Arte und Film Fund: Ja!

von | 13.12.2018

Nach zwei Koproduktionen machen der Fernsehsender Arte und der Luxemburger Film Fund Nägel mit Köpfen – und sind nun Partner im europäischen Mediendschungel.

Peter Boudgoust, Régine Hatchondo, Guy Daleiden (v.l.n.r.), Foto: Frédéric Maigrot

Bei der Mitgliederversammlung von Arte G.E.I.E. (Groupement européen d’intérêt économique) in Straßburg läuteten am 12. Dezember gleich zweimal die Hochzeitsglocken. Arte sagte „Ja“ zum finnischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Yle und zur luxemburgischen Filmförderung. Mit dem finnischen Sender arbeitet Arte seit 1999 zusammen, mit dem Film Fund und Iris Production entstanden die Serie „Bad Banks“ und die Doku-Reihe „1918-1939: les rêves brisés de l’entre-deux-guerres“. Das Häkchen für Luxemburg setzten der Direktor des Film Fund Guy Daleiden und die zwei Vorsitzenden von Arte, Régine Hatchondo (Vize-Präsidentin) und Peter Boudgoust (Präsident).

Die Partnerschaften kommen nicht von ungefähr. Mediengurus dürften sie nicht überraschen. Trivial ist der Zusammenschluss mit Luxemburg aber nicht. Das Großherzogtum erhält durch den Assoziierungsvertrag nämlich erstmalig eine beratende Stimme an den Entscheidungsgremien des Senders. Das ist ein Meilenstein für Arte: Damit sind alle deutsch- und französischsprachigen Länder Europas durch Partnerschaften in den Entscheidungsgremien vertreten. Das bringt den Sender näher an sein ambitioniertes Ziel, durch europaweite Koproduktionen und die Verbreitung von Qualitätsprogrammen das Verständnis und die Beziehungen der europäischen Länder zu stärken.

Wie in jeder Partnerschaft, gibt es auch in dieser Medien-Ehe Pflichten: Arte und der Film Fund wollen zusammen in die Weiterentwicklung von Programmen investieren, die auf Arte ausgestrahlt oder auf der Online-Plattform zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam soll man auch die Weiterentwicklung audiovisueller und kinematographischer Formate ankurbeln. Arte Frankreich, Arte Deutschland und der Film Fund konzentrieren sich dabei besonders auf fiktionale Serien sowie auf „innovative Projekte“, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #394 – D’Enn vu Filmland

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht. An enger Woch maachen d'Filmstudioen „Filmland“ zu Keelen hir Dieren endgülteg zou. Domadder geet no dräizéng Joer eng Ära op een Enn, déi fir déi audiovisuell Produktioun zu Lëtzebuerg ganz wichteg war. D'Yolène Le Bras war fir eng Reportage an de Studioen...

NEWS

Harcèlement moral : plus de moyens pour l’ITM

En avril 2023, la Chambre adoptait une loi pour lutter contre le harcèlement moral au travail, en confiant à l’Inspection du travail et des mines (ITM) la charge de traiter les plaintes et de mener d’éventuelles enquêtes. Où en est-on trois ans après ? Répondant à une question parlementaire du député pirate Sven Clement, le ministre du...

NEWS

Greenpeace klagt gegen JBS in den Niederlanden

„Greenpeace“ klagt in den Niederlanden gegen den weltweit größten Fleischkonzern JBS. Nach einem ersten Schreiben fordert die Umwelt-NGO nun, dass die Firma Informationen zu ihren Expansionsplänen offenlegt (woxx 1889; „Environnement : Un bout de papier contre un géant de la viande“). Grundlage der Klage ist ein neues niederländisches Gesetz,...

NEWS

Fin de la complicité de la CSSF avec l’État d’Israël

La Commission de surveillance du secteur financier (CSSF) ne prolongera pas les emprunts de l’État israélien au-delà du 31 août, date d’échéance pour les « Israel bonds ». Selon les propos du directeur de la CSSF, Claude Marx, sur « RTL », la décision de l’autorité de régulation financière découle de raisons « réglementaires », aucune sanction...