Null Toleranz für weibliche Genitalverstümmelung

von | 01.02.2018

Am 6. Februar wird der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung begangen. Mit „Genitalverstümmelung“ sind Eingriffe gemeint, bei denen Klitoris und/oder Labien teilweise oder ganz entfernt werden. Genitalverstümmelung verursacht nicht nur körperliches, sondern auch psychisches Leid, kann zu lebenslangen Traumata oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Betroffenen an den unmittelbaren oder langfristigen Folgen sterben. Mädchen- bzw. Frauenbeschneidung ist weltweit als Menschenrechtsverletzung anerkannt. Dennoch ist sie immer noch weit verbreitet. Schätzungen zufolge sind 200 Millionen Frauen und Mädchen von solchen Eingriffen betroffen. Dank des Gesetzes zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, das sich gerade auf dem Instanzenweg befindet, soll weibliche Genitalverstümmelung hierzulande bald als eigenständiges Verbrechen gelten. Bereits seit Jahren setzen sich zahlreiche luxemburgische Organisationen gegen diese Praktiken ein. So unterstützen beispielsweise Unicef Luxemburg und die Fondation Espoir ein Projekt gegen die Beschneidung von Frauen und Mädchen in Äthiopien. Anlässlich des internationalen Aktionstags organisiert Padem (Programmes d’aide et de développement destinés aux enfants du monde) in Zusammenarbeit mit der Stadt Luxemburg eine Vorführung des Films „Moolaadé“ mit anschließender Diskussion. Am 6. Februar um 20.30 in der Cinemathèque.

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