Camarade café

A l’instar des paysans boliviens mâcheurs de feuilles de coca, les forçats du travail que sont les woxxies ne peuvent réaliser ce tour de force hebdomadaire qu’est la parution de ce journal sans… café. Cela compte particulièrement pour nos deux brebis galeuses, fumeuses convaincues mais condamnées à se goudronner les poumons en humant le crachat des pots d’échappement sur l’avenue de la Liberté. Et comme ces températures hivernales ne leur laissent guère le choix entre la pneumonie et le cancer, elles se voient donc obligées de combler leur état de manque avec quelques rations de caféine. L’affaire se corse encore plus qu’un espresso lorsque la machine à café, faute d’entretien, se met en tête de faire grève. mehr lesen / lire plus

Kabelsalat

Die informatische Infrastruktur der woxx ist, diplomatisch ausgedrückt, „durchwachsen“ und setzt auf Multi-Kulti. Macs und Windosen neuerer und vor allem älterer Bauart teilen sich Drucker, die im wahrsten Sinne des Wortes aus einer „parallelen“ Zeit stammen. Dass das alles irgendwie funktioniert, hat mit einem ausgeklügelten Kabelsystem zu tun, das, wenn es nicht gerade von den Redaktionshunden zerbissen wurde, meist unbemerkt seinen Dienst verrichtet. Doch die Exotik hat auch ihren Preis: Adapterstecker aller Art, Netzgeräte, Batterien in Sonderausführung, speziell verpolte Kabel … fast alles aus Fernost und in Luxemburg (fast) nicht zu haben. Dass jetzt auch noch das Fachgeschäft „um die Ecke“ dicht gemacht hat, und somit ein wichtiger Nachschubweg barrikadiert wurde, das hat den woxx-Netzwerker an den Rand des Wahnsinns geführt. mehr lesen / lire plus

Im Kleinen ganz groß

Eigentlich wollen wir ja so viel erreichen. Wir würden gerne die Woxx noch grösser und schöner machen, noch interessanter und subversiver. Unser Wunsch wäre zusätzliche Posten zu schaffen, um die Fülle der LeserInnen-Reaktionen zu bearbeiten. Unser Traum wäre es nicht nur oberflächlich zu berichten, sondern bis in die Fundamente der Politik vorzudringen und strukturelle gesellschaftliche Umwälzungen anzuregen. Unser Gelüst wäre über die Studentenfoire und die Ökofoire hinaus bei sämtlichen großen Veranstaltungen präsent zu sein. Monatlich würden wir mindestens vier Podiumsdiskussionen organisieren, jede Woche eine, und so letztlich bewirken, dass das Wort mit der Woxx verwechselt wird – und nicht umgekehrt. Wir hätten die Woxx-Weihnachtsnummer so wie das Gebäck im Supermarkt schon im Sommer gebacken. mehr lesen / lire plus

Leerstelle

Neun Monate lang verstärkte sie die woxx-Crew, jetzt ist sie – vorläufig – wieder in ihre alte Bonner Heimat abgetaucht. Über 60 Beiträge hat Anina Valle Thiele während dieser Zeit verfasst und dabei die ganze Bandbreite vom Interview mit dem Außenminister bis zur Expo-Rezension abgedeckt. Am Ende war ihr Schreibtisch nicht weniger von Büchern, Zeitungsseiten, Jahresberichten usw. überhäuft, wie der ihrer – vorrangig männlichen – Kollegen. Doch so ganz hatte sie sich dem Luxemburger System noch nicht untergeordnet: Die mangelnde Kommunikationsbereitschaft so mancher Institution blieb ihr ein Rätsel, und die von den Kollegen ins Spiel gebrachte Methode, doch gleich den zuständigen Minister per Handy-Anruf zu einer Stellungnahme zu forcieren, waren ihr auch am Ende noch suspekt. mehr lesen / lire plus

Jeden Cent wert

Aus der woxx-Redaktion kommen diese Woche zwei Nachrichten: eine gute und eine schlechte. Die Schlechte zuerst: Alles wird teurer, auch die woxx. Aber lediglich um 15 Cent, so dass Ihre Lieblingswochenzeitung immer noch für „nur“ 1,90 Euro am Kiosk erhältlich ist. Die Gute: Um den Preisanstieg zu rechtfertigen haben die woxxies sich diese Woche mächtig ins Zeug gelegt: Redakteurin Y hatte nach ihrem Besuch der Frankfurter Buchmesse so viele Ideen im Kopf, dass sie partout nicht unter drei Seiten bleiben wollte. Redakteur X stieg wohl der Smog über Shanghai so zu Kopfe, dass er per Telefon der Redaktion mitteilte, gleich fünf Seiten füllen zu wollen. mehr lesen / lire plus

Das ABC der Nieten

Neue Woche, neue Lostrommel. Redakteurin A. zieht als Erste: eine Pressekonferenz zum Sujet „Frauen und Gewalt“. Niete: Die Veranstalter beten das Programm einfach nur runter; Ade die Idee eines ambitionierten Textes. . Der Lostopf geht an Praktikantin B. und, Glückwunsch!, zwei – nein, drei! – Nieten: Am Vormittag ein Resto-Chef, der keinen blassen Schimmer von den „Resto Days“ hat. Am Abend ein Herr Prof. Dr. Dr., der die halbe Lehrerschaft Luxemburgs ins Schlummerland schickt. Auch der Kinoabend à la Italia ist Pustekuchen, denn auf Limpertsberg hat jemand den Strom ausgepustet. Als letzter in der Runde zieht Redakteur D. … eine Niete: Aus dem geplanten Artikel wird nichts, weil die Hauptperson zum Dauersitzen im LKW verordnet wurde. mehr lesen / lire plus

OekoSchizoFoire

Umweltgerechtes Verhalten muss anerzogen werden – wie beim pawlowschen Hund. Wer z.B. per Bus oder Fahrrad zur Oekofoire fährt, bekommt beim Eintritt einen satten Rabatt von 2 Euro. Das reicht fast für einen ganzen gezapften Biohumpen! Natürlich lässt es sich leicht mogeln: Es reicht, wenn man im Handschuhkasten seines 6-Zylinder-BMW ein paar modische Hosenklemmen zurechtlegt, mit denen man dann an der Kasse Eindruck schinden kann. Variante zum Thema: Man kramt sich eine ungenutzte eGo-Karte, der von außen ja nicht anzusehen ist, dass sie eigentlich nur noch dazu dient, gerade Koks-Linien zu ziehen, und behauptet kurzerhand, man sei mit dem Bus gekommen. mehr lesen / lire plus

Incroyable mais vrai

Vendredi dernier à 15.36 à la rédaction du woxx. Le téléphone sonne. – « woxx, bonjour » – « Bonjour, service communication d’EDF, centrale de Cattenom » – « Oui… » – « Nous voulions savoir si vous aviez bien reçu l’invitation pour les journées du patrimoine que la centrale nucléaire de Cattenom organise le 18 septembre » – « Euh, vous savez, nous recevons tous les jours des centaines d’invitations. Je ne sais pas, nous savons qu’il y aura une manifestation contre le nucléaire » – « Ah, oui, ça, ça nous intéresse un peu moins (rires). Mais la journée du patrimoine pourrait intéresser votre journal, il y aura des artistes, les enfants pourront peindre la centrale… » – « Et traire des vaches à cinq pattes ? » – « Oh non ! mehr lesen / lire plus

Inculte, le woxx ?

Dans notre édition de la semaine dernière, une de nos rédactrices se plaignait du dernier film d’Alain Courneau – au point où elle décernait à « Crime d’amour » un Filmflop de plus basse catégorie. Certes, la woxxie n’a pas la faculté de voir l’avenir, car si elle avait su que Corneau allait décéder deux jours après la parution de son petit article, peut-être y aurait-elle mis des nuances. Mais ainsi, le woxx se retrouve, comme souvent, à contre-courant : alors que la presse nationale et internationale s’épanchait en nécrologies élogieuses du réalisateur défunt, nous étions bien les seuls à railler Alain Courneau. Comme quoi, même la mort subite n’empêche pas de nommer un navet un navet. mehr lesen / lire plus

Pan ! Sur le bec !

En cette période estivale, le journaliste lambda doit affronter deux ennemis redoutables : le fameux trou estival, qui l’oblige à trouver des thèmes de plus en plus exotiques pour remplir ses pages et le climat parfois torride qui fait ramollir la cervelle. Même si un cerveau ne fonctionnant pas à cent pour cent peut aider dans l’exécution des tâches les plus absurdes, cela peut parfois donner lieu à des bourdes impressionnantes. C’était le cas pour le woxxie X, qui, la semaine dernière, attribuait le député André Bauler au CSV, alors qu’il est un des parlementaires les plus actifs du DP. Le fauteur apprendra par coeur l’ensemble des 60 député-e-s et leur appartenance politique. mehr lesen / lire plus

Tschüss Pia!!!

Ehrlich gesagt: So mancher woxxie wird sich gefragt haben wer denn nun diese ominöse Pia Oppel sei, die uns Frühjahr bis Sommer 2010 begleiten sollte. Wir kannten bis dato nur ihre sehr ordentlichen, gut recherchierten und – naja – etwas drögen Artikel zu ihrem Leib- und Magenthema: dem Umweltschutz. Aber als wir feststellten, dass Frau Oppel mitnichten eine Tee trinkende, Stinksandalen tragende, nickelverbrillte und vorzeitig vergreiste Ökofanatikerin war, sondern eine junge, sympathische Frau, die sich sowohl durch ihre Fachkompetenzen, als auch durch ihr kollegiales Einfühlvermögen, sowie eine gewisse Trinkfestigkeit, perfekt in den Redaktionsalltag eingliederte, wurde uns allen ziemlich warm ums Herz. mehr lesen / lire plus

Requiem für die woxxies

Vergangenes Wochenende begingen zumindest vier Redaktionsmitglieder unserer schmucken Wochenzeitung ziemlich kulturell – und zwar in der Philharmonie. Drei der jüngeren Generation angehörenden woxxies verschlug es am Freitag Abend zur „End Of Season Party“ – wo sie zwischen endlosen Smalltalk-Monologen, immer wieder aufgefüllten Cocktails und Technomusik dem Sonnenaufgang harrten. Mit bisweilen komischen Konsequenzen: Redakteur X wachte am darauf folgenden Tag mit einer Mettwurst in der Hand in seinem Bett auf und fand ein Feuerzeug in seiner Unterhose, nicht aber seine Brille. Redakteurin Y hatte Schwierigkeiten ihr Haus auch am helllichten Tag wiederzufinden, während die Dritte im Bunde – die anderen aus den Augen verloren – zu Fuß nach Hause trottete. mehr lesen / lire plus

Es geht uns gut

Was für eine wunderbare Abwechslung so ein nationaler Feiertag doch sein kann! 24 Stunden lang ist die Krise wie weggeblasen, jeder freut sich, auch wenn er nicht so recht weiß, über was. Zumindest über einen guten Vorwand, sich einen anzusaufen. Auch die woxxies haben sich nach diesem prachtvollen Tag gesehnt: Denn wenn nicht gearbeitet wird, heißt das auch, dass die Baustelle die uns seit anderthalb Jahren auf die Nerven geht, ausnahmsweise Ruhe gibt. So konnten diejenigen die am Mittwoch noch mal ins Büro mussten – eine Zeitung schreibt sich ja nicht von selbst – selten gewordene Momente der Ruhe genießen. Doch halt! mehr lesen / lire plus

Luxemburgs teuerster Sozialfall?

Ja, da schaut Sie sich schon mal um, unsere souveräne Monarchin. Sieht man schon die Angst in ihren Augen ? Den blanken Horror bei der Vorstellung eines drohenden sozialen Abstiegs ? Das jedenfalls fragten sich die woxxies, als sie auf ihrem Terminkalender entdeckten, dass das großherzogliche Paar letzten Montag doch tatsächlich die „épiceries sociales“ im Süden ihres Reichs besuchte. Exakt zwei Wochen zuvor hatten die Jusos noch Sparmaßnahmen für den Hof gefordert und nun will ebendieser demonstrieren wie schlecht es ihm eigentlich geht? Oder ist es nur eine weitere Profilierungsaktion um das arg ramponierte Image – auf Kosten der Ärmsten – aufzupolieren? Fragen über Fragen. mehr lesen / lire plus

Skoda-Reifen lecken

Es war einmal eine Sportveranstaltung, die hieß Tour de Luxembourg. Dabei ging es vor allem, wenn auch nicht nur, um Hochleistungs-Radfahren im Großherzogtum. Nun heißt diese Veranstaltung SkodaTour de Luxembourg, wohl um klarzumachen: Es geht nur noch um Sponsoring und Geld. Dass sich Sportfunktionäre nicht zu schade sind, die Umweltverschmutzung durch Werbung auch noch in die Sprache hineinzutragen, ist unerfreulich. Beschämend finden wir allerdings, wie die KollegInnen der Mainstream-Presse damit umgehen: Da wird nämlich brav und völlig unkritisch der Refrain von der SkodaTour nachgesungen. Sind wir am Ende etwa nur ein bisschen altmodisch? Kommt demnächst sowieso die LuxemburgerWortOktave, der TageblattRock um Knuedler und … die woxxFête de la Résistance? mehr lesen / lire plus

privatsphaere@woxx.lu

Selten wird in den Sitzungen Privates diskutiert. Diese Woche lief es jedoch anders: In der Mittwochsitzung schlug Redakteurin X das „soziale“ Netzwerk „Facebook“ als Thema vor, nachdem dessen Gründer Mark Zuckerberg kürzlich ein viel beachtetes Mea Culpa über mangelhaften Datenschutz hingelegt hatte. Schon allein das Thema „Facebook“ vermochte es, den woxxies ein breites Grinsen zu entlocken. Dass einige unter ihnen sich längst dort eine Seite zugelegt haben, ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem staunte die Versammlung nicht schlecht, als auch Redakteur Y sich einmischte. „Was? Duuuuuu hast Facebook?“, staunten alle entsetzt und so manchem ging sicher auch die bange Frage durch den Kopf: „Warum nur hat er MICH nicht als Freund geaddet?“. mehr lesen / lire plus

Woxxenende 2010

Es gibt Betriebe, in denen es dazu gehört, die Wochenenden in Weiterbildungskursen zu verbringen, mit dem Besuch von Konferenzen oder gar mit Mutproben für Manager. Nicht so bei der woxx. Nicht etwa, dass die Redaktion auf Fortbildung allergisch reagiert, aber am liebsten verbringen wir unsere gemeinsamen Wochenenden in Belgien bei viel Bier und gutem Essen. Dieses Jahr traf es die belgische Ardennenhauptstadt Stavelot. Malerische Kulisse, gutes Kirschbier, eine als Jugendherberge fungierende Brauerei als Rückzugsort: Das verlängerte Wochenende war Erholung pur. Und lieferte dennoch einige Erkenntnisse. So können sich Satiriker auch ohne billigen Whisky einen Brummschädel einhandeln, die Konter-Bier-Methode funktioniert auch nicht immer, grausige Dorfdiscos werden nicht besser wenn sie in tausendjährigem Gemäuer stattfinden und nein, auch die letzte Kriek vom Fass ist immer noch nicht die Totale… mehr lesen / lire plus

Reconstructing the Author

Celles et ceux qui ont lu attentivement le numéro du woxx de la semaine dernière, et surtout l’article sur la construction identitaire de notre cher petit grand-duché, se sont peut-être rendu-e-s compte d’un petit manque. D’un manque d’identité en plus, car l’article en question n’était pas signé. Circonstance aggravante : même notre (auto-)critique hebdomadaire n’avait pas déniché cette coquille. En tout cas, les spéculations de nos lecteurs fusaient, presqu’au point où l’on en venait à évoquer de sinistres complots venu des fins fonds de l’université du Luxembourg – l’éditrice du livre critiqué dans l’article. Mais nous pouvons rassurer notre lectorat : même si elle-même ne croit pas au concept de l’identité, l’auteure en a néanmoins une, nominale, en tant que Renée Wagener. mehr lesen / lire plus

Soleil de Chine

Jolie photo que celle publiée la semaine dernière, montrant une longue file de Chinois-es ornée de parapluies bigarrés. Pour une pré-visite du pavillon luxembourgeois, ils et elles avaient supporté des temps d’attente de plus de trois heures … « sous la pluie », avait écrit le rédacteur Z. Une fois arrivé à Shanghai, il s’est rapidement rendu compte de la bourde : il n’y avait pas eu de pluie – en Chine, c’est pour se protéger du soleil que sont utilisés couramment les parapluies. Ayant oublié le sien et subissant la chaleur étouffante du jour d’ouverture de l’Expo, Z. a couru vers la « Box for Water » sur la terrasse du pavillon. mehr lesen / lire plus

„Tragikkomödie“ und „Tinitus“

Bisweilen schleichen sich gewissermaßen durch die Hintertür Rechtschreibfehler ein. Die woxx bemüht sich zwar darum, jeden umfangreicheren Text mehreren Korrekturen zu unterziehen, doch hin und wieder passiert es dann doch: grobe Rechtschreibfehler, manchmal sogar im Titel, die der woxx-Redaktion erst freitags bei ihrer Heftkritik ins Auge springen. Die JournalistInnen raufen sich dann die Haare und versuchen zu rekonstruieren, wie so etwas passieren konnte. Mal fällt die Schuld zurück auf die KorrektorInnen, die schon mal Texte „verschlimmbessern“, bisweilen auf die AutorInnen selbst, sowie letzte Woche im Falle der „Tragikkomödie“, die natürlich eine „Tragikomödie“ ist. Nicht weiter tragisch, aber doch ärgerlich. Um Fehler dieser Art zu vermeiden, waren wir in dieser woxx-Ausgabe besonders wachsam. mehr lesen / lire plus