Sexualerziehung: Queerness als Nebengedanke

Die sexuelle und affektive Bildung hierzulande fokussiert sich auf Heterosexualität – und das ist ein Problem.

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Wer sexuell oder geschlechtlich nicht der Norm entspricht, findet in Luxemburg problemlos Anlaufstellen, die spezifische Beratung dazu anbieten. Zwar ist das entsprechende Angebot sehr überschaubar und wird mit dürftigen bis keinen staatlichen Geldern unterstützt – aber es existiert immerhin.

Sobald man sich die großen Institutionen anschaut, die im Bereich der sexuellen und affektiven Gesundheit tätig sind, fällt jedoch auf, dass nicht-normative sexuelle Orientierungen und Geschlechter lediglich ein Nebengedanke sind. Was Workshops und Weiterbildungen betrifft, liegt das zum Teil an einer Aufteilung der Zuständigkeitsbereiche: Um Nicht-Heterosexualität und Nicht-Cisgeschlechtlichkeit kümmern sich etwa Cigale und ITGL, Institutionen wie Planning Familial oder die HIV-Berodung erwähnen sie ihrerseits nur am Rande. mehr lesen / lire plus

Sexistischer Dresscode im Diekircher Gymnasium

Schüler*innen aus Diekirch sprechen sich mittels einer öffentlichen Petition gegen Frauenfreindlichkeit und Hypersexualisierung im LCD aus. Anlass ist ein seit Kurzem geltender Dresscode.

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Auf den ersten Blick ist es eine harmlos anmutende Initiative: In einem kurzen Text präzisiert das Lycée classique Diekirch (LCD) die interne Kleiderordnung für Schüler*innen. Bei näherem Lesen stellt sich jedoch die Frage nach dem Grund für manche dieser Regelungen.

„Vous êtes prié(e)s d’enlever vos casquettes, bonnets, etc. de même que vos lunettes de soleil, écouteurs, etc. à l’entrée de l’école“, so der erste Satz. Abgesehen von den Kopfhörern steht keines dieser Kleidungsstücke und Gegenstände dem aufmerksamen Folgen des Unterrichts im Weg. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Normal People

Die vielseits gelobte Serie reiht sich ein in eine endlose Liste an Erzählungen, die toxische Beziehungen romantisieren und BDSM-Praktiken verteufeln.

Die Beziehung zwischen Marianne und Connell wird romantisiert, obwohl sie äußerst toxisch ist. (Copyright: BBC)

Seitdem die BBC-Serie „Normal People“ am 26. April auf dem Streaming-Dienst Hulu veröffentlicht wurde, wird sie in den höchsten Tönen gelobt – sowohl von Kritiker*innen, die die Romanvorlage von Autorin Sally Rooney kennen als auch von denen, die das nicht tun. Immer wieder ist zu lesen, wie perfekt die Hauptrollen besetzt sind und der Ton des Buches eingefangen wurde. Die Ähnlichkeit zum Roman ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass Rooney selbst, zusammen mit Alice Birch und Mark O‘Rowe, das Drehbuch zur Serie verfasst hat. mehr lesen / lire plus

Planning familial goes Insta

Weil das Planning Familial sein analoges Angebot nur noch eingeschränkt anbieten kann, legt es online einen Zahn zu.

Quelle: Planning familial

Aufgrund der sanitären Krise kann das Planning Familial seit drei Monaten keine Schulbesuche mehr durchführen. Zum Glück hat das Zentrum nun Instagram entdeckt: Seit gestern existiert nicht nur der Account planningfamilialluxembourg, es sind darauf außerdem zwei Posts und eine Story vorzufinden. Auf einem der Bilder ruft das Planning dazu auf, Fragen rund um Verliebt sein, Verhütung, Menstruation, Pubertät und Liebeskummer an esa@pfl.lu zu richten. Die Kampagne „Hues du Froen?“ soll Interessierte daran erinnern, dass das Planning trotz Kontaktbeschränkungen Unterstützung und Beratung anbietet. mehr lesen / lire plus

Mehr Sex, weniger Corona im neuen Forum-Heft

Das neue Forum-Heft ist da – und es ist purer Sex. In der aktuellen Ausgabe dreht sich (fast) alles um die angeblich schönste Nebensache der Welt. Die Koordinatorin der Nummer, die freiberufliche Journalistin und angehende Historikerin Anne Schaaf, hat Beiträge zu den unterschiedlichsten Themenfeldern zusammengetragen. Die Autor*innen sprechen über #metoo und Stille in Luxemburg; nehmen die Statistiken zum Nutzverhalten luxemburgischer User*innen der Pornowebsite „Pornhub“ auseinander; widmen sich Sex, Politik und Film, dem lustvollen Blick auf den Mann in der feministischen Kunst; sagen aber in einem Text von woxx-Journalistin Tessie Jakobs: „Es geht auch ohne Sex“. Besonders interessant und amüsant ist auch Caroline Döhmers Text über sexuelle Wortfelder der luxemburgischen Sprache, „Peenis, Pujel, Pissgeschier“. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Mrs. Fletcher

Die humorvolle und intelligente Miniserie mit Kathryn Hahn in der Hauptrolle beleuchtet Sexualität und Konsens aus verschiedenen Blickwinkeln.

© HBO

Serien mit Fokus auf der Sexualität mitt-40-jähriger Frauen sind auch im Jahr 2020 noch spärlich gesät. Zumal, wenn diese Frauen auch noch queer sind, wie es bei der Protagonistin der HBO-Serie „Mrs. Fletcher“ der Fall ist.

Eve (Kathryn Hahn) ist geschiedene Single, Pflegerin und Mutter eines Teenagers (Jackson White). Als dieser auszieht, hat Eve zum ersten Mal in ihrem Leben Zeit, um sich mit ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen auseinander zu setzen. Doch auch für Sohn Brendan steht eine neue Lebensphase an. mehr lesen / lire plus

Sexuelle und affektive Gesundheit: Sexy Jahresabschluss

Queeres Begehren, sexualisierte Gewalt, Geschlechtergerechtigkeit im Sport und Sexualität von Senior*innen und Menschen mit einer Behinderung – diese und viele weitere Themen werden im Rahmen der ersten luxemburgischen Semaine de la santé affective et sexuelle in den Fokus gerückt.

© Cesas

Durch eine Internet- und Facebookseite, mehrere in die Wege geleitete Veranstaltungen und Weiterbildungen, einen Sexpodcast sowie eine Broschüre, die alle Akteur*innen zusammenfasst, die hierzulande im Bereich der affektiven und sexuellen Gesundheit tätig sind, liefert das im Mai 2018 eingeweihte Referenzzentrum für die Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit, kurz Cesas, mittlerweile eine wichtige Ergänzung zu hierzulande bereits seit längerem bestehenden Bemühungen im Bereich der Sexualerziehung (lesen Sie hierzu auch diesen Text). mehr lesen / lire plus

Superheldin gegen den Missbrauch von sexting

Der Comic „Envoie moi une photo…“ thematisiert die illegale Weitergabe intimer Inhalte unter Jugendlichen. Ein Thema, das bereits im Grundschulalter aufkommt – und in Luxemburg an Aktualität gewinnt.

Copyright: Ecpat

„Sexuelle Inhalte sind frei zugänglich. Die Medien sind hypersexualisiert. Sexting wird banalisiert“, sagt Serena Boukelmoun von Ecpat You(th) Together. „Das Problem ist: Nur die wenigsten sind informiert.“ Informiert darüber, dass das verschicken von Bildern, Texten und Videos (sexting) zu sexuellen Themen oder zur Erregung des Gegenübers Risiken mit sich bringt. Zum Beispiel die unerlaubte Weitergabe des Materials oder seine Verwendung zwecks Erpressung. In dem Fall spricht man von „sextorsion“: dem Einfordern explizit sexueller Kommunikation oder finanzieller Gegenleistungen zum Schutz der Privatssphäre. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #062 – Sexuell an affektiv Gesondheetserzéiung zu Lëtzebuerg

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Sexuell an affektiv Gesondheet ass zu Lëtzebuerg nach ëmmer een Nischenthema. Zanter e puer Joer gëtt et de Cesas, deen als nationale Referenzzentrum d‘Bildung an dësem Beräich besser koordinéiere soll. Dës Woch schwätzen de Joël Adami an d‘Tessie Jakobs also iwwer Sex – mä net nëmmen doriwwer.

D‘Tessie Jakobs huet sech ugekuckt, wat fir Projete beim Cesas entstane sinn a wat genee d‘Aufgabe vun dem Zentrum sinn. D‘Journalist*innen diskutéieren dann awer och iwwert d‘Fro, wisou sexuell an affektiv Erzéiung grad fir Kanner wichteg ass, an wisou dat Thema awer ëmmer nach immens kontrovers ass. mehr lesen / lire plus

Sexuelle und affektive Gesundheit: Es geht nicht nur um Sex

Am Mittwoch zog das Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle (Cesas) Bilanz der letzten eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse der Arbeit können sich sehen lassen, doch es bleibt noch viel zu tun.

Vertreter*innen von Cigale, Croix-Rouge und Planning Familial unterschreiben die Charta. © Cesas

„La sexualité de nos enfants: De quoi vous vous melez?!“ Dieser Facebook-Kommentar zu einer vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle (Cesas) organisierten Weiterbildung zeigt, wie sehr Sexualität immer noch als Privatangelegenheit angesehen wird, als etwas, worüber öffentliche Institutionen sich nicht äußern sollten. Er deutet aber auch darauf hin, dass manche kindliche Sexualität immer noch für einen Mythos halten. mehr lesen / lire plus

Frollein Motte – Was ist eigentlich mit der Liebe los?

In dem Comic von Frollein Motte wird aus einem One-Night-Stand plötzlich Every-Night. Die woxx hat das Buch gelesen.

Eine junge Frau ist süchtig nach Tinder. Sie möchte nur das eine und keine ernste Beziehungen. Jedes Wochenende hat sie verschiedene One-Night-Stands. Aber eines Tages wird die One Night zur every-night. Sie verliebt sich kopfüber, obwohl sie das nie vorhatte, denn sie wollte nicht verletzt werden.

Trotzdem läuft eine zeitlang alles gut. Bis ihr Freund entscheidet, sie nicht als Teil seines Lebens haben zu wollen. Er hat entschieden, dass seine gedankliche Anwesenheit in der Beziehung seine Karriere stagnieren lässt. Die Protagonistin ist wieder ganz allein, ihr Frust wandelt sich ziemlich schnell in Wut, die sie positiv nutzt. mehr lesen / lire plus

Sexualisierte Gewalt im Netz: „Ech sinn dat Meedchen um Video“

Nicht einvernehmlich veröffentlichte Sex-Videos sind eine Form digitaler Gewalt. Ein aktueller Fall aus Luxemburg zeigt, dass das entsprechende Bewusstsein dafür teilweise noch fehlt.

Viele wissen nicht, dass das Teilen nicht-einvernehmlich veröffentlichter Fotos und Videos eine Straftat ist. (© Mohamed Hassan/pxhere.com)

„Das Mädchen von Lloret ist einer von hundert Fällen, wo einfach die Privat- und Intimsphäre eines Mädchens wörtlich missbraucht wurden. Ich finde das widerwärtig und abstoßend.” Die Autorin dieses Satzes, Bianca Cerminara, eine feministische Aktivistin, hat vergangene Woche zusammen mit ein paar anderen Frauen eine eher ungewöhnliche Solidaritätskampagne auf Instagram ins Leben gerufen: Teilnehmende veröffentlichten Fotos von sich selbst mit Begleittexten wie „I am the girl in the video” und dem Hashtag #stopslutshaming. mehr lesen / lire plus

Videospiele: Subversives Zocken

Queere Identitäten und Geschichten sind in Videospielen viel präsenter als man vermuten könnte. Das Medium eignet sich wie kein anderes für queere Repräsentation.

Queere Spiele sind oft keine actionreichen Egoshooter, sondern eher textlastig. (Foto: Pexels)

Von Dezember 2018 bis Mitte Mai 2019 war im Schwulen Museum in Berlin mit „Rainbow Arcade“ die weltweit erste Ausstellung über queere Inhalte in Videospielen zu sehen. Den Besucher*innen wurden mehr als 30 Jahre Videospielgeschichte näher gebracht, die sich sowohl durch positive als auch negative Repräsentation von Queerness auszeichnete. Selbstermächtigung queerer Entwickler*innen sowie Diskriminierung in Spielen und Communities waren ebenso Inhalt wie die beeindruckenden Mittel, mit denen Designer*innen sogenannter Indie-Games neue Pfade beschreiten. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #042 – Wat ass Sexualassistenz a wisou ginn et sou vill ënnerschiddlech Meenungen dozou?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Dës Kéier ass eist Thema direkt en duebelt Tabu: Et geet nämlech ëm Sexualitéit a Behënnerung. Fir Leit, déi wéinst enger Behënnerung net kënnen hir Sexualitéit ausliewen, gëtt et déi sougenannt Sexualassistenz. D‘Tessie Jakobs an de Joël Adami schwätzen doriwwer, wat dat ass, wat fir verschidden Zorten et gëtt a wien déi Persoune sinn, déi dat ubidden. Wat ass zum Beispill den Ënnerscheed tëscht passiver an aktiver Sexualassistenz?

Zu Lëtzebuerg gëtt et nach keng Reegelung fir d‘Sexualassistenz. An d‘Fro, wéi se soll gereegelt sinn, wéi eng Zorte sollten erlaabt sinn, ass ëmstridden. mehr lesen / lire plus

Sexualassistenz: Wo liegt die Grenze zur Prostitution?

Viele Menschen mit Behinderung können ihre Sexualität nicht ihren Bedürfnissen entsprechend ausleben. Ob die aktive Sexualassistenz einen Lösungsansatz dafür bietet, daran scheiden sich die Geister.

Wer „Sexualassistenz“ hört, denkt sofort an penetrativen Sex. Dabei geht es oft um bloßen Körperkontakt.(Pixabay)

Wenn es darum geht, die größten Missstände bezüglich Sexualassistenz zu benennen, braucht Joël Delvaux nicht lange zu überlegen: „Vorurteile und Tabus. Menschen mit Behinderung werden sehr oft wie kleine Kinder wahrgenommen. Vor allem dann, wenn die Beeinträchtigung psychisch ist. Dabei hat man auch dann sexuelle Bedürfnisse, erlebt sie nur vielleicht anders.“ Seit Info-Handicap Arbeitsgruppen rund um den Themenkomplex Behinderung und Sexualität initiiert hat, habe aber ein wichtiger Schritt in Richtung Enttabuisierung stattgefunden, so das Vorstandsmitglied von Nëmme mat eis! mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #039 – Féck mech, net de Klima

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem oder zwee Artikelen.

Dës Woch ass um Cover vun der woxx ee Schëld vun der grousser „Youth for Climate„-Demo vum 15. Mäerz ze gesinn. Dat awer net, well mir eis nach eng Kéier mam Engagement vu Jonke géint de Klimawandel beschäftegen, mä well et grouss Opreegung an Diskussioune ronderëm de Sproch gouf, deen op dem Schëld stoung: Fuck Me, Not the Climate. Déi Diskussiounen an de „public shaming“ goungen sou wäit, datt déi jonk Fra, déi dat Schëld gedroen huet, hire Facebook-Account desaktivéiert huet. mehr lesen / lire plus

Polemik: „Fick mich, nicht den Planeten“

Die um zwei Protestschilder herum entstandene Empörung auf Facebook offenbart, was Teile unserer Gesellschaft unter Konsens, Feminismus und legitimen Protestformen verstehen.

Auf der Demo war das „Destroy My Pussy, Not My Planet“-Schild eins von vielen. Auf Facebook bekommt man das Gefühl, dass es nur eins von insgesamt zwei Stück war. (© Joël Adami)

„Die bräuchten mal ein wenig Sex-Positivität, findest du nicht?“ – mit diesem Kommentar versehen schickte mir eine Freundin vergangenen Freitag zwei Fotos zu. Auf dem ersten waren eine, auf dem zweiten drei junge Frauen, bewaffnet mit jeweils einem Protestschild zu sehen: „Fuck Me, Not the Planet“ und „Destroy My Pussy, Not the Planet“. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung: Man lernt nie aus

Altersübergreifend, ganzheitlich, zugänglich und intersektionell – das Ziel, das sich mit dem neuen Aktionsplan zur sexuellen und affektiven Gesundheit gesteckt wurde, könnte nicht ambitionierter sein.

© Pixabay

Das Auditorium der Uni Luxemburg war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt, als am vergangenen Dienstag der Nationale Aktionsplan zur Förderung sexueller und affektiver Gesundheit vorgestellt wurde. Das Stichwort, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz zog, war „ganzheitlich“. Dieser Leitlinie soll nämlich die hierzulande geleistete Sexualerziehung künftig entsprechen. Diese Herangehensweise wird bereits daran deutlich, dass gleich vier Ministerien an der Ausarbeitung beteiligt waren: Gesundheit, Familie, Bildung und Geschlechtergleichstellung. Anders als der bisherige Aktionsplan, richtet sich der neue, am 1. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Sex Education

Auf den ersten Blick als typische High-School-Dramedy im Stil von „Freaks and Geeks“ angelegt, begeistert die neue Netflix-Serie „Sex Education“ durch progressive, sex-positive Inhalte und nunanciert gestaltete Figuren.

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Im Zentrum der Serie steht Otis (Asa Butterfield), der als Sohn einer Sex-Therapeutin (Gillian Anderson) für einen 16-Jährigen ungewöhnlich gut aufgeklärt ist. Als seine Mitschülerin Maeve (Emma Mackey) Wind davon bekommt, überredet sie ihn, an der Schule Sex- und Beziehungsberatung anzubieten. Otis, der selbst noch nie Sex hatte und nicht einmal masturbiert, zögert zunächst, doch ein Projekt mit Maeve, für die er insgeheim Gefühle hegt, wirkt allzu verlockend.

Die Ratschläge, die Otis gibt, betreffen längst nicht nur Sexualpraktiken und Beziehungsprobleme. mehr lesen / lire plus

Sexuelle Gesundheit: Änderungen geplant

Das Planning Familial zeigt sich erfreut über die Vorhaben, die die Regierung bezüglich affektiver und sexueller Gesundheit im Koalitionsprogramm festgehalten hat. Es sei das erste Mal, dass in einem Koalitionsprogramm sowohl von der sexuellen als auch der affektiven Gesundheit die Rede sei, heißt es in einem Schreiben. Das Planning freut sich, dass entsprechende Kurse in die Ausbildung von Erzieher*innen integriert werden sollen, und hofft, dass es sich dabei um Pflicht- und nicht etwa um Optionsfächer handeln wird. Auch die geplante Sensibilisierung für LGBTIQ-Aspekte sowie die (seit 2016 geforderte) Reduktion der Besteuerung von Hygieneprodukten von 17 auf drei Prozent werden vom Zentrum begrüßt. mehr lesen / lire plus