Reformen zum Nachteil der Schüler*innen?

von | 11.05.2018

Das Syndikat fir Erzéiung a Wëssenschaft (SEW) kritisiert kommende Reformen im Sekundarschulwesen sowie die mangelnde Dialogbereitschaft des Bildungsministers.

Mit erheblichen Änderungen im Sekundarschulwesen stiftet Bildungsminister Claude Meisch Chaos – dieser Meinung ist jedenfalls der SEW-OGBL. Die Kritik der Gewerkschaft gilt in erster Linie der geplanten Aufteilung in Basis- und Fortgeschrittenenkurse in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik. Vier Monate vor Schulanfang sei immer noch unklar, wie diese Kurse organisiert werden sollen. So sei beispielsweise noch nicht geklärt, ob die Differenzierung intern stattfindet, und Schüler*innen beider Kurse somit in einer Klasse unterrichtet werden, oder aber extern, also in verschiedenen Klassen. Es fehle sowohl an Unterrichtsmaterialien und Lehrbüchern als auch an einem spezifischen Rahmenprogramm zur Umsetzung der Differenzierung. Den Kürzeren würden dabei die Schüler*innen ziehen, so die Befürchtung des SEW.

Kritisiert wird außerdem Meischs mangelnde Dialogbereitschaft. Statt selbst nach Lösungen für bestehende Probleme zu suchen, würde das Bildungsministerium die Verantwortung dafür vielmehr auf die Schulen übertragen.

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