Das Recht auf die eigenen vier Wände

von | 08.10.2020

Vergangenen Mittwoch führte der „Mieterschutz Lëtzebuerg“ ein Gespräch mit Wohnungsbauminister Henri Kox über den neuen Gesetzesentwurf zu Wohn-Mietverträgen. Dem Verein geht das Vorhaben des Ministers nicht weit genug. Es werden ambitioniertere Maßnahmen gefordert, um vorhandene Barrieren beim Finden von bezahlbarem Wohnraum weiter aufzubrechen. So sollte die Kaution maximal eine, statt der im Gesetz vorgesehenen zwei Monatsmieten betragen, um die hohen Kosten für eine neue Wohnung zu begrenzen. Auch sollten Vorstöße wie eine individualisierte Verantwortung der Bewohner in Wohngemeinschaften, eine Reformierung der Mietpreisberechnung, und eine Professionalisierung von Mietrechtskommissionen dem Mieterschutz zu Gute kommen. „Es ist wichtig, dass die Rechte der Mieter besser verteidigt werden“, kommentierte der Minister die Forderungen, ohne sich allerdings einem erweiterten Handlungsbedarf zu verschreiben. Am Samstag geht der Protest in die nächste Runde. Um 14 Uhr ruft der Mieterschutz mit einer Reihe anderer Organisationen zu einer Demonstration in Luxemburg-Stadt auf, die vom Glacis bis zum „Hôtel des Postes“ führt, das Ganze unter dem Motto: „Un toit est un droit“.

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