In der Corona-Krise gibt es die Nörgler*innen und Weltuntergangsliebhaber*innen, die sich den lieben langen Tag nur beschweren. Und dann gibt es solche wie die Betreiber des Gudde Wëllen, die sich nicht unterkriegen lassen und neue Wege gehen.
Es ist nun eingetreten, was der Betreiber Luka Heindrichs bereits Ende April in der woxx befürchtet hat: Die Kneipen dürfen zwar wieder öffnen, doch mit scharfen Einschränkungen. Wer die engen Räumlichkeiten des Gudde Wëllen kennt, weiß, dass es sehr schwierig sein wird, dort die Distanzen einzuhalten. Und von Konzerten im Obergeschoss kann auch noch keine Rede sein. Deshalb hat der „Culture Club“ sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Keine Kunstaktion, sondern eine Kunstauktion.
30 Künstler*innen, von denen „einige Freunde sind, andere den Club in den letzten Jahren mitverändert haben, wieder andere regelmäßige Gäste auf Konzerten oder Partys sind“, haben insgesamt 57 Werke zur Verfügung gestellt. Diese können auf einer Internetplattform bewundert werden – und wer das Geld im Portemonnaie locker sitzen hat, kann auch mitbieten. Höhepunkt ist der Abschluss der Auktion am 5. Juni um 20 Uhr: Wessen Gebot dann am höchsten ist, darf sich auf ein neues Kunstwerk freuen. Und auf ein gutes Gewissen. Denn sie oder er hat nicht nur etwas für die eigene Kunstsammlung, sondern auch für die Künstler*innen, denen die Krise zu schaffen macht, und für den Gudde Wëllen getan. Ein dreifaches Win also, das all die betuchten Kunstliebhaber*innen des Landes interessieren sollte. Denn unter den Artist*innenbefinden sich auch einige bekanntere Formate: Filip Markiewicz, Patricia Lippert, Gilles Pegel, Nora und Pit Wagner oder Daniel Wagener um nur einige zu nennen. Also: Paypal-Konten auf und mitbieten!