Finance et droits humains : Pas notre affaire ?

Les entreprises de l’économie réelle se montrent de plus en plus circonspectes pour éviter les accusations de violations des droits humains. Un rapport montre que cela n’est guère le cas du côté de la finance, notamment au Luxembourg.

Couverture d’un rapport d’Aperam sur sa culture de durabilité. Les plantations d’eucalyptus servent à alimenter les hauts-fourneaux et réduisent l’empreinte CO2. Le pesticide Aldrine, utilisé dans les années 1970, a été enfoui pour ensuite contaminer la zone. (aperam.com)

La finance est-elle malfaisante ? Sans doute. Tout d’abord sur le plan général, dans la mesure où elle représente une composante essentielle du système capitaliste, qui génère de la richesse et sacrifie la justice sociale et l’environnement naturel. mehr lesen / lire plus

Conférence : que faire de la crise écologique ?

La grande transition énergétique et écologique, espérée et indispensable, sera-t-elle un win-win pour les citoyen-nes comme pour les entreprises ou faudra-t-il « changer le système » pour arrêter de changer le climat ? De nombreux scénarios sont sur la table, et les définitions de ce qu’on entend par système peuvent également diverger. Mercredi prochain, la conférence « Écosocialisme ou effondrement » permettra d’entendre un point de vue radical, mais bien informé sur le sujet. Le ton est donné par l’invitation diffusée par Déi Lénk : « Une solution à la crise écologique, une alternative à la course vers l’abîme du changement climatique sont-elles possibles sans ‘changer de système’, c’est-à-dire sans affronter le capitalisme ? mehr lesen / lire plus

Devoir de vigilance : Une loi pour la jungle

La mondialisation a internationalisé les échanges commerciaux et pousse à la recherche du profit par tous les moyens. Le Luxembourg en a profité, mais au bout du monde, les droits humains et l’environnement en font facilement les frais. Face à cela, la société civile propose de légiférer.

Affiche dans le cadre de l’appel de personnalités (woxx 1661). (Source : www.initiative-devoirdevigilance.org)

Le Luxembourg a-t-il besoin d’une loi imposant le respect des droits humains à ses entreprises dont les activités s’étendent à l’étranger ? Oui, estiment les ONG rassemblées dans l’Initiative pour un devoir de vigilance, et renvoient aux récentes affaires Sirli – opérations de répression meurtrières en Égypte – et Pegasus – espionnage de journalistes et d’opposant-es politiques par des États. mehr lesen / lire plus

CSV fürs Portemonnaie, weniger fürs Klima

„Was tut die Regierung? Sie schaut zu!“, stellt angesichts der hohen Energiepreise die CSV in einem Pressekommuniqué fest. Am Mittwoch veröffentlichte sie ihre eigenen Vorschläge, darunter die Ausdehnung der Teuerungszulage auf Haushalte der unteren Mittelschicht. Die Oppositionspartei spricht sich auch für eine Preisdeckelung bei Heizöl und Erdgas aus. Sie verzichtet allerdings auf die von Automobilclub und ADR geforderte Aussetzung der CO2-Steuer und plädiert stattdessen für eine Erhöhung des Kilometergelds im öffentlichen Dienst sowie der Kilometerpauschale. Dass die CSV diese an die Distanz zum Arbeitsort gekoppelte Steuerermäßigung aufgreift, erstaunt angesichts ihrer zweifelhaften Signifikanz in Zeiten des Teleworking. Außerdem handelt es sich bei einem Teil dieser Maßnahmen im weiten Sinn um Subventionen für fossile Treibstoffe. mehr lesen / lire plus

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Die Linke bleibt auf der Strecke

Zehn Wochen vor der ersten Wahlrunde sind die Aussichten für die Linke düster. Dass sie es wohl nicht in die zweite Runde schafft und auch die Legislativwahlen verlieren wird, ist symptomatisch für die globale Krise der Linken.

Die „Gilets jaunes“, ein neuer Ansatz für die französische Linke? (Wikimedia; Thomas Bresson; CC BY 4.0)

„François Hollande hat die Linke gerettet!“ Wird man ihn am 24. April wiederholen, diesen Satz, den man im Mai 2012 hören konnte? Schon damals hätte es besser heißen sollen „… hat einen Sieg der Rechten und Rechtsradikalen verhindert“. Denn Hollandes Präsidentschaft fiel noch zentristischer und wirtschaftsliberaler aus, als die letzten Mitterand-Jahre. mehr lesen / lire plus

Velo-Mobilitéit: Kein Plattfuß, kein Turbo

Ist der Bericht zu den nationalen Fahrrad-Strategien eine Blamage für Verkehrsminister François Bausch? Beim am 25. Januar veröffentlichten Vergleich dieser Strategien in 47 europäischen Ländern durch die European Cyclists’ Federation (ECF) kommt Luxemburg jedenfalls nicht gut weg. Auf der Europakarte erscheint das Großherzogtum als ein orangener Schandfleck in einem weitgehend grünen Westeuropa. Der Blick in die tabellarische Übersicht macht klar: Eine Strategie wurde 2008 erstellt, wurde danach aber nicht mehr aktualisiert. Doch diese Einschätzung, die online schon für Spott über grüne Politik gesorgt hat, muss man beim genaueren Lesen des Berichts relativieren. Die ECF schreibt, seit 2012 gebe es statt einer Fahrrad- eine „Mobilité durable“-Strategie, in der „das Radfahren nur einen kleinen Teil einnimmt“. mehr lesen / lire plus

Weidewirtschaft und Artenschutz: Herden als Wolf-Snack?

Die „Rückkehr des Wolfs“ löst bei den einen Begeisterung, bei den anderen Entsetzen aus. Das muss nicht so sein.

Auch Wölfe müssen essen. (Wikimedia; Allie Attebery; CC BY 2.0)

Erwartbar war sie, die Reaktion von Jo Studer auf die Sichtung eines Wolfs am 11. Januar bei Wintger. Der Präsident der Jagdföderation warnte vor einer Verharmlosung des Raubtiers, das, so Studer gegenüber dem Luxemburger Wort, Hunden und Kindern gefährlich werden könne. Auch die Centrale paysanne zeigte sich wenig erfreut und beklagte die unflexiblen und unzureichenden staatlichen Mechanismen zur Vorbeugung und Entschädigung. Jagd machen auf die nach Luxemburg vordringenden Wölfe wollen aber beide nicht. mehr lesen / lire plus

Oekotopten-Beratung zu Smartphones: Reparier mich!

Beim Kauf an die Lebensdauer der ressourcenintensiven Geräte zu denken, dabei hilft ein französischer Index und eine Oekotopten-Liste.

„Wir leben in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft.“ Die Feststellung ist nicht neu, die Luxemburger Beratungsstelle Oekotopten greift sie dennoch auf, um ihre kürzlich veröffentlichte Liste mit reparaturfreundlichen Smartphones vorzustellen. Nicht neu, aber besonders passend, denn, so erfährt man, es gibt hierzulande mehr Handys als Einwohner*innen. Dass immer mehr solche Geräte zu Elektroschrott werden oder in Schubladen verstauben, erklärt Oekotopten so: „Viele gönnen sich bei Erneuerung des Abo-Vertrags ein neues Gerät. Ein häufiges Ärgernis ist jedoch, dass nach wenigen Jahren oftmals keine Updates mehr zur Verfügung stehen oder es bei Defekten nicht möglich ist (oder es sich nicht lohnt), das Handy reparieren zu lassen.“ mehr lesen / lire plus

HRW-Bericht: Für glaubwürdige Demokratien

„Die Demokratie wird sich im Wettstreit mit der Autokratie nur durchsetzen können, wenn ihre Entscheidungsträger*innen den globalen Gegenwartsproblemen wirksamer entgegentreten“, heißt es im Begleittext zur Veröffentlichung des „World Report 2022“ von Human Rights Watch (HRW). Im einleitenden Essay zum über 700 Seiten umfassenden Bericht verwirft der Executive Director Kenneth Roth die These, autokratische Systeme seien auf dem Vormarsch. Als Beleg für die „enorme Anziehungskraft, die Demokratie immer noch besitzt“, führt er die zahlreichen Protestbewegungen an, aber auch die Verschärfung der Repression, die ein Zeichen von Schwäche sei. Roth kritisiert überwiegend geopolitisch antiwestliche Regimes, allen voran China und Russland, brandmarkt aber auch die Allianzen der Demokratien mit autokratischen Regierungen. mehr lesen / lire plus

Fairphone 4: Stückchenweise für Fairness

Im Nischenmarkt für „grüne“ Smartphones setzt die Firma Fairphone mit ihrem neuen Modell immer noch Maßstäbe.

Fotos: www.fairphone.com

„Endlich ein neues Fairphone!“, konnte man Ende vergangenen Jahres ausrufen. Doch eine solche Reaktion auf das Fairphone 4 passt nicht wirklich zu dieser auf Langlebigkeit ausgelegten Produktfamilie. Erst Mitte 2019 war das Fairphone 3 erschienen, ein Jahr später war es dann mit einem neuen Kameramodul zum Modell 3+ aufgepeppt worden. „Warum jetzt schon wieder ein neues Fairphone?“, müsste man also eigentlich fragen.

Grünes Allround-Smartphone

Für die Fachzeitschrift für Digitaltechnik „ct“ war dies nicht die erste Frage, sie war aber durchaus Thema im Interview mit Fairphone-Geschäftsführerin Eva Gouwens (siehe letzte Spalte). mehr lesen / lire plus

Niedergang von Eida: Nach dem Strom das Gas

Der Zusammenbruch der kleinen grünen Stromfirma beschleunigt sich – zu drastisch ist der Preisanstieg an den Energiemärkten.

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen eine Zeit, in der sie sich auf positive Perspektiven für das kommende Jahr konzentrieren. Nicht so für die Kund*innen der Firma Eida, die das Jahr 2022 mit gleich zwei Hiobsbotschaften beginnen mussten. Am 13. Dezember hatte die Öko-Energiefirma mitgeteilt, sie müsse ihre Stromlieferungen einstellen, die Erdgasversorgung bleibe aber erhalten (online-woxx: Kein Eida-Strom mehr: die Fakten). Keine zwei Wochen später, ausgerechnet an Heiligabend, informierte Eida dann, auch die Gaslieferungen würden kurzfristig eingestellt. Wie beim Strom seit dem 14. mehr lesen / lire plus

Chinesisches „Modell“ wird ausgebaut: Repression für alle!

Den vielen ein bisschen Wohlstand und Freiheit verschaffen, den wenigen mit Härte und Unterdrückung begegnen … Das Erfolgsrezept für „sanfte Diktaturen“ stößt in China an seine Grenzen.

Überbleibsel des geplanten Themenparks „Love Land“ in Chongqing, der bereits 2009 Opfer der konservativen Kehrtwende in China wurde. (Wikimedia; Jpbowen; CC BY-SA 4.0)

Sowohl Entscheidungsträger*innen als auch Bürger*innen müssen auf allen Ebenen stärker für eine zivilisierte Entwicklung und Nutzung des Internets eintreten. Dazu gehören zum Beispiel die Schaffung einer gemeinsamen Plattform gegen Gerüchte und Fake News sowie Gesetze gegen falsche und respektlose historische Referenzen. Außerdem müssen die Möglichkeiten, schädliche Inhalte zu entfernen, verbessert werden. mehr lesen / lire plus

Statec: Covid macht gleich und glücklich

Der Index für Wohlbefinden (LIW) ist seit 2018 stabil, insbesondere was Armut und Ungleichheit angeht; gegenüber dem Jahresbeginn sind die Noten für Glück und Zufriedenheit sogar gestiegen, teilt der Statec mit. Das detaillierte Pressekommuniqué klingt weniger erfreulich. Zwar ist der LIW nach 2013 angestiegen und hat 2018 sein Niveau von 2010 wieder erreicht, doch verglichen mit dem Anstieg der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung stagniert die Verbesserung des Wohlbefindens. Zur Berechnung des LIW, manchmal auch als „PIB du bien-être“ bezeichnet, werden 21 Indikatoren aus 11 Bereichen einbezogen. Verbesserungen gab es seit 2010 vor allem bei Umwelt und Governance, dagegen haben sich die Indikatoren für Arbeit und Wohnen verschlechtert. mehr lesen / lire plus

Kein Eida-Strom mehr: die Fakten

Seit Anfang der Woche liefert die grüne Stromfirma Eida keinen Strom mehr. Warum gerade sie von den steigenden Energiepreisen betroffen ist und was das bedeutet. (UPDATE 4.1.22: Nach dem Strom das Gas!)

Notstromaggregate gibt es in Krankenhäusern und Datenzentren: Sie dienen dazu, bei einem Stromausfall die Weiterversorgung mit Strom zu garantieren. Etwas Ähnliches gibt es auf der Ebene des Stromhandels: Wenn ein Anbieter die Elektrizitätsversorgung nicht mehr sicherstellen kann, dann springt ein „Fournisseur du dernier recours“ (Lieferant der letzten Instanz) ein. In Luxemburg ist das die Firma Enovos – wie die Kund*innen des alternativen Stromanbieters Eida am vergangenen Montag erfuhren. mehr lesen / lire plus

Niedergang von Eida: Konsi-Macht, Marktmacht

Dass eine grüne Stromfirma nicht mehr liefern kann, wenn der graue Strom teurer wird, illustriert den liberalen Irrweg der Umweltbewegung der vergangenen Jahrzehnte.

Pixabay; ElisaRiva

Wer sich in der Vergangenheit für möglichst grünen Strom entschieden hat, wusste, dass man ein wenig mehr zahlt, aber dafür zum Klimaschutz beiträgt. Mit der derzeitigen Energiekrise – angeheizt von den steigenden Preisen für fossile Brennstoffe – mögen manche Bezieher*innen von grünem Strom gehofft haben, von den Preissteigerungen verschont zu bleiben. Das ist aber nicht der Fall, schlimmer noch, aufgrund der Krise musste gerade Luxemburgs „grünster“ Energieanbieter die Lieferungen einstellen – weil der Großhandelspreis zu stark angestiegen ist und der niederländische Vertragspartner Konkurs angemeldet hat. mehr lesen / lire plus

Einfach nur das Klima retten: Zu spät!

Zweimal in der Geschichte der Klimapolitik hat die Staatengemeinschaft die Chance für eine Umkehr verpasst. Nun muss sie radikal umdenken und einen Global Green New Deal zustande bringen.

Pixabay ; Pete Linforth

Nach der UN-Klimakonferenz im November sei das Glas „halb voll“, so das salomonische Urteil des CSV-Abgeordneten Paul Galles bei der Chamberdebatte am Mittwoch. Die meisten Redner*innen positionierten sich ähnlich, nur Myriam Cecchetti (Déi Lénk) übte sich in grundsätzlicher Kritik und verwies unter anderem auf die zweifelhaften Investitionen des Renten-Reservefonds, die nicht zu den von der Regierung angekündigten Klimazielen passen. Doch solche Kritik, und erst recht das vorsichtige Lob der internationalen und nationalen Klimapolitik durch Galles und Co. mehr lesen / lire plus

Présidentielle française : Horizon 2024

En avril prochain, la France élira son ou sa président-e. La gauche sera perdante, tout comme lors des législatives en juin. Ces élections n’en sont pas moins importantes pour préparer l’avenir, en France et ailleurs.

Débat du second tour ? Malheureusement, la gauche risque d’en être absente. (Photo prise en septembre lors du débat entre Jean-Luc Mélenchon et Éric Zemmour.) (Photo : EPA-EFE ; Bertrand Guay/Pool)

Les nouvelles sont bonnes. Selon les derniers sondages, ce ne serait plus Marine Le Pen qu’Emmanuel Macron devrait affronter au second tour, mais Valérie Pécresse, candidate fraîchement investie par « Les Républicains » (LR). Au lieu d’un remake des mauvais rêves de 2002 et de 2017, avec des candidat-es de l’extrême droite classé-es deuxièmes, le 10 avril prochain, le premier tour aboutirait à un classique duel entre droite et gauche. mehr lesen / lire plus

Klimawandel, Systemwechsel und CO2-Steuer

„Kann das Schlimmste noch verhindert werden? Wenn Ja, was muss geschehen?“ Orientiert an solchen Fragen geht es um den Klimawandel, wenn am kommenden Montag die Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb auf Einladung von Klimabündnis und Mouvement écologique via Zoom über Handlungsperspektiven referiert. Dabei wird sie sich sowohl mit technologischen Spielräumen als auch mit den Möglichkeiten eines Systemwechsels befassen. Auch auf die hochaktuelle Frage des Stellenwerts der CO2-Steuer wird die österreichische Wissenschaftlerin eingehen. Im November vergangenen Jahres war Kromp-Kolb bereits im woxx-Beitrag „Corona und Klima: Zwei Krisen, zwei Geschwindigkeiten“ ausgiebig zu Wort gekommen, was auch die Anregung für ihre Online-Einladung gab. mehr lesen / lire plus

Entreprises responsables : Je suis pour !

À l’approche de la Journée des droits humains le 10 décembre, l’Initiative pour un devoir de vigilance lance une campagne d’affiches en faveur d’une législation nationale obligeant les entreprises à faire preuve de vigilance du côté de leurs chaînes de valeur. Plusieurs personnalités apparaissent sous le slogan « Une loi droits humains et entreprises ? Je suis pour ! », parmi lesquelles Nora Back (présidente de l’OGBL), Gilbert Pregno (président de la Commission consultative des droits de l’homme) et Jean-Claude Hollerich (archevêque de Luxembourg). Quiconque souhaite soutenir cette initiative peut également télécharger une affiche générique et l’exposer pour augmenter la visibilité des revendications. mehr lesen / lire plus

Rénovation politique au Chili : Vieux démons

Mauvaise surprise lors des élections présidentielle et législatives chiliennes du 21 novembre : au lieu du triomphe des forces progressistes espéré, c’est un potentiel président néo-pinochetiste qui s’est qualifié pour le second tour.

Chili, 2019. (Photos : lm)

Pinochet est-il de retour ? Un peu plus de 33 ans après le fameux référendum d’octobre 1988, à l’origine du départ du dictateur chilien, on peut retrouver une partie de son orientation politique dans les discours du vainqueur au premier tour de la récente élection présidentielle, José Antonio Kast. En effet, le candidat de la droite ultra s’affiche comme catholique militant, opposé au droit à l’avortement, et comme défenseur de la nation et de l’ordre face au danger « communiste ». mehr lesen / lire plus