Das Planning Familial zeigt sich erfreut über die Vorhaben, die die Regierung bezüglich affektiver und sexueller Gesundheit im Koalitionsprogramm festgehalten hat. Es sei das erste Mal, dass in einem Koalitionsprogramm sowohl von der sexuellen als auch der affektiven Gesundheit die Rede sei, heißt es in einem Schreiben. Das Planning freut sich, dass entsprechende Kurse in die Ausbildung von Erzieher*innen integriert werden sollen, und hofft, dass es sich dabei um Pflicht- und nicht etwa um Optionsfächer handeln wird. Auch die geplante Sensibilisierung für LGBTIQ-Aspekte sowie die (seit 2016 geforderte) Reduktion der Besteuerung von Hygieneprodukten von 17 auf drei Prozent werden vom Zentrum begrüßt. Vor dem Hintergrund, dass künftig Personen aller Altersgruppen einen Anspruch auf eine Rückerstattung von Verhütungsmitteln haben sollen, fragt sich die Organisation, ob dies auch für die Sterilisation gilt. Das Planning nutzt die Gelegenheit, um an weitere ihrer langjährigen Forderungen zu erinnern. Dazu gehört zum Beispiel eine nationale Studie bezüglich des Sexualverhaltens der Bevölkerung. Zurzeit würden entsprechende Daten einzig vom Planning gesammelt. Auch bezüglich der von der Organisation durchgeführten Workshops in Schulklassen wird sich eine Änderung gewünscht: Lehrkräfte sollen künftig nicht mehr an diesen teilnehmen dürfen. Manche Schüler*innen seien nämlich gehemmt, sich in Anwesenheit einer Autoritätsperson frei auszudrücken.
Luxemburgs Gesundheitsprofil
Im Rahmen der EU-Initiative „State of Health in the EU“ wurde am 13. Januar das aktuelle Gesundheitsprofil für Luxemburg vorgestellt. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht vergleicht die Gesundheitssysteme der EU-Mitgliedstaaten sowie von Island und Norwegen. Mit einer Lebenserwartung von 83,5 Jahren belegte Luxemburg 2024 hinter Italien,...

