Arte und Film Fund: Ja!

Nach zwei Koproduktionen machen der Fernsehsender Arte und der Luxemburger Film Fund Nägel mit Köpfen – und sind nun Partner im europäischen Mediendschungel.

Peter Boudgoust, Régine Hatchondo, Guy Daleiden (v.l.n.r.), Foto: Frédéric Maigrot

Bei der Mitgliederversammlung von Arte G.E.I.E. (Groupement européen d’intérêt économique) in Straßburg läuteten am 12. Dezember gleich zweimal die Hochzeitsglocken. Arte sagte „Ja“ zum finnischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Yle und zur luxemburgischen Filmförderung. Mit dem finnischen Sender arbeitet Arte seit 1999 zusammen, mit dem Film Fund und Iris Production entstanden die Serie „Bad Banks“ und die Doku-Reihe „1918-1939: les rêves brisés de l’entre-deux-guerres“. Das Häkchen für Luxemburg setzten der Direktor des Film Fund Guy Daleiden und die zwei Vorsitzenden von Arte, Régine Hatchondo (Vize-Präsidentin) und Peter Boudgoust (Präsident).

Die Partnerschaften kommen nicht von ungefähr. Mediengurus dürften sie nicht überraschen. Trivial ist der Zusammenschluss mit Luxemburg aber nicht. Das Großherzogtum erhält durch den Assoziierungsvertrag nämlich erstmalig eine beratende Stimme an den Entscheidungsgremien des Senders. Das ist ein Meilenstein für Arte: Damit sind alle deutsch- und französischsprachigen Länder Europas durch Partnerschaften in den Entscheidungsgremien vertreten. Das bringt den Sender näher an sein ambitioniertes Ziel, durch europaweite Koproduktionen und die Verbreitung von Qualitätsprogrammen das Verständnis und die Beziehungen der europäischen Länder zu stärken.

Wie in jeder Partnerschaft, gibt es auch in dieser Medien-Ehe Pflichten: Arte und der Film Fund wollen zusammen in die Weiterentwicklung von Programmen investieren, die auf Arte ausgestrahlt oder auf der Online-Plattform zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam soll man auch die Weiterentwicklung audiovisueller und kinematographischer Formate ankurbeln. Arte Frankreich, Arte Deutschland und der Film Fund konzentrieren sich dabei besonders auf fiktionale Serien sowie auf „innovative Projekte“, wie es in der Pressemitteilung heißt.


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