderen Flughäfen in Frage.

(Wikimedia; USAF; PD)

Klimaschutz kann nicht einfach wirtschaftlichen Überlegungen zum Opfer fallen. Dieses Prinzip ist für viele eine Evidenz, in Großbritannien ist es seit diesem Donnerstag rechtskräftig. In einem Appellverfahren hat die Royal Court of Justice der NGO „Plan B“ recht gegeben, die gegen eine neue, dritte Piste am Flughafen Heathrow geklagt hatte. Interessanterweise wurden mehrere andere Klagen, die sich auf Lärmbelastung, Luftverschmutzung und Unwirtschaftlichkeit bezogen, abgelehnt. Einzig das Klima-Argument erschien dem Gericht an diesem Punkt der langjährigen Verhandlungen gewichtig genug, um den umstrittenen Ausbau des Flughafens zu stoppen. mehr lesen / lire plus

Kostenloser öffentlicher Transport: Ein kleiner Schritt

Das Mobilitätsministerium vergleicht die Einführung des kostenlosen öffentlichen Transports mit der ersten Mondlandung. So richtig und wichtig die Maßnahme auch ist – das ist doch eher lächerlich.

Foto: pxfuel

Es passiert selten, dass in Luxemburg Pressekonferenzen Wochen vorher und neben zwei Landessprachen zusätzlich in englischer und spanischer Übersetzung angekündigt werden. Am Donnerstagnachmittag wurde vor allem der internationalen Presse noch einmal das Mobilitätsmärchenland Luxemburg vorgestellt: die grandios unambitionierte Mobilitätsstrategie Modu 2.0, der Verkehr in der Hauptstadt, der trotz Trambahn kaum autozentrierter sein könnte, und natürlich das Musikprogramm mit lokalen Künstler*innen.

Luxemburg wird vermutlich in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen halbwegs ordentlichen öffentlichen Verkehr haben. mehr lesen / lire plus

Verfassungsreform: Klimaschutz als Staatsziel

Déi Gréng und CSV wollen Klimaschutz in die Verfassung einschreiben. Viel mehr als Augenwischerei ist das nicht.

Die Idee, den Kampf gegen die Klimakrise – oder aber Klimaneutralität – als Staatsziel in die Verfassung einzuschreiben, klingt erst einmal nobel. In Wirklichkeit steckt dahinter aber nicht viel mehr als trügerische Symbolpolitik. Die beiden Parteien haben laut Informationen der woxx nämlich vor, die entsprechende Bestimmung als Staatsziel in den überarbeiteten Verfassungstext einzutragen. Wollte man dafür sorgen, dass Bürger*innen oder Naturschutzorganisationen Klimaschutzmaßnahmen einklagen könnten, müsste der entsprechende Artikel unter den Grundrechten gelistet sein. Das ist jedoch nicht geplant.

Je nachdem, wie schnell die Verfassungsrevision vonstatten geht, könnte Luxemburg zumindest in Europa das erste Land werden, das Klimaschutz in seiner Verfassung stehen hat. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #080 – De Status vun der europäescher Ëmwelt

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Der Ëmwelt an Europa geet et schlecht an et bléift net méi vill Zäit, fir eppes dovunner ze retten. Dat ass, graff gesot, de Constant vum Rapport „The European Environment – State and Outlook 2020“ vun der europäescher Ëmweltagence EEA. Wäert sech dat mam European Green Deal, deen eng Billioun Euro an de Klima- an Ëmweltschutz wëll stiechen, änneren? Wat sinn déi grouss Baustelle vum Natur- an Ëmweltschutz an Europa a bei wat fir Punkte krut Lëtzebuerg an dem genannte Rapport eng Datz? mehr lesen / lire plus

Australien: Rauch und Feuer

Australien leidet unter den verheerendsten Buschbränden seit Jahren. Die konservative Regierung rückt dennoch nicht von ihrer Energie- und Wasserpolitik ab, die den Klimawandel und die Trockenheit verstärkt.

Verbrannte Erde, soweit das Auge reicht: Ein Känguru am vergangenen Dienstag im von Buschfeuern stark in Mitleidenschaft gezogenen Flinder Chase-Nationalpark in Australien. (Foto: EPA-EFE/David Mariuz)

Zum dritten Mal in den zurückliegenden Monaten musste Gladys Berejiklian den Notstand ausrufen. Die Premierministerin des südöstlichen australischen Bundesstaats New South Wales griff am Donnerstag voriger Woche wegen der verheerenden Brände zu der auf die Dauer einer Woche angesetzten Maßnahme. Tausende Menschen wurden aufgefordert, weite Gebiete des Landes zu verlassen, die lokalen Behörden dürfen Menschen auch zwangsweise evakuieren. mehr lesen / lire plus

Urgence climatique à l’Aalt Stadhaus : « Devons-nous tous devenir des super-héros ? »

Faire face à la crise écologique sur scène et en coulisses : la compagnie Les FreReBri(des) s’est lancé un double défi. Elle a créé une pièce de théâtre sur l’éveil à la conscience écologique et a essayé de la produire avec la plus basse empreinte carbone possible. « Robert(s) » en est le résultat.

« Robert(s) » parle des questionnements liés à la crise écologique – un spectacle créé avec la plus basse empreinte carbone possible. (Photo : Jonathan Christoph)

« L’art est-il un moyen suffisant pour jouer notre rôle en tant que citoyens ? La solution est-elle dans une forme de spiritualité plus animiste ?  mehr lesen / lire plus

Klimakrise und Rassismus: „Das fossile Kapital muss verschwinden“

Bereits heute verhindert die EU-Migrationspolitik, dass unter der Klimakrise leidende Menschen sich in Sicherheit bringen können. Die rassistische Komponente des Problems wird sich künftig noch verschärfen. Ein Gespräch mit dem Humanökologen Andreas Malm über die Rolle der Klimawandelskepsis für die politische Rechte.

„Die rassistische Dimension der Klimakrise wurde bislang nicht wirklich diskutiert“: der Humanökologe Andreas Malm. (Foto: Youtube)

woxx: In Ihrer Arbeit untersuchen Sie Positionen rechter Parteien zum Klimawandel. Welche Unterschiede gibt es?


Andreas Malm: Das Abstreiten des Klimawandels ist die vorherrschende Position unter den Rechten, insbesondere global gesehen. Das Handeln der rechten Regierungen hat enorme Auswirkungen auf den Planeten, man denke etwa an die Abholzung des Regenwalds in Brasilien oder die Klimapolitik der USA. mehr lesen / lire plus

#Omagate: Unnötiger Generationenstreit?

Dass sich über eine Liedumdichtung des WDR so aufgeregt wird, zeigt nicht nur, dass an den Vorwürfen etwas dran ist, sondern auch, wie schlecht viele Babyboomer mit Kritik umgehen können.

© WDR/Youtube

Analysen, nach denen es sich bei der Causa Umweltsau weniger um eine organisch entstandene Empörung als vielmehr um einen von rechtsaußen befeuerten und von den Medien unbeholfen aufgegriffenen Shitstorm handelte, scheinen eine weitere Suche nach den Konfliktursachen obsolet zu machen. Dabei kommt man nicht umhin, an andere, ähnliche Fälle erinnert zu werden. Ein rezentes Beispiel ist ein Tweet, den Fridays for Future (FFF) Germany am 23. Dezember veröffentlichte: „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? mehr lesen / lire plus

Klimakonferenz COP25: Zeit fürs Global Village!

Gewusst ist, dass der Klimawandel Kriege begünstigt. Umgekehrt ist der internationale Zusammenhalt die Vorbedingung für eine erfolgreiche Weltklimapolitik. Den aber gibt’s nicht ohne Umverteilung.

Nationaler Egoismus 
„at its worst“: Das Fracking hat den USA Wettbewerbsvorteile verschafft, auf Kosten des globalen Klimagleichgewichts (und der lokalen Biosphäre). (Foto: Wikimedia; Joshua Doubek; CC BY-SA 3.0)

Kann die EU das Klima retten? In gewisser Weise ja, jedenfalls könnte sie. Doch so, wie sie zur COP25 in Madrid angereist ist, kann sie gar nichts. Europa stehe am Scheideweg und müsse seine Verantwortung übernehmen, hieß es am Dienstag von Seiten des NGO-Bündnisses „Climate Action Network“ (CAN). „Um ihre Rolle als Vorreiterin wiederzugewinnen, muss die EU kurzfristig ihr CO2-Reduktionsziel für 2030 substanziell erhöhen“, so Wendel Trio, Direktor von CAN-Europe. mehr lesen / lire plus

Luxemburg verbessert sich im Klimaschutz-Index 2020

Pünktlich zur COP25 veröffentlichen drei NGOs ein Update ihres Klimaschutz-Index. Luxemburg liegt zwar auf Platz 13, verfehlt aber – wie alle Länder – das wichtigste Ziel.

Die drei ersten Plätze im Ranking bleiben leer. Das ist einmal mehr das Fazit des Klimaschutz-Index, den die NGOs Germanwatch und Climate Action Network seit 2016 erstellen. Die NGOs, zu denen sich seit 2018 auch das NewClimate Institute gesellt hat, begründen dies damit, dass es bisher kein Land der Welt schafft, seine Klimapolitik so zu gestalten, dass das Ziel von „weit unter 2 Grad Celsius“ eingehalten würde. Somit hat es auch für die derzeit stattfindende Weltklimakonferenz COP25 kein Land in die Kategorie „sehr gut“ geschafft. mehr lesen / lire plus

Zivilgesellschaft und COP25: So geht’s nicht!

Nehmen Politik und Wirtschaft die Forderungen der Klimaproteste wirklich zur Kenntnis? Auf der Konferenz in Madrid ist davon kaum etwas zu bemerken.

Wéini kënnt de Klima-Kleeschen?
Wir haben die Klimaproteste gehört, versichern Politik und Wirtschaft. Wirklich?(Foto: Raymond Klein)

„Sie hat die Herzen vieler Jugendlicher und vieler Menschen in der ganzen Welt geöffnet.“ Die Aussage der chilenischen Präsidentin der COP25, Carolina Schmidt, über Greta Thunberg soll zeigen, dass die Aktivistin, am Mittwoch in Lissabon eingetroffen, in Madrid willkommen ist. Ist also die Zivilgesellschaft dabei, im „Eilmarsch durch die Institutionen“ Thunbergs Forderungen Gehör zu verschaffen?

Keineswegs! Dass die junge Frau große Medienaufmerksamkeit genießt, öffnet ihr natürlich viele Türen – eine gute Sache für den Klimaschutz. mehr lesen / lire plus

Meischs blamabele Reaktion auf Kritik an Dubai-Kunstwettbewerb

Auf den Artikel der woxx zum Kunstwettbewerb um eine Reise nach Dubai für Schüler*innen folgten kritische Reaktionen der Politik, des Mouvement écologique und dessen Jugendsektion move – und die Minister Claude Meisch und Etienne Schneider schütteten noch reichlich Öl ins Feuer.

Copyright: CHD

Die woxx berichtete am Montag über den Kunstwettbewerb des Bildungsministerium, bei dem 100 Schüler*innen eine Reise zur Weltausstellung in Dubai absahnen können. Die Reaktionen des Mouvement écologique und seiner Jugendgruppe Move sowie die der Abgeordenten David Wagener (déi Lénk), Djuna Bernard (déi Gréng) und Georges Mischo (CSV) ließen nicht lange auf sich warten. Sie stehen der Kritik der woxx in nichts nach. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #074 – D’Klimakonferenz COP25 an Ökosteieren

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Dës Woch dréint sech alles ëm de Klima. Joël Adami a Raymond Klein schwätzen iwwert Preparativen zur UN-Klimakonferenz zu Madrid a beliichten d’Hannergrënn vun den Diskussiounen, déi do wäerte gefouert ginn. Wat mussen déi eenzel Länner elo op den Dësch leeën, fir de Prozess weiderzebréngen a wat huet et mat deenen ominéisen 100 Milliarden Dollar op sech, déi am Fong sollten deblockéiert ginn?

Ausserdeem ënnerhale sech d’woxx-Journalist*innen iwwert d’Méiglechkeet, de Klima mat enger CO2-Steier ze retten. Wéi kéint esou eng Steier ausgesinn a wéi kéint se sozial gerecht gestalt ginn? mehr lesen / lire plus

La COP25 face à ses défis : ¿Pasaremos?

S’attaquer au changement climatique, c’est ce qu’exigent les manifestant-e-s. Négocier, déclarer, optimiser, c’est ce que veulent bien faire les politicien-ne-s.

« Nous ferons pencher la balance ! » 
Déjà à Paris, en 2013 : faire front contre la logique néolibérale. (Photos : Raymond Klein)

Aux grands maux les grands remèdes ! « Ne faudrait-il pas redéfinir la notion de croissance économique, qui guide les activités économiques des sociétés afin que, quand le fondement écologique de la vie humaine rétrécit, cela soit compté comme une croissance négative ? » La suggestion avancée par l’ONG allemande Germanwatch est radicale, mais cohérente. Face au défi du réchauffement global et aux autres crises écologiques, les cadres dans lesquels ont évolué l’économie et la politique pendant deux siècles sont dépassés. mehr lesen / lire plus

COP25 in Madrid: Improvisierte Klimarettung

In der Zivilgesellschaft stößt die Verlegung der COP25 nicht gerade auf Begeisterung. Trotzdem bereitet man in Madrid – und in Santiago – alternative Events vor.

Mit Höchstgeschwindigkeit in den Klimawandel. Madrid bei Nacht. (Foto: Tessy Troes)

Greta Thunberg hatte sich eigentlich rechtzeitig auf den Weg zur Weltklimakonferenz in Santiago de Chile gemacht. Ob sie es an Bord des Segelbootes „La Vagabonde“ mit einem YouTuber-Paar nun rechtzeitig nach Madrid schafft, hängt ganz von Wind und Wetter ab. Dieser Wettlauf gegen die Zeit – er steht sinnbildlich für die Klimakrise und auch ganz konkret für die Weltklimakonferenz, die in drei Tagen auf der iberischen Halbinsel beginnen wird. mehr lesen / lire plus

Ökosteuern: Klimarettung per Steuerreform?

Viele wünschen sich eine Steuerpolitik, die soziale und ökologische Probleme angeht. Was wie die Quadratur des Kreises wirkt, könnte in Wahrheit ganz einfach sein.

Können teure Spritpreise durch eine Lohnsteuerreform ausgeglichen werden? (Foto: pxhere.com)

In den letzten Monaten wurden die Ausmaße der diversen ökologischen Krisen, die die Menschheit auf unserem Planeten ausgelöst hat, immer deutlicher. Durch Demonstrationen von Jugendlichen ist besonders die Klimakrise auf der politischen Agenda ganz nach oben gerückt. Eine Forderung, die nun wieder lauter wird: Eine ökologische Steuerreform, die möglichst auch noch sozial gerecht sein soll. In Luxemburg wird so ein Modell schon länger diskutiert, bisher hat sich aber noch keine Regierung ans Werk getraut. mehr lesen / lire plus

COP-Jubiläum: Erst Verpflichtung, dann Freiwilligkeit

Anfang Dezember trifft sich die Staatengemeinschaft zum 25. Mal, um über die Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen zu verhandeln. Die bisherigen Weltklimakonferenzen brachten Fortschritte, aber keinen Durchbruch.

Demo in Paris im Dezember 2015. Mittlerweile sind die Hoffnungen 
der Zivilgesellschaft zerplatzt wie Seifenblasen. (Foto: Raymond Klein)

Im Jahr 1992 unterschrieben in Rio de Janeiro 154 Staaten die Klima-
rahmenkonvention der Vereinten Nationen. Erklärtes Ziel der Konvention: die Erderwärmung bremsen. Das war die Geburtsstunde der Weltklimadiplomatie. Drei Jahre später, 1995, trafen sich die Unterzeichner der Konvention in Berlin zur ersten Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, kurz COP). Präsidentin des Treffens war die damalige deutsche Umweltministerin Angela Merkel, die sich später den Beinamen Klimakanzlerin erwarb, wenn auch nur vorübergehend. mehr lesen / lire plus