Bist du Roma? Kannste gehen!

(avt) – Der ENAR Schattenbericht 2012/13, basierend auf 23 Schattenberichten von EU-Staaten und der Türkei, gibt Aufschluss über Diskriminierung von ethnischen Minderheiten in der EU. Die Zahlen zeigen, dass seit der Finanzkrise die Kluft zwischen ethnischen Minderheiten und der heimischen EU-Bevölkerung größer geworden ist. Als besonders vulnerable Gruppen nennt der Bericht Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten, Asylbewerber, Roma, Muslims und Menschen afrikanischer Herkunft sowie Frauen mit Migrationshintergrund. Sie haben geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, erfahren Diskriminierung und werden im Schnitt schlechter bezahlt. So ist in Österreich die Arbeitslosigkeit unter Ausländern doppelt so hoch wie unter der heimischen Bevölkerung. In Belgien und Finnland ist die Arbeitslosenrate bei Ausländern gar dreimal höher. In Ungarn geben 64 Prozent der befragten Ausländer an, schon mal Diskriminierung bei der Arbeitssuche erfahren zu haben. In keinem der EU-Staaten gibt es einen wirksamen rechtlichen Rahmen, um Diskriminierung vorzubeugen oder zu sanktionieren. Die Statistiken legen offen, dass gerade die reichsten Ländern, in denen Angstmache mit populistischen Diskurs(en) fruchtet, in einigen Jahrzehnten auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sein werden, um ihr wirtschaftliches Wachstum zu halten. Der Bericht ist verfügbar über: www.enar-eu.org


Cet article vous a plu ?
Nous offrons gratuitement nos articles avec leur regard résolument écologique, féministe et progressif sur le monde. Sans pub ni offre premium ou paywall. Nous avons en effet la conviction que l’accès à l’information doit rester libre. Afin de pouvoir garantir qu’à l’avenir nos articles seront accessibles à quiconque s’y intéresse, nous avons besoin de votre soutien – à travers un abonnement ou un don : woxx.lu/support.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Wir stellen unsere Artikel mit unserem einzigartigen, ökologischen, feministischen, gesellschaftskritischen und linkem Blick auf die Welt allen kostenlos zur Verfügung – ohne Werbung, ohne „Plus“-, „Premium“-Angebot oder eine Paywall. Denn wir sind der Meinung, dass der Zugang zu Informationen frei sein sollte. Um das auch in Zukunft gewährleisten zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung; mit einem Abonnement oder einer Spende: woxx.lu/support.
Tagged .Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.