Am 8. Dezember trafen sich in den Räumlichkeiten der ASTM die Partnerorganisationen des europäischen Projektes „Energy-Bridges – nachhaltige Energie zur Armutsreduzierung“ um ihre erfolgreiche Zusammenarbeit abzuschließen. Bei dieser Gelegenheit richteten sie einen Appell an ihre Regierungen und die EU-Kommission. So sollen die europäischen Staaten gemäß ihrer historischen Verantwortung und ihrem ökonomischen Potential ihre Treibhausgase im Vergleich zu 1990 bis 2020 um 40 Prozent reduzieren. Drei Viertel dieser Reduktion soll auf nationaler Ebene geschehen. Die Länder des Südens hätten hingegen das Recht, der Armutsbekämpfung Priorität einzuräumen. Die Hilfe zur Reduzierung der Treibhausgase und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Süden sei die Begleichung einer Schuld nach dem Verursacherprinzip und infolgedessen zusätzlich zur Entwicklungshilfe zu leisten. Für diese Maßnahmen stehen bis 2012 rund 30 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Die EU hat 2,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr zugesagt. Grundsätzlich sollte der Schutz der Regenwälder ohne das Generieren von Emissionsrechten gewährleistet werden. Dabei seien Monokulturen auszuschließen und die Rechte der indigenen Völker zu berücksichtigen.
Mehr Infos: www.energybridges.eu
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

