Wegen des bewaffneten Angriffs auf eines ihrer Schiffe hat die Hilfsorganisation „SOS Méditerranée“ Ende vergangener Woche in Italien eine Strafanzeige eingereicht. Am 24. August war der Seenotrettungskreuzer „Ocean Viking“ von als „lybische Küstenwache“ firmierenden bewaffneten Banden in internationalen Gewässern zwanzig Minuten lang beschossen worden („Schüsse auf Seenotretter“; woxx 1851). „Die Strafanzeige fordert die Strafverfolgung wegen versuchten mehrfachen Mordes, versuchten Schiffbruchs, Sachbeschädigung an einem Schiff sowie weiterer Straftaten, die die Justizbehörden für zutreffend halten“, so eine Pressemitteilung der Hilfsorganisation. Die italienische Staatsanwaltschaft hatte ihrerseits bereits mit Ermittlungen in dem Fall begonnen. Die Europäische Union „sei aktiv an diesen Verbrechen beteiligt“, kommentierte der französische EU-Abgeordnete Mounir Satouri von den Grünen, der dem Menschenrechtskomitee des EU-Parlaments vorsitzt. SOS Méditerranée fordert die EU auf, die Unterstützung der sogenannten libyschen Küstenwache sofort zu beenden und die Zuständigkeit der libyschen Seite für die Such- und Rettungsregion vor ihrer Küste durch die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) überprüfen zu lassen.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

