Greenpeace gegen EZB

von | 31.08.2020

Die Europäische Zentralbank (EZB) soll zwischen Mitte März und Mitte Mai über 7,6 Milliarden Euro in Anleihen von „fossilen Unternehmen“ investiert haben. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse der Umwelt-NGO Greenpeace. Allein 4,4 Milliarden wurden in Energieversorger wie Engie oder Eon investiert, die vor allem auf fossile Brennstoffe setzen. Laut Greenpeace hat die EZB zudem 3,2 Milliarden Euro in die Öl- und Gasindustrie investiert. „Die Vermögenswerte, die von der EZB als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie gekauft wurden, fördern den Klimanotstand“, so Martina Holbach von Greenpeace Luxemburg. Business-as-usual sei jedoch keine Option, denn die Klimakrise werde immer akuter: „Öffentliche Gelder dürfen nicht länger in fossile Brennstoffe fließen. Die EZB muss deshalb fossile Brennstoffe und andere treibhausgasintensive Vermögenswerte von künftigen Käufen ausschließen“. Die NGO fordert luxemburgische Bürger*innen auf, der EZB ihren Unmut kundzutun. Die Bank sammelt aktuell auf einer Online-Plattform Vorschläge zu ihrer Geldpolitik. Greenpeace nutzt dieses Konsultationsverfahren und hat eine Vorlage zusammengestellt, die Interessierte nutzen können, um ihre Kritik an der Politik der EZB mitzuteilen. Der Entwurf ist auf greenpeace.lu zu finden.

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