Edition Tiamat: „Jede Mehrheitsmeinung war ihm suspekt“

Für „verlegerischen Mut“ und ein „außergewöhnliches Verlagsprogramm“ hat die Berliner Edition Tiamat den Deutschen Verlagspreis 2020 erhalten. Ein Gespräch mit Verleger Klaus Bittermann über die Gründungsjahre, Guy Debord, Hunter S. Thompson und den laut eigener Auskunft wichtigsten Autor des Verlags, den Gesellschaftskritiker Wolfgang Pohrt.

Misstraut der Aussage, schreiben 
mache Spaß: 
der Verleger 
Klaus Bittermann. (Bildquelle: Klaus Bittermann)

woxx: Im Gründungsjahr 1979 der Edition Tiamat war die Bundesrepublik noch immer vom „Deutschen Herbst“ zwei Jahre zuvor geprägt. Welche Rolle hat das damalige politische Klima bei der Gründung des Verlags gespielt?


Klaus Bittermann: Sie hatte mit dem politischen Hintergrund, den Sie erwähnen, eigentlich wenig tun. Die Kreise, in denen ich mich bewegte, waren zwar in bestimmter Weise links, standen der eigentlichen Linken aber sehr kritisch gegenüber. Für mich waren damals Theorieeinflüsse wie jener der Situationistischen Internationale wichtig. Dem Traditionsverlauf der Linken in Deutschland stand ich ablehnend gegenüber, vor allem der Aufspaltung in die verschiedenen aus der Studentenbewegung hervorgegangenen K-Gruppen. Ich habe mich stattdessen in einem losen Zusammenhang von Leuten in ganz Deutschland bewegt, die miteinander in Kontakt standen und sich ausgetauscht haben. Gemeinsam haben wir überlegt, was wir tun könnten: Film-, 
Theorie-, Verlagsprojekte. Ich habe mich dann in dem Verlagsprojekt engagiert. Wie die meisten Gruppen fiel auch diese allerdings relativ schnell auseinander und ich stand mit dem Verlag mehr oder weniger alleine da.

Was waren die ersten Veröffentlichungen?


Am Anfang haben wir nur Reprints gemacht, darunter die „Schwarzen Protokolle“. Das war ein libertär-anarchistisches Periodikum, das zwischen 1972 und 1977 in Berlin erschienen ist. Es wurde von relativ klugen Leuten gemacht, die Traditionslinien wie den Dadaismus und den Surrealismus in den Siebzigerjahren erstmalig wieder in der Linken erwähnt und zur Verfügung gestellt hatten. Das transportierte natürlich auch eine grundlegende Kritik an dieser autoritären K-Gruppen-Politik. Als ich dann mehr oder weniger allein war, habe ich zunächst kleinere surrealistische Schriften von Leuten wie André Breton, Louis Aragon, René Crevel und Antonin Artaud herausgebracht. Die Surrealisten hatten einen libertären politischen Ansatz, der mich immer fasziniert hat.

Was daran hat Sie fasziniert?


Es war weniger der kunstkritische Aspekt, sondern die politische Positionierung der Surrealisten. Darüber hinaus war ihre Sprache poetisch, das war für mich das entscheidende Moment. In der Linken im Allgemeinen und in den K-Gruppen im Besonderen war Sprache ein reines Transportmittel, und noch dazu waren die transportierten Inhalte relativ dürftig. Die Dadaisten und die Surrealisten stellten demgegenüber eine vielversprechendere Traditionslinie dar. Natürlich war nicht alles interessant, was die gemacht haben, aber ich konnte darin etwas entdecken, was später von den Situationisten wieder aufgegriffen worden ist. Leben, Kunst und Politik – das waren für mich die Sachen, von denen ich dachte, dass sie in irgendeiner Form zusammenkommen müssen.

Begonnen haben Sie den Verlag in Nürnberg, doch 1981 erfolgte der Umzug nach Berlin.


Nürnberg war damals die Stadt mit der höchsten Polizeidichte in Deutschland. Im Jahr 1981 kam es nach einer Filmvorführung über die Hausbesetzerszene in den Niederlanden im Jugendzentrum „KOMM“ zu einer Spontandemo, bei der ein paar Scheiben zu Bruch gingen. Die Polizei hat dann nach der Demo das Jugendzentrum abgeriegelt und alle verhaftet. Der Vorfall ist als Polizeiskandal in die Geschichte eingegangen, aber allein die Tatsache, dass die das damals so durchgezogen haben, illustriert das damalige restriktive Klima in Nürnberg. Nicht zuletzt aus diesen Gründen bin ich nach Berlin gezogen, wo die Hausbesetzerbewegung ihre Hochzeit erlebte. Dort hatte die Polizei damals andere Probleme. Es gab über 150 besetzte Häuser, ständig fanden Straßenschlachten statt. Wenn da ein paar Leute eine Schaufensterscheibe eingeschmissen haben, hat das kaum jemanden interessiert.

„Leben, Kunst und Politik waren für mich die Sachen, von denen ich dachte, dass sie in irgendeiner Form zusammenkommen müssen.“

So unterschiedliche Charaktere wie Hannah Arendt, Hunter S. Thompson, Harry Rowohlt, Funny van Dannen und Kinky Friedman finden sich im Verlagsprogramm. Was verbindet die Autorinnen und Autoren?


Für mich war immer entscheidend, dass es geistig bewegliche und unabhängige Leute sind, die etwas Originelles zu sagen haben und dies auch ausdrücken können. Ich wollte nie nur ein Genre bedienen oder nur Theorie herausbringen. Egal worüber jemand geschrieben hat: Wenn es gut war oder ich es als gut empfand, dann war ich interessiert, weil ich dadurch ja auch etwas neues entdecken und lernen konnte. Darüber hinaus war der Verlag in den 1980er-Jahren für mich auch ein Medium der Auseinandersetzung. In dieser Hinsicht waren mir Autoren wie Henryk Broder, Lothar Baier, Christian Schultz-Gerstein und Eike Geisel wichtig – und natürlich vor allem Wolfgang Pohrt.

Wie konnten Sie Wolfgang Pohrt als Autor gewinnen?


Ich hatte 1981 seine beiden im Rotbuch Verlag erschienenen Bücher gelesen und fand sie grandios. Er war stilistisch brillant, konnte mit der Sprache umgehen und hat überzeugend argumentiert. Als er in einem besetzten Haus einen Vortrag gehalten hat, ging ich hin und habe mich ihm vorgestellt. Zwei Jahre später gab es eine Riesenveranstaltung mit ihm zur Friedensbewegung in der Akademie der Künste in Berlin. Es ging hoch her, Wolfang Pohrt war vollkommen in seinem Element und es war vielleicht eine seiner besten Veranstaltungen überhaupt. Daraufhin habe ich ihm geschrieben. Pohrt war mit meinem Publikationsangebot sofort einverstanden. Das war ein großer Schub für den Verlag, der dadurch zum ersten Mal in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde.

Derzeit bringen Sie sämtliche Bücher und Texte Wolfgang Pohrts noch einmal in einer Gesamtausgabe heraus. Was hat Sie dazu motiviert?


Zum einen war er für mich und den Verlag der wichtigste und bedeutendste Autor, den ich tatsächlich immer wieder lesen kann, ohne dass mir langweilig würde, weil ich immer wieder einen neuen Erkenntnisgewinn daraus ziehen kann. Das ist sehr selten der Fall und als Verleger bin ich ja jetzt schon seit vierzig Jahren im Geschäft. Hinzu kommt, dass ich durch Wolfgang Pohrt letztlich sozialisiert worden bin. Auch wenn ich mich schon in Nürnberg mit der Situationistischen Internationale und an der Universität Erlangen mit Kritischer Theorie befasst hatte, war Pohrt theoretisch für mich tatsächlich am wichtigsten.

Der Verleger mit seinem wichtigsten Autor: Klaus Bittermann und Wolfgang Pohrt (links) auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 1994. (Bildquelle: Klaus Bittermann)

„Ich wollte nie nur ein Genre bedienen oder nur Theorie herausbringen.“

Wolfgang Pohrt war ein scharfer Kritiker der Linken in Deutschland. Wie kam es dazu?


Um das richtig einordnen zu können, muss man sich klar machen, dass der 1945 geborene Wolfgang Pohrt in der 68er-Bewegung groß geworden und in ihr sozialisiert worden ist. Er hat sozusagen seine Jugend in ihr verbracht, wodurch das für ihn natürlich eine ganz andere Bedeutung hatte, als wenn man in einem etwas fortgeschritteneren Alter auf eine solche Bewegung trifft. Er hat die ganze marxistische Diskussion in Frankfurt mitbekommen, die auch geprägt war durch Hans-Jürgen Krahl und einen SDS [Sozialistischer Deutscher Studentenbund, Anm. d. Red.], der viel theorieorientierter war als in Berlin. Das hat Wolfgang Pohrt geprägt. In den 1970er-Jahren hat er dann an seiner Dissertation gearbeitet und war in dieser Zeit quasi abgetaucht. Als er sich wieder an öffentlichen Debatten beteiligte, musste er feststellen, dass die große radikale Bewegung, auf die er sich bezogen hatte, in verschiedene Fraktionen zerfallen war. Er hat das aufmerksam verfolgt und seine an der 68er-Bewegung geschulte Kritik daran formuliert.

Eine Kritik, die man offenbar nicht einfach abtun konnte.


Das Tolle war, dass er mit einer solchen sprachlichen Brillanz kritisieren konnte und dadurch eine gewisse Aufmerksamkeit erhalten hat. Der Durchbruch kam mit seinem ersten, bei Rotbuch verlegten Essayband. Der Feuilletonredakteur Wolfram Schütte hatte in der Frankfurter Rundschau, die damals die Zeitung für alle Linksintellektuellen in Deutschland war, eine ganze Seite über das Buch gebracht. Das hat eingeschlagen wie eine Bombe und er wurde bei allen, die das Blatt gelesen haben, schlagartig bekannt. Daran haben sich dann sehr viele Rezensionen in Zeitungen und im Rundfunk angeschlossen. Man hat sich richtig abgearbeitet an ihm: Schütte fand ihn großartig, doch viele haben ihn vollkommen abgelehnt. Was besseres kann einem als Autor natürlich gar nicht passieren als zum Gegenstand eines großen Streits zu werden. Von da an hat er eigentlich für fast alle wichtigen Zeitungen in Deutschland geschrieben, wurde zu Talkshows eingeladen und in Rundfunksender, ja sogar zum Ingeborg-Bachmann-Wettlesen einge-
laden, wo es eine Zeit lang auch einen Preis für Journalisten gab. Das hat ihn in der Bundesrepublik zu dieser Zeit an die Grenze zur Prominenz gebracht.

Wie lässt sich die Rolle, die Wolfgang Pohrt publizistisch spielte, beschreiben?


Seine Artikel waren immer darauf angelegt, eine Debatte auszulösen. Dabei hat er sich ausschließlich zu deutschen Phänomenen und deutscher Politik geäußert. So war es auch Anfang der 1980er-Jahre, auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung. Damals gab es in Bonn eine Demonstration mit einer halben Million Teilnehmer. Man hatte den Eindruck, als gebe es im Feuilleton nur dieses Thema: die Stationierung der Mittelstreckenraketen in Deutschland. Die „taz“ hat einen Artikel von Wolfgang Pohrt veröffentlicht, in dem er die Friedensbewegung als „deutschnationale Erweckungsbewegung“ kritisiert hat, und die „Zeit“ hat diesen Text nachgedruckt. Das hat einen riesigen Shitstorm ausgelöst, wie man heute sagen würde; die Zeit konnte sich vor Leserbriefen nicht mehr retten. Man hat Pohrts Kritik überhaupt nicht verstanden und sich gefragt, was die Friedensbewegung der damaligen Zeit mit einem deutschen Nationalismus zu tun habe. Die Zeit hat daher gleich drei Autoren beauftragt, Gegenartikel zu schreiben und Pohrt zu widerlegen.

Auch jene, die Pohrt nicht grundsätzlich ablehnten, kritisierten eine mangelnde Kohärenz in seinen Polemiken. Resultierte aus der Lust an der Provokation auch ein bestimmtes Maß an Beliebigkeit?


Ich denke nicht. Ihm war es immer sehr wichtig zu betonen, dass Wahrheit einen Zeitkern hat. Sofern sich die gesellschaftlichen Voraussetzungen geändert haben, fand er Sachen, die er früher geschrieben hat, obsolet. Ich finde nicht, dass seine Argumentation dadurch beliebig wird, sondern dass er einen beweglichen Geist dokumentiert. Das ist etwas, was ich unglaublich an ihm schätze: Dass er andere Perspektiven eingenommen und auch jeweils Argumente dafür gefunden hat. Vor allem war ihm jede Mehrheitsmeinung suspekt. Wenn es etwas gab, das sowieso alle Leute behauptet haben, dann hat es ihn entweder nicht interessiert oder er hat untersucht, warum alle der gleichen Meinung sind. Und meistens hat er dann auch etwas gefunden, was an der ganzen Sache faul war. Das war seine Herangehensweise.

Hat sich sein Stil im Laufe der Zeit geändert?


In den 1980er-Jahren hat er grandiose, lustige Artikel und Rezensionen geschrieben, und ich habe es sehr geschätzt, dass man über seine Sachen auch immer lachen konnte. Das war dann ziemlich schlagartig vorbei. Anfang der Neunzigerjahre, als er an einer Studie zum Massenbewusstsein der Deutschen [publiziert als „Der Weg zur inneren Einheit – Elemente des Massenbewußtseins BRD 1990; Anm. d. Red.] zu arbeiten begann, hat ihn das, was in Ostdeutschland passiert ist, sehr schockiert und er hat sehr heftig auf Ereignisse wie die Angriffe auf Flüchtlingswohnheime in Hoyerswerda und Rostock reagiert. Es hat ihn sehr mitgenommen, dass in Rostock Leute eine Woche lang angesichts eines wütenden Mobs um ihr Leben bangen mussten, ohne dass die Staatsgewalt eingeschritten wäre. Da fand bei ihm schon eine Verbitterung statt.

Ein „enfant terrible“ ganz anderer Art ist der US-amerikanische Autor Hunter S. Thompson. Wie kam er in Ihr Programm, obwohl die meisten seiner Bücher im großen Heyne-Verlag erscheinen?


Sein Buch über die Hells Angels ist eine unheimlich tolle soziale Studie über diese Leute, die er überhaupt nicht in Schutz nimmt, sich auch nicht als einer von ihnen anbiedert, aber trotzdem versucht, herauszufinden, was in ihren Köpfen vor sich geht. Das fand ich grandios, und so habe ich ein Buch nach dem anderen von ihm gelesen. Als er 2005 gestorben ist, habe ich eine englischsprachige Biografie über ihn übersetzen lassen und herausgebracht. Zudem sind seine späten Kolumnen bei mir erschienen, ebenso ein paar frühe Sachen, die Heyne nicht ins Programm aufgenommen hat.

„Wolfgang Pohrts Artikel waren immer darauf angelegt, eine Debatte auszulösen.“

In einer Lesung über ihn haben Sie betont, dass er ein außerordentliches Gespür für soziales und politisches Unrecht hatte.


Noch kurz vor seinem Tod hat er sich beispielsweise für die junge Lisl Auman engagiert, die zu Unrecht im Knast saß, weil sie in eine Schießerei geraten war. Diese Frau war völlig unbekannt und hatte keine Fürsprecher. Die Polizei wollte an ihr Rache nehmen, weil ein Bekannter von ihr einen ihrer Kollegen erschossen hatte. In diesem hoffnungslosen Fall hat sich Thompson in die Bresche geworfen – und nicht etwa, weil diese Frau sonderlich sympathisch gewesen wäre. Er hat dann auch tatsächlich erreicht, dass sie einen fairen Prozess bekam, in dem sie freigesprochen wurde.

Sie haben auch Guy Debord in deutscher Übersetzung verlegt, insbesondere „Die Gesellschaft des Spektakels“. Ist das Ihr erfolgreichstes Buch?


Es ist nicht eins der erfolgreichsten Bücher, aber eines der Bücher, das seit 1996, als es bei mir erschienen ist, als Backlist-Titel am besten läuft. Es gilt mittlerweile als Klassiker und ist für viele Autoren eine Referenz. Debord wird heute auch an den Universitäten diskutiert, zudem bedient er ganz verschiedene Szenen; die Theorie- und die Kunstszene, aber auch Architekten und Designer. Innerhalb der Linken bedient er mittlerweile wahrscheinlich am ehesten ein traditionelles Spektrum. Es sind ja auch eher klassische theoretische Positionen, auf die er sich bezieht, etwa „Geschichte und Klassenbewusstsein“ von Georg Lukács. Auch seine ganze Perspektive auf Veränderung und Revolution geht aus den Zwanzigerjahren und aus dem Rätemodell hervor. Genaugenommen finden sich keine wirklich originellen Ideen in dem Buch. Vielleicht ist das auch so ein Moment, das ihn diskutabel macht für normale Linke. Er hat sich vor allem auch nie zum Nationalsozialismus geäußert, als ob es den nie gegeben hätte. Ich bin mittlerweile also ein bisschen skeptisch, was dieses Buch betrifft.

Sie sind selbst Autor mehrerer Bücher und werden mit den Worten zitiert, beim Schreiben stelle sich vergleichsweise selten ein Gefühl von Zufriedenheit ein. Warum machen Sie es trotzdem?


Wenn ich Post bekomme von Leuten, die mir ein Manuskript senden und in ihrem Begleitschreiben mitteilen, wie viel Spaß es ihnen gemacht habe, diesen Text zu verfassen, lege ich das Manuskript gleich zur Seite. Schreiben macht keinen Spaß, es ist ein Leidensprozess. Die Befriedigung stellt sich ein, wenn etwas fertig und gedruckt ist. Komischerweise liest sich ein Artikel dann auch noch einmal anders als im Manuskript.

Die Edition Tiamat im Internet: 
edition-tiamat.de

Im November vergangenen Jahres hat die Berliner Edition Tiamat ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert, wobei unter anderem die Schriftsteller Robert Seethaler und Ulrich Peltzer sowie die Schauspielerin Sophie Rois ihre Lieblingstexte aus dem Verlag vorlasen. Der 1952 im fränkischen Kulmbach geborene Klaus Bittermann arbeitet nicht nur als Verleger, sondern auch als Kolumnist und Buchautor. Er hat mehrere Romane und ein Kinderbuch verfasst; dazu Essaysammlungen mit so charmanten Titeln wie „Möbel zuhause, aber kein Geld für Alkohol“. Die Verlagsgeschichte ist eng mit dem Werk des Gesellschaftskritikers Wolfgang Pohrt (1945-2018) verbunden. Der Autor, der einen Großteil seines Lebens in Stuttgart verbrachte, begleitete die verschiedenen linken Bewegungen in Deutschland mit ebenso pointierter wie unversöhnlicher Kritik und arbeitete die verdrängten historischen Kontinuitätslinien auch dieses Spektrums der deutschen Gesellschaft schonungslos heraus. Jeglichen Vereinnahmungsversuchen, die zahlreich waren, hat er sich konsequent entzogen. Seit 2018 werden die Schriften von Wolfgang Pohrt in einer Gesamtausgabe aufgelegt, darunter auch zahlreiche unveröffentlichte Texte.


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