Europäisches Flutwarnsystem wenig nützlich

von | 09.09.2021

Die Warnungen des European Flood Awareness Systems (EFAS) haben wenig dazu beigetragen, das Hochwasser vom 14. Juli und seine Folgen richtig einzuschätzen. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Myriam Cecchetti (Déi Lénk) an die Ministerinnen Carole Dieschbourg (Déi Gréng) und Taina Bofferding (LSAP) hervor. Das nach den schweren Hochwassern des Jahres 2002 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene EFAS soll die Mitgliedsstaaten frühzeitig vor Gefahren warnen. Für das kleine Luxemburg erweist sich die räumliche Vorhersage allerdings als zu ungenau. Eine einzige informelle Warnung für Luxemburg wurde am 14. Juli gegen Mittag ausgeschickt – allerdings war diese unter Vorbehalten gegeben worden und sagte nur leichte Überschwemmungen voraus. Der Hochwasserdienst der Luxemburger Wasserverwaltung hingegen hatte bereits am Vortag Alarm geschlagen. Die Daten des EFAS sollen die nationalen Behörden unterstützen, ersetzen aber keine eigenen Analysen. Aus der Antwort auf die parlamentarische Anfrage geht zwischen den Zeilen auch hervor, die staatliche App „GouvAlert“ habe versagt: Die Beantwortung der Frage, wie viele Menschen dank dem Smartphone-Tool eine Warnung erhalten hatten, haben die Ministerinnen nämlich einfach ausgespart.

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