FOLK-POP: The Coral

von | 12.09.2003

Von der Leichtigkeit des Seins

Ach, was waren das für Zeiten, mag der eine oder die andere vielleicht bei dem zweiten Album von The Coral denken. An Lagerfeuer und sorglose, bekiffte Peaceniks denken lassende Musik wie aus den guten, alten 1960ern. Nur dass die Jungs aus der Liverpooler Region gerade mal eben volljährig sind – aber bereits jetzt zum Feinsten gehören, was die Insel derzeit zu bieten hat. Wehmütig klingende Surf-Gitarren, aufmunternde Basslinien, sehnsüchtig-eindringlicher Gesang, mal mit Country-Einschlag, mal poppig-psychedelisch (wunderbar: „Confessions of a DDD“).

Nichts ist neu, alles schon mal da gewesen. Das räumen die sechs altklugen Rotzlöffel in ihrem Song „Don’t Think You’re the First“ auch entwaffnend ehrlich ein. Aber Magic and Medecine ist kein billiger Abklatsch, kein Plagiat von mittelmäßigen Möchtegerns, sondern selbstbewusster Schunkel-Retro von der feinsten Sorte, der dem Ohr mit den neuesten Evergreens aus der Zeit von vorgestern schmeichelt.

The Coral, „Magic and Medecine“, Deltasonic/Sony

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