FONCTION PUBLIQUE: Le mauvais exemple

La réforme de la fonction publique proposée par le gouvernement s’inspire des pires exemples du secteur privé. Mais l’on ne voit pas en quel sens cette approche démagogique contribuera à l’amélioration du service public.

Lors de la dernière campagne électorale, celui qui présidait alors le CSV, François Biltgen, n’avait pas hésité à prévenir que son parti allait réformer la fonction publique, en abaissant notamment les traitements de départ des fonctionnaires nouvellement engagés. Le pari semblait risqué, tant l’on connaît le poids électoral et l’influence politique de ce corps. N’ont-ils pas fait chèrement payer au LSAP, lors des élections de 1999, la réforme des retraites, ce qui lui a coûté la participation gouvernementale au profit d’un DP qui avait engrangé les voix de fonctionnaires en colère ? mehr lesen / lire plus

BUDGET OHNE TRIPARTITE: Suboptimal davongekommen

Viel gestritten wurde um ein Budget, das am Ende kaum Akzente setzt. Der Staatshaushalt 2011 ist weder ein Austeritätsbudget, noch leitet er eine politische Wende ein.

Geldopfer bringen für eine bessere Zukunft hat Tradition. Viel genutzter antiker Altar an einem Ming-Grab.

Das politische Jahr 2011 begann als Drama und endet als Farce. Das jetzt von der Chamber verabschiedete Budget für 2011 ist das Ergebnis eines Prozesses, der im Februar mit der Ankündigung eines großen Sparprogramms begann. Die Gewerkschaften reagierten damals mit der Drohung eines Generalstreiks, was im April zu einer Beinah-Koalitionskrise führte. Anfang Mai schließlich, nach dem Scheitern der Tripartite, beschloss die Regierung „im Alleingang“ ein Krisenpaket. mehr lesen / lire plus

KLASSIK: Die Kleine, die Reine, die Eine

Alte und neue Musik hat Christine Schäfer eingespielt, aber immer mit einer persönlichen Note. In der Philharmonie wird sie deutsche Lieder des frühen 20. Jahrhunderts vortragen.

Das Alte, neu belebt von
der ewig jungen Muse. Cover der CD „Apparition“.

Es passt so gar nicht zu ihr. „Dein Will‘ ist mir Gesetz. (…) Und dir gehorchen bringt mir Freude, Glück und Ruhm.“ Christine Schäfer singt mit heller klarer Stimme die Eva in Haydns Schöpfung, die Aufnahme von 1993 mit Helmut Rilling. Drei Jahre später, als sie die moderne Oper Lulu von Alban Berg einspielte, musste sie, durfte sie mit breiten Modulationen singen: „Wenn sich die Menschen um meinetwillen umgebracht haben, so setzt das meinen Wert nicht herab.“ Die Rolle einer kühlen und selbstbewussten Frau dürfte der deutschen Sopranistin schon eher gelegen haben. mehr lesen / lire plus

GREGG ARAKI: Trompé de biscuit

Le réalisateur culte américain Gregg Araki revient avec un grand « Kaboom », mais délaisse la comédie pour des régions plus sérieuses.

Smith commence à voir le monde différemment…

En lisant le synopsis de « Kaboom », on pourrait croire à une énième comédie à l’américaine sur la jeunesse, le sexe et les prises de drogue involontaires qui régalent depuis quelques années le jeune public avide de blagues lourdes et potaches. Mais il suffit de connaître un tant soit peu le travail de Gregg Araki pour savoir que ce jeune homme va beaucoup plus loin dans ses films – et qu’il n’a pas été acclamé à Sundance, Cannes ou Deauville pour rien. mehr lesen / lire plus

INSTALLATIONEN: Russische Puppe

Wer das Mudam nur selten besucht, kann durchaus an Daniel Burens Installation – schon wegen ihrer schieren Größe – einfach vorbeigehen, ohne sie überhaupt als ausgestellte Arbeit wahrzunehmen. Architektur in der Architektur, ein Pavillon als kleiner Zwilling des sonst offenen Grand Hall, dort hineingestellt wie bei einer Matjroschka: die kleine Puppe in die Größere.

Die Diskussion, inwiefern das Design von Alltagsgegenständen oder die Gestaltung eines Gebäudes durch den Architekten als Kunst zu beurteilen ist, füllt Bände der Kunstkritik. Oft wird hier angeführt, dass Kunst reflexiv, kritisch, gar welterzeugend zu sein habe und dies auf Dekor nicht zutreffe. Mit dem Minimalismus und besonders der beginnenden „Institutional Critique“ in den 60er Jahren erscheint diese Gegenüberstellung heute allerdings als obsolet. mehr lesen / lire plus

STÄDTISCHES STROMWERK: Leo im Glück

Die Abtretung der hauptstädtischen Energiestrukturen an die Firma Enovos wurde heftig von den Gewerkschaften bekämpft. Was aber den einen als Privatisierung mit dem Brecheisen erscheint, ist für andere eine sinnvolle energiepolitische Entscheidung.

„Die Privatisierung ist schlecht für die Verbraucher und für die Angestellten des Stromwerks.“ So in etwa lautete die Botschaft, die Gewerkschafter Anfang des Jahres den BürgerInnen der Stadt Luxemburg nahe zu bringen versuchten. In geduldigem Klinkenputzen informierten sie über ihr Anliegen und sammelten Unterschriften für ein Referendum. Diese beeindruckende Mobilisierung scheint nun aber einer Stimmung der Resignation gewichen zu sein. Zu der gerade vollzogenen Integration von Leo und anderen städtischen Elektrizitätsdiensten in den Konzern Enovos brachten die Gewerkschaften nicht einmal ein Pressecommuniqué zustande, sondern verschickten nur ein schwer verständliches, im Rahmen der Verhandlungen erstelltes Dokument. mehr lesen / lire plus

Luxemburger Cancún Appell

Am 8. Dezember trafen sich in den Räumlichkeiten der ASTM die Partnerorganisationen des europäischen Projektes „Energy-Bridges – nachhaltige Energie zur Armutsreduzierung“ um ihre erfolgreiche Zusammenarbeit abzuschließen. Bei dieser Gelegenheit richteten sie einen Appell an ihre Regierungen und die EU-Kommission. So sollen die europäischen Staaten gemäß ihrer historischen Verantwortung und ihrem ökonomischen Potential ihre Treibhausgase im Vergleich zu 1990 bis 2020 um 40 Prozent reduzieren. Drei Viertel dieser Reduktion soll auf nationaler Ebene geschehen. Die Länder des Südens hätten hingegen das Recht, der Armutsbekämpfung Priorität einzuräumen. Die Hilfe zur Reduzierung der Treibhausgase und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Süden sei die Begleichung einer Schuld nach dem Verursacherprinzip und infolgedessen zusätzlich zur Entwicklungshilfe zu leisten. mehr lesen / lire plus

L’idiotie répressive

« Depuis mon point de vue de médecin, je ne peux évidemment pas cautionner la consommation de drogues. » Conférencier au dernier « vendredi rouge » organisé par déi Lénk, le docteur Michel Pletschette, fonctionnaire à la Commission européenne à la direction générale de la recherche, a débuté son intervention au sujet de la politique des drogues de manière originale. Il n’en a pas moins plaidé en faveur d’une nouvelle politique qui tournerait le dos à la logique répressive. Evaluant le coût de cette politique au Luxembourg à une centaine de millions d’euros par an, il a également estimé que « du point de vue de la santé publique, l’idée d’interdire les drogues est mauvaise » et a plaidé en faveur d’une « régulation » de la vente des drogues. mehr lesen / lire plus

Sous-justice pour sous-munitions

Le ministre de la Sécurité sociale Mars Di Bartolomeo un criminel de guerre ? C’est possible. Mais il est improbable que son collègue du gouvernement, le ministre de la Justice François Biltgen le dénonce. C’est pourtant ce qu’a tenté d’obtenir André Hoffmann, député « déi Lénk », à travers une question parlementaire. Il s’agit, bien sûr, de l’affaire du financement de la production d’armes à sous-munitions, auquel a participé de manière indirecte le fonds de compensation de la caisse de pension luxembourgeoise. Le député rappelle le caractère probablement illégal des placements effectués par ce fonds, annulés entre-temps. Il suggère « d‘évaluer les responsabilités engagées à des niveaux différents: professionnels du milieu financier (gérants, conseillers) ou décideurs politiques ». mehr lesen / lire plus

CHINA: Der liberale Kritiker

Am heutigen Freitag wird in Oslo der Friedensnobelpreis an Liu Xiaobo verliehen, der in China eine Haftstrafe wegen angeblicher „Untergrabung der Staatsmacht“ verbüßt. Während die chinesische Regierung die Verleihung des Preises als westliche Verschwörung darstellt, hat unter chinesischen linken Intellektuellen eine Debatte um den neoliberalen Charakter der von Liu mitinitiierten Bürgerrechtsplattform „Charta 08“ begonnen.

Freiheit für Liu Xiaobo – und bis dahin zumindest eine Solidaritätspostkarte: Infostand im November in Hongkong.

In der westlichen und chinesischen Öffentlichkeit war Liu Xiaobo vor der Verleihung des Friedensnobelpreises nur wenig bekannt. Er wurde 1955 in Changchun im Nordosten Chinas als Sohn einer Intellektuellenfamilie geboren und arbeitete im Rahmen von Maos Landverschickungskampagne während der so genannten Kulturrevolution zunächst in einer Volkskommune in der Inneren Mongolei und dann in einer Baukompanie. mehr lesen / lire plus

MENSCHENRECHTE: Zum Mitreden

Nach zehnjährigem Bestehen zieht die Menschenrechtskommission Bilanz. Sie wünscht sich mehr politische Bildung in den Schulen und eine Maison des droits de l’homme.

Menschenrechtsverletzungen nach den Wahlen in Burundi, verhaftete Homosexuelle in Kamerun, mangeln-der Zugang von Frauen zur Gesundheitsversorgung in Argentinien. Das sind nur einige der Themen von Menschenrechtsorganisationen, die den 10. Dezember, den Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 durch die Generalversammlung der UN, zum Anlass nehmen, die Menschenrechtssitua-tion weltweit einer kritischen Betrachtung zu unterziehen und auf aktuelle Brennpunkte der Menschenrechtsproblematik hinzuweisen. Reporter ohne Grenzen ehren in diesen Tagen den besonderen Einsatz eines Journalisten für die Pressefreiheit mit dem Menschenrechtspreis. mehr lesen / lire plus

Zieht Alima-Gare um?

Die Lebensmittelhandelskette Alima wird demnächst im neuen Rocade-Viertel ein Geschäft eröffnen. Genauer gesagt im Komplex der Société nationale à bon marché (SNBM), in dem am Boulevard d’Avranches gelegenen Ilôt A, einem der drei über den Eisenbahnschienen gelegenen Rocade-Blöcke, die während der letzten Jahre bebaut wurden. Gute Sache, könnte man meinen. Zwischen den zahlreichen hier entstandenen Bürogebäuden und Hotels – und weniger zahlreichen Wohnungen – fehlt es nämlich an kommerziellen und anderen Basisinfrastrukturen. Doch die Eröffnung reiht sich ein in einen Wandel des Viertels um die Wallisplatz, der auch negative Konsequenzen haben könnte. Dass sich unweit des SNBM-Gebäudes bereits ein selekter Käse- und Weinhandel niedergelassen hat, ist ein deutliches Zeichen für die Gentrifizierung des Einzugsgebietes der Rocade. mehr lesen / lire plus

Positives, mais sans impact

Mercredi, l’ONG Enar-Luxembourg avait invité à une journée de réflexion sur l’instrument de l’« action positive ». La filiale luxembourgeoise du réseau européen luttant contre les discriminations veut donner une plus large résonance à cet instrument qui doit aider à atteindre une égalité réelle de membres de groupes désavantagés. Les lois luxembourgeoises d’antidiscrimination l‘autorisent – comme les directives qu’elles transposent. Mais en pratique, l’action positive est peu utilisée – contrairement à la politique à l’égalité femmes-hommes, où elle sert notamment à combattre les écarts de salaire. Mais voilà, il s’agit de mesures d’incitation des entreprises, qui sont libres de devenir actives ou non. mehr lesen / lire plus

Nichts geht mehr

Der starke Schneefall am Mittwochabend hat nicht nur das halbe Land lahm gelegt. Auch die aktuelle Ausgabe der woxx fiel ihm teilweise zum Opfer. Als in den frühen Morgenstunden des Donnerstags klar wurde, dass Teile der Truppe nicht nur mit unheimlicher Verspätung, sondern sogar überhaupt nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen würden, musste der amtierende Koordinator die Reißleine ziehen und gleich vier Seiten des regards-Teils aus dem Programm nehmen. Deshalb halten Sie eine ungewöhnlich „dünne“ Ausgabe der woxx in Händen – und das in einer Jahreszeit, die gerade dazu geschaffen ist, gemütlich am Kaminfeuer zu lesen. Wir werden uns mit der Weihnachtsnummer, die am 24. mehr lesen / lire plus

PISA: Les Infaillibles

L’étude Pisa 2009 n’est guère flatteuse pour le système scolaire luxembourgeois. Mais au lieu de se demander si nous sommes vraiment aussi nuls que l’OCDE l’entend, il faut aussi se demander ce que vaut Pisa.

Le joyau monumental de la Toscane tient depuis des siècles grâce à une série d’artifices techniques.

Tous les quatre ans, les athlètes du monde entier se mesurent les uns aux autres dans une orgie mondiale d’efforts humains appelée Jeux olympiques. Depuis l’an 2000, une nouvelle tradition sportive a été inaugurée. Elle ne vient pas du mont Olympe, mais l’acronyme fait penser à Pise, ville réputée mondialement pour sa tour. mehr lesen / lire plus