Manchmal könnte man meinen, die CSV wäre ständig auf der Suche nach Gründen, um das bei Jäger*innen wenig geliebte Fuchsjagdverbot kritisieren zu können. Vielleicht war es aber auch die berechtigte Sorge um junge Kälber, die die Agronomin Martine Hansen (CSV) zu ihrer parlamentarischen Frage an die Umweltministerin und den Landwirtschaftsminister antrieb. Die nunmehr frischgebackene Fraktionschefin wollte Ende Oktober wissen, ob es Zahlen zu den Fällen gäbe, in denen Kälber von Füchsen angegriffen oder gar getötet worden seien. Carole Dieschbourg (Déi Gréng) und Fernand Etgen (DP) antworteten: Seit 2016 werden solche Vorfälle von der Veterinärverwaltung dokumentiert. Insgesamt sind 30 Meldungen eingegangen – wobei nicht immer eindeutig festgestellt werden konnte, ob die Kadaver nicht post mortem von Füchsen angefressen wurden. Angesichts der hohen Jungtiersterblichkeit von 9.200 Kälbern im Jahr würde der Fuchs aber insgesamt eine eher untergeordnete Rolle spielen. Grundsätzlich wären oft neugeborene Kälber betroffen. Bisher konnte trotz Verbot der Fuchsjagd noch kein Anstieg des Fuchsbestandes in luxemburgischen Wäldern festgestellt werden.
Biologische Landwirtschaft: Zwischen Realismus und Rückschritt
Bio-Ausbau mit angezogener Handbremse - 15 anstatt 20 Prozent Bio-Fläche: Der neue Aktionsplan der Regierung setzt auf niedrigere Ziele und höhere Marktnähe.

