„Die Gemeinden wollen stärker in den Wohnungsbau investieren“, freute sich Minister Marco Schank Anfang dieser Woche, als er Bilanz des „Pacte logement von 2008 zog, dem 103 Gemeinden beigetreten sind. Bisher wurden rund 77,2 Millionen Euro staatliche Finanzhilfen an die Gemeinden ausgeschüttet, wovon bereits 43,1 Millionen von 28 Gemeinden verwendet wurden, um Schulen, Maison relais, Kläranlagen u. ä. zu bauen. Ansonsten fällt die Bilanz eher mager aus: Keinen Impakt hatte der Pakt bisher auf die hohen Wohnungspreise in Luxemburg. Nicht angesprochen wurde, inwiefern ökologische Standards in den Bauvorhaben tatsächlich berücksichtigt wurden. Auch das Problem der lokalen Wirtschaftsentwicklung blieb unerwähnt. Denn was nützen Wohnungen in Weiswampach, wenn es keine Arbeit in der Region gibt oder aufgrund schlechter Anbindungen des öffentlichen Transports, auf lange Autoanfahrten zurückgegriffen werden muß, um zur Arbeitsstelle zu gelangen?
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

